Donnerstag, 31. März 2016

Kerniges Dinkelvollkornbrot (mit Sauerteig)

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Nach den ganzen Kuchengeschichten in der letzten Zeit habe ich heute mal wieder ein Brot für Euch: Ein kerniges Dinkelvollkornbrot :)
Kernige Brote gehören definitiv zu meinen Lieblingsbroten. Nicht umsonst ist das Life Changing Bread weit oben auf meiner Favoritenliste ; )
  Um diese kernige Konsistenz zu erhalten,habe ich aber dieses Mal ordentlich Schrot (Schroooot mit langem O und mit weichem t ! :P)verwendet (beim Life Changing Bread waren es Haferflocken und verschiedene Saaten).

Schrot hört sich ja ähnlich schräg an wie Dickmilch, aber ich liebe es! Es verleiht Broten mehr Biss als die Brote, die „nur“ mit Mehlen gebacken werden.

Ich habe bereits das Apfelbrot hier auch mit Schrot gebacken.

Zutaten (für ein Laib):

150 g Dinkelmehl Typ 630
450 g Dinkelschrot
1 Pck. Sauerteig
1 TL Meersalz
550 ml Wasser
1 Pck. Trockenhefe

Zubereitung:

Mehl mit Schrot, Trockenhefe und Meersalz vermengen. Sauerteig und Wasser hinzufügen und einige Minuten lang zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig an einem warmen Ort ca. 30-60 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen sichtbar erhöht hat. Den Teig nochmals durchkneten, in eine leicht eingeölte Kastenform setzen und nochmals 15 Minuten gehen lassen. Im vorgeheizten Ofen bei 200°C ca. 50-60 Minuten backen. Das Brot ist fertig, wenn man auf die Unterseite des Brotes klopft und es hohl klingt. 


Wholegrain Spelt Bread
Ingredients:

150 g light spelt flour
450 g spelt grain
75 g sourdough
1 tsp sea salt
550 ml water
1 packet of dry yeast


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Samstag, 26. März 2016

Schnelle Blaubeer-Zimtbrötchen (ohne Hefe)

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Ja, ich weiß: Bis zur Blaubeer-Saison ist es noch sehr lange hin, aber ich hatte noch heimische (und selbst gepflückte) im Gefrierschrank, also darf ich die ganz reuelos verbacken oder? ;D
Mit diesem Rezept wollte ich eigentlich auch nur einen längst überfälligen körnigen Frischkäse loswerden und habe ein bisschen gezweifelt, ob ich bei meinem Quarkbrötchen-Rezept so mir nichts dir nichts den Quark durch Hüttenkäse ersetzen kann.
 
Aber was nach 20 Minuten aus dem Ofen kam, hat mich so vom Hocker gehauen, dass ich von den übriggeblieben paar Brötchen (natürlich die hässlicheren, die hübschen wurden ja gleich aufgegessen :D) doch noch schnell ein paar Fotos gemacht habe, hehe :P

Wenn Ihr das Rezept nachmacht, probiert sie unbedingt (!!!!) frisch aus dem Ofen! Sie sind dann unbeschreiblich soft und natürlich auch geschmacklich Bombe!

Ich habe ja nicht nur einfach mein Quarkbrötchenrezept hier etwas modifiziert, sondern weil es ja Zimtbrötchen werden sollten, Zimtbutter mit hieingearbeitet! Beste Idee! :)

Die Brötchen lassen sich super zum Frühstück vorbereiten: Das Zusammenhauen der Zutaten dauert ein paar Minütchen, die Zimtbutter bereitet ihr einfach abends vor und stellt sie in den Gefrierschrank. Morgens schneidet Ihr dann kleine Flöckchen davon ab und knete sie zügig unter den Teig. Fix ein paar Brötchen formen, in den Ofen und nach 20 Minuten werden Ihr mit köstlich-fluffigen Zimtbrötchen belohnt! :)

Zutaten (ca. 10 Stück):
300 g Mehl (150 g helles, 150 g Dinkelmehl Typ 1050)
½ Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
2 TL Honig
200 g körnigen Frischkäse (Quark funktioniert auch)
4 EL Rapsöl 
ca. 50-100 ml Mineralwasser (sorry, ich hatte es nicht abgemessen, sondern nach Gefühl gegossen. Der Teig sollte sich gut mit der Hand zu Brötchen formen lassen. Falls er zu feucht sein sollte, etwas mehr Mehl zufügen)

Zimtbutter-Füllung: 
50 g Butter 
3 TL Zimtzucker

TK-Blaubeeren (optional) 

Zimtzucker zum Bestreuen  

 Zubereitung:
Zuerst die Zimtbutter für die Füllung zubereiten. Dafür 50 g weiche Butter mit 3 TL Zimtzucker mit einer Gabel verrühren. Die Zimtbutter in Frischhaltefolie einwickeln (so bonbonförmig, wie die Kräuterbutter im Kühlregal meist geformt ist ;D) und im Gefrierschrank für mind. ½ Stunde erkalten lassen.

In einer Schüssel Mehl mit Salz und Backpulver mischen. Körnigen Frischkäse, Öl, Honig und Sprudelwasser hinzufügen und alles zu einem glatten und geschmeidigen Teig verkneten.

Die Butter aus dem Gefrierfach holen, in kleine Stücke schneiden und fix unter den Teig kneten. Zuletzt die Blaubeeren unterkneten.

Aus dem Teig ca. 10 Brötchen formen, aufs Blech setzen, ggf. noch mit etwas Zimtzucker bestreuen und bei 180°C ca. 30 Minuten backen.

Unbedingt frisch probieren!!! (Schmecken aber auch noch am nächsten Tag oder wenn man sie einfriert und in der Mikrowelle kurz auftaut sind sie auch wieder wie frisch. 
 

Blueberry Cottage Cheese Rolls
Soft and quick rolls for your perfect breakfast! These rolls include baking powder instead of yeast and have a buttery cinnamon filling.

Ingredients: 
300 g spelt flour
7 g baking powder
pinch of salt
2 tsp honey
200 g cottage cheese
4 tbsp vegetable oil

ca. 50-100 ml sparkling water

Cinnamon Butter:
50 g butter 
3 tsp cinnamon sugar

Blueberries, frozen (if desired)

cinnamon sugar for sprinkling

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Diese schnellen Brötchen passen auch super zum Brunch, wie passend für Claretti's neuen Ich backs mir - Motto! :)
 
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Dienstag, 22. März 2016

Skolebrød - Norwegisches Hefeglück mit Vanillecreme {Oder einfach Quarkbatzen}

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So, der Osterhase steht schon ziemlich dicht vor der Tür und mein letztes Osterrezeptchen ist jetzt auch schon fertig ; )

Heute stelle ich Euch Skolebrød oder auch Skoleboller vor. Boller passt hier wirklich wie die Faust aufs Auge! Junge, habt Ihr gesehen, was das für Bollermänner geworden sind? Hui, die sind im Ofen aber echt zur Höchstform aufgelaufen!
Diese Teilchen habe ich übrigens nicht gebacken, sondern meine Mutter. Sage ich lieber im Voraus, nicht das ich nachher noch Mecker bekomme oder Urheberrechte verletze :P 
Hierbei handelt es sich um ein norwegisches Traditionsgebäck, was in Norwegen wohl jedes Kind kennt. Diese Skoleboller sind super handlich und praktisch für to go ;)
Die Basis ist ein normaler Hefeteig, der mit Kardamom verfeinert wird. Obendrauf kommt eine Vanillecreme oder auch Vanillepudding, ganz wie man mag.
Ich habe auch schon die Variante gesehen, dass darauf noch Kokosraspel UND eine Zuckerglasur kommen. Meine Mutter hat sich für Aprikosenkonfitüre on top entschieden. Auch eine gute Idee! Die Variante mit Kokosraspelt probiere ich aber irgendwann auch nochmal :)
Das Gebäck ist, soweit ich weiß, auch ein Evergreen in jeder guten Bäckerei also kein Osterklassiker, aber mit den Aprikosenkonfitürentupfer sieht's schon wieder ein bisschen aus wie ein Spiegelei oder? ;)
Zutaten
 (bei mir kamen da 8 Stück raus, aber nächstes Mal würde ich sie kleiner machen, sodass ca. 12 oder mehr herauskommen. Sie sättigen nämlich extrem und außerdem hat man mehr Füllung pro Teilchen, wenn man den Teig in mehr Portionen aufteilt)
Hefeteig:
500 g Mehl
1 Pck. Trockenhefe
75 g weiche Butter
50 g Zucker
250 ml Milch
2 TL Kardamom
1 Prise Salz

Vanillecreme:
250 g Quark
1 Ei
80 g Zucker 
Mark einer Vanilleschote oder Vanilleextrakt

Aprikosenkonfitüre für die Tupfen

Zubereitung:
Für den Hefeteig einfach alle Zutaten verkneten und an einem warmen Ort 30-45 Minuten gehen lassen. Den Teig nochmals durchkneten und in 12
 Portionen teilen. Aus jeder Portion eine Kugel formen (ähnlich wie Brötchen formen) und auf ein Backblech setzen. Die Teiglinge mit etwas Mehl bestäuben und mit einem Glas mitig eine Vertiefung drücken (sh. Foto).
Für die Füllung Quark, Ei und Zucker glattrühren und mit Vanille abschmecken. Die Füllung in die Mulden geben.

*Falls Euch die Risse in der Quarkfüllung stören (das sind ja die tückischen Käsekuchenrisse) würde ich in die Quarkmasse etwas Stärke (1-2 EL) rühren und die Teilchen noch kurz im Ofen ausgeschalteten und geöffneten Ofen auskühlen lassen. Das sollte die Risse verhindern.
Im vorgeheizten Ofen bei 190°C für 10-15 Minuten backen. Die Teilchen sollten nicht zu stark bräunen, sonst wird der Hefeteig nur unnötig dröge, also trocken.
Nach dem Backen sofort mit einem Klecks Aprikosenkonfitüre toppen.
Am besten frisch verzehren, so schmeckt Hefeteig doch am besten, nicht wahr?
Norwegian Skolebrød
Cardamom flavoured Yeast Dough filled with vanilla cream and some apricot jam on top

Ingredients
Yeast Dough:
500 g flour
15 grams dry yeast
75 g soften butter
50 g sugat
250 ml milk
2 TL cardamom
pinch of salt

Vanilla Cream:
250 g curd cheese
1egg
80 g sugar
pulp of a vanilla pod

apricot jam
 So und jetzt wünsche Ich Euch schon mal frohe Ostern, versteckt die Ostereier nicht zu gut, nicht das man die erst wieder kurz vor Weihnachten wiederfindet ; )
Bei mir ist ja übrigens jeden Tag Ostern. Ich suche immer was :D

Freitag, 18. März 2016

Schweizer Osterkuchen mit Aprikose & Grieß {Osterchüechli}

Ist nächste Woche schon tatsächlich Ostern? :o
Irgendwie kam das wieder so schnell oder ich habe es vor lauter Tohuwabu in letzter Zeit nicht mitbekommen. Obwohl man ja im Supermarkt immer dezent daran erinnert wird ;)

Da ich aber noch zwei österlich-kuchenlastige Ideen für Euch parat habe, muss ich mich mal ein bisschen sputen damit ;)
Hier kommt also Osterrezept 2/3,
 nach den Hirseflöckli und dem Magenbrot schon die dritte Schweizer Leckerei hier auf dem Blog:
Schweizer Osterchüechli !
Ein sehr leckerer Kuchen, der recht fix zusammengerührt ist.
Bei der Füllung kann man auch varieren. Soweit ich weiß, gibt es dieses Traditionsgebäck mit Füllungen wie Milchreis, Grießbrei und Frangipane (also eine Mandelcreme, wie hier bei meiner Schoko-Birnen-Frangipane-Tarte. Supersuperlecker! Wer Mandeln, Schokolade und Birne mag: Bitte ausprobieren! :)
 Aber da Mandeln ja leider rausfallen für mich und ich keine große Lust hatte, 30 Minuten  Milchreis umzurühren, habe ich mich für den schnellen Grießbrei entschieden ;)

Zuerst dachte ich das wäre evtl. eine trockene Angelegenheit. Ich meine, Mürbeteig ist ja nicht gerade für seine Saftigkeit bekannt, dient bekanntlich als Unterlage für Cremes und so. 
Beim Grießbrei war ich mir unsicher, wie der nach dem Backen ist, aber: Alle Sorgen unbegründet! 
Der Mürbeteig ist gar nicht hart, er wird eher ein kleinen Ticken weich durch die Füllung. Die gebackene Grießmasse ist zwar schnittfest, aber kein bisschen trocknen! :)
Wir haben ihn frisch aus dem Ofen probiert und was soll ich sagen: Jeder hat zwei Stücke verputzt (waren aber auch kleine ;) und am nächsten Tag war er mindestens genauso lecker! 
Falls Ihr Euch fragen solltet, wie man ihn schneidet: Ich habe einfach mehrere Bahnen geschnitten und daraus dann kleine quadratische Stückchen geschnitten. 
Ist quasi wie beim Frühstücksei: Erst köpfen ;)

Ich muss aber ehrlich mal wieder gestehen, dass ich nicht knallhart nach dem Originalrezept gegangen bin. Eigentlich sollten in die Grießmasse nämlich getrocknete Aprikosen (gewürfelt) rein, aber da unter meiner Familie keine Trockenobstesser weilen, habe ich den Mürbeteig einfach mit etwas Aprikosenkonfitüre (die mögen wir schon lieber) bestrichen. Zuckermenge dementsprechen etwas heruntergeschraubt.
Und statt Weichweizengrieß hatte ich Dinkelgrieß genommen, dass ist aber einerlei.

Zutaten für ein großes Osterei (ergibt 20 Stücke)
Mürbeteig:

250 g Mehl (bei mir Dinkelmehl Typ 630)
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
140 g gute Butter (weich)
30 g Zucker (auch gerne Vanillezucker)
1 Ei

50 g Aprikosenmarmelade zum Bestreichen des Mürbeteiges

Für die Grießfüllung:
500 ml Vollmilch
80 g Dinkelgrieß
1 Prise Salz
1 Prise Zimt
Mark einer Vanilleschote
3 Eier, getrennt
75 g Zucker 


Zimtzucker zum Bestreuen (optional)

Puderzuckerguss:
50 g Puderzucker
1 EL Zitronensaft 

Zubereitung:
Zuerst den Mürbeteig zubereiten, Dafür die Butter mit dem Zucker verquirlen. Das Ei untermixen. Mehl, Backpulver und Salz mischen und ebenfalls unterkneten, bis ein glatter Mürbeteig entsteht. Falls er zu bröslig/trocken sein sollte, etwas kaltes Wasser zufügen.

Den Mürbeteig bis zur weiteren Verarbeitung kaltstellen (in Frischhaltefolie einwickeln).

Nun den Grießbrei vorbereiten. Dafür die Milch aufkochen lassen, Gewürze hinzufügen (ich nehme immer Vanille und Zimt, manchmal auch etwas Zitrone) und den Grieß einrieseln lassen. Die Masse 2-3 Minuten bei mittlere Hitze aufblubbern lassen und dann vom Herd nehmen. Den Grießbrei auskühlen lassen, bevor die 3 Eigelbe untergerührt werden. Dabei immer mal wieder umrühren, damit sich keine „Haut“ bildet.

In einer separaten Schüssel die 3 Eiweiße mit einer Prise Salz steifschlagen. Anschließend 75 g Zucker unterrühren.

Den Eischnee unter den Grieß heben mit einem Teigschaber.

Den Mürbeteig oval ausrollen (ja endlich mal oval und nicht so picobello rund wie man ihn für Springformen immer braucht, yeah!). Sodass er quer auf ein großes Backblech passt. Die Ränder nun etwas einschlagen bzw. hochziehen, damit der Grießbrei nicht so schnell über den Rand läuft (es muss jetzt nicht die chinesische Mauer sein, ein kleiner Rand reicht aus ;).

Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen (verhindert das starke Aufgehen des Mürbeteigs im Ofen).

Die Aprikosenmarmelade in der Mikrowelle kurz erwärmen (20 Sek. reichen) und sie mit einem Backpinsel auf dem Teig verteilen.

Nun die Grießmasse auf das Ei gießen. Bei mir war die Masse schon etwas flüssig, aber sie ist tatsächlich nicht über den Rand geflossen (puh!). Falls Ihr Euch zu unsicher seid, lasst den Grießbrei kurze Zeit stehen, dann dickt er an!

Wer mag kann jetzt noch etwas Zimtzucker obendrüber streuen, der karamellisiert im Ofen und macht eine schöne Bräunung, wie ich finde!
 
oben links: Ausgerollt, Ränder geformt und mit einer Gabel eingestochen; oben rechts: Mit Aprikosenkonfitüre bestrichen; unten links: Mit der Grießmasse bestrichen und Zimtzucker bestreut; unten recht: im gebackenen Zustand
Nun das Osterei im Ofen bei 200°C Ober-/Unterhitze für 25-30 Minuten backen. Bei mir war es nach 25 Minuten perfekt gebräunt :) 

Tipps zum Verzieren: 
Für die Verzierung habe ich einfach einen Puderzuckerguss mit Zitronensaft hergestellt. Zudem könnt Ihr den Osterkuchen noch mit Zuckereiern verzieren. Ich habe mich für Schokoeier entschieden, weil bei uns keiner Zuckereier mag.

Auch gut vorstellen könnte ich mir eine Haube aus Mandelblättchen: Dafür einfach gehobelte Mandeln auf die Grießmasse streuen, etwas Zimtzucker drauf und ab damit in den Ofen.

Swiss Easte Cake
Short Crust topped with apricot jam and semolina

Ingredients:
Short Crust:
250 g flour
1 tsp baking powder
pinch of salt
140 g softed butter
30 g sugar (vanilla flavoured is prefered)
1 egg

50 g apricot jam

Semolina Pudding:
500 ml Whole milk
80 g semolina (I used spelt)
pinch of salt
pinch of cinnamon
pulp of a vanilla pod
3 eggs, separated
75 g sugar


Cinnamon sugar for sprinkling


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Freitag, 11. März 2016

Möhren-Biskuitroulade mit Apfel-Quark-Füllung {Haddu Möhrchen? Ne, Hasi! Ich habe 'ne ganze Möhrchenrolle!}

Los geht's!
Womit fragt Ihr?!
Na mit der Osterbäckerei!
Ich weiß, ich weiß. Bei Halloween, Valentinstag und diesen anderen Feiertagen bin ich seltens dabei. Aber die kommen auch immer so plötzlich ;D
Neee, aber Ostern ist das was Ganz anderes! Ostern finde ich prima!
Ostern bedeutet Frühling ! Und nach Frühling kommt? Genau, der S O M M E R!
Also muss ich Ostern halt ein bisschen mehr zelebrieren als alle anderen Feiertage, Ihr versteht? ;)
Die letzten Jahre haben sich schon viel österliche Rezepte angesammelt, jedes Jahr nach Ostern denke ich mir, was kredenze ich meinen Lesern denn im nächsten Jahr?
...
Ähm, obwohl...das habe ich mir noch nie gedacht ;)
  Ja, letztes Jahr ein paar Tage nach Ostern hatte ich eine To Do Liste für's nächste Jahr schon gut bestückt.
Nur leider, habe ich diese Jahr weniger Zeit als die Jahre zuvor, es wird also nicht so ausgiebig Ostern gefeiert werden können. Aber das Schöne ist ja, die Rezepte aus dem Vorjahren sind ja auch noch da! Und die kann ich mit gutem Gewissen weiterempfehlen. Klickt mal rechts in der Sidebar auf die Rubrik Ostern und Ihr werden fündig! :)

Aber jetzt genug geschnattert über die Jahreszeiten und die Vergangenheit :P
 
Möhrenkuchenrezepte gibt es ja wie Sand am Meer (oder Eier an Ostern). Ich verüble es keinem, jeder hat ja sein all time favorite, was ja geteilt werden möchte. Ich probiere gerne verschiedene Varianten aus, wie langjährige Leser wissen :)
Dieses Jahr habe ich den Möhrenkuchen mal als Biskuitteig gemacht und als Rolle geformt.
Möhren-Biskuitrolle also. Mit einer Quarkcreme, die ich mit Äpfeln verfeinert habe. Äpfel und Möhren passen ganz gut, ich habe diese Kombi schon für meine Oster-Muffins vom letzten Jahr gewählt.
Biskuitrollen sind ja Torten, aber vieeel einfacher und schneller. Ein Biskuitteig dauert nur ein paar Minuten, dann ein paar Minuten backen, auskühlen lassen und währenddessen die Füllung zubereiten. Geht ruckzuck, man steht nicht mal eine Stunde in der Küche!
Für alle Fälle habe ich nochmal meine Step by Step Collage von der Zitronen-Rolle beigefügt, dann solte alles klar sein oder? ;)

Wenn nicht, fragt einfach. Ich beiße äußerst selten, nur dann wenn man mir mein Kuchenstück vom Teller klauen möchte ;D

Jetzt ist aber wirklich gut mit Informationen, los geht's mit dem Rezept!
Zutaten für eine Möhren-Biskuitrolle
Biskuit:
4 Eier, getrennt
75 g Zucker
80 g Dinkelmehl Typ 1050 (normales Weizenmehl geht aber auch)*
50 g Speisestärke
1 TL Backpulver
1 Prise Salz 
125 g geraspelte Möhren
2 EL Orangensaft
Abrieb einer Orange
1/2 TL Zimt

Für die Füllung:
3 mittelgroße Äpfel
1 EL Rohrzucker
Mark einer Vanilleschote
250 g Magerquark
200  g Sahne
1 Pck. Sahnesteif
2-3 EL Puderzucker

*Normales Weizenmehl (also Typ 405) funktioniert natürlich auch. Ich war mir zuerst nicht sicher, ob der Biskuit mit Typ 1050 überhaupt luftig genug wird, aber er war kein bisschen weniger luftig/fluffig als die übliche Variante mit Weißmehl. Geschmacklich merkt man keinen Unterschied, da die Orangennote im Teig hervorsticht. Wenn Ihr Haselnüsse oder Mandeln vertragt, könnt Ihr aber auch einen Teil des Mehls gerne damit ersetzen. 

Zubereitung:
Für den Biskuit die Eier trennen und das Eiklar mit der Prise Salz zu Eischnee schlagen. In einem weiteren Behälter Eigelbe mit Zucker aufschlagen. Zimt, Orangensaft und deren Abrieb zufügen sowie die Möhrenraspel und untermixen. Mehl mit Stärke und Backpulver mischen und kurz (!) unterrühren. Zuletzt den Eischnee unterheben mit einem Teigschaber.
Den Teig nun auf ein mit Backpapier belegtes Backblech füllen und gleichmäßig verteilen, die Ränder bzw. Ecken können ruhig etwas dicker werden, dann ist die Gefahr, dass er dort bricht, geringer.
Bei 200°C Ober-/Unterhitze ca. 10-12 Minuten backen, er sollte leicht (!) gebräunt sind.
Nach dem Backen sofort auf ein mit Zucker bestreutes Küchentuch stürzen und mit dem Tuch aufrollen. Ca. 15-10 Minuten so auskühlen lassen.
Die Step by Step Fotos von der Zitronenrolle zur Veranschaulichung

Währenddessen die Füllung zubereiten. Dafür die Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen und in kleine Würfel schneiden. In einen Topf geben, Zucker und Vanille dazu und kurz andünsten, bis die Äpfel weich sind (geht ruckzuck!). Auskühlen lassen.
Sahne mit Sahnesteif und 1 EL Puderzucker steifschlagen. Magerquark mit 1 EL Puderzucker verrühren. Die Äpfel unter den Quark rühren und zuletzt die Sahne vorsichtig unterheben.
Diese Masse nun auf die ausgekühlte (und natürlich wieder entrollten ;) Biskuitplatte geben, glattstreichen und die Rolle erneut aufrollen.
Wer mag mit österlicher Dekoration verschönern.
Bis zum Servieren in den Kühlschrank verfrachten.Sie schmeckt frisch (also am Backtag) aber auch am nächsten Tag.
Carrot Cake Roll with Apple Curd Cheese Filling
Ingredients
Sponge Cake:
4 eggs, separated
75 g sugar
80 g spelt flour
50 g cornstarch
1 tsp baking powder
pinch of salt
125 g grated carrots
2 tbsp orange juice
orange zests from one orange
1/2 tsp grounded cinnamon

Filling:
3 apples (medium)
1 tbsp cane sugar
pulp of an vanilla pod
250 g light curd cheese
200  g whipped cream
1 package whipping cream stiffener
2-3 tbsp powderes sugar

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Dienstag, 1. März 2016

Schoko-Tagliatelle mit Kirschkompott & Vanillesauce {Alles selbstgemacht}

Das Rezept schiebe ich schon so lange vor mir her, aber vor ein paar Tagen bin ich endlich dazugekommen Schoko-Nudeln zu machen! :)
Nudeln selbst machen ist aber gar nicht soo schwierig und aufwendig, wie man meinen mag. Man stellt einfach einen Knetteig aus Mehl, Eiern etwas Wasser und einem EL Öl her und dann kann schon ausgerollt werden.
In Rezepten lese ich immer, dass der Teig ruhen soll, manchmal sogar im Kühlschrank. 
Ich habe schon alles mal ausprobiert und habe für mich herausgefunden, dass der Teig keinesfalls im Kühlschrank ruhen soll. Er wird dann steinhart und lässt sich nicht ausrollen.
Ich lege ihn an einem warmen Ort, zum Beispiel auf unserem Esstisch, der an einem sonnigen Plätzchen steht. 
Wie lange der Teig da vor sich ruht, ist auch einerlei. Anfangs habe ich mich an die oft angegeben 30-60 Minuten gehalten, aber mittlerweile nicht mehr #ungeduldinperson
Wisst Ihr nämlich was mich an Rezepten schier zur Verzweiflung bringt?
Diese Wartezeiten! Ich möchte am Liebsten immer alles in einem Schwung machen ohne diese Unterbrechungen.
Ein weiteres Thema bei Nudeln: Welches Mehl? Es gibt ja auch Rezepte mit Hartweizengrieß, aber ich finde der Teig ist dann ganz schön "grießelig", also nicht schön glatt wie mit normalem Mehl. Und man braucht viele Eier. Sehr viele :o
Früher habe ich oft Instantmehl genommen (ist besonders griffig) aber auch Spätzlemehl. Das ging wirklich sehr gut damit!
Diesmal hab ich Dinkelmehl genommen.
Zu den "Beilagen". Das Kirschkompott und die Vanillesauce habe ich frei Schnauze gemacht. Wer mag, kann das Kompott auch mit Zimt verfeinern. Wer keine Kirschen verträgt, kann auch prima Bananen dazu reichen. Bananen und Schokolade passen genauso gut zusammen. Und wer dann keine Lust hat eine Vanillesauce anzurühren (ich verüble es keinem, auch wenn es schnell geht), kann auch prima Nuss-Nougat-Creme in der Mikrowelle erwärmen (10-20 sec reichen schon aus) und dann über die Schoko-Nudeln mit Bananen geben!
 
 Und wer eine leuchtend-gelbe Vanillesauce haben will, kann noch Eigelbe unterrühren (ich glaube, man nimmt für 500 ml Milch 3 Eigelbe, aber googelt das lieber mal ;) 
Ach so oder man nimmt das Päckchen vom Doktor ;)
Na ja, ich gebe ich Euch jetzt mal das Rezept (inkl. Zubereitungsschritte mit und ohne Nudelmaschine), bei Instagram wurde ich bereits danach gefragt ;)

Zutaten (ausreichend für gute 6-8 Portionen als Dessert)
Für die Nudeln:
300 g Mehl (bei mir Dinkelmehl Typ 630)
1/2 TL Salz
1 EL Öl (z.B. Raps)
3 EL Kakao
3 EL Puderzucker 
3 Eier
ggf. etwas Wasser

Für das Kirschkompott:
1 Glas Kirschen (wir brauchen nämlich auch den Kirschsaft)
1-2 EL Stärke
1 TL Vanilleextrakt
Für die Vanillesauce:
500 ml Vollmilch
30 g Zucker
Mark einer Vanilleschote (oder auch 1-2- TL Vanilleextrakt) 
20 g Stärke

Zubereitung:
Für die Nudeln alle trocknen Zutaten vermischen. Dann die Eier unterkneten. Falls der Teig zu bröselig sein sollte, ein paar Tropfen Wasser zufügen.
Den Teig gut kneten, sodass er etwas warm ist. Dann lässt er sich gut verarbeiten.
Ansonsten könnt Ihr dem Teig eine halbe Stunde an einem warmen Ort gönnen.
Wer eine Nudelmaschine hat: Den Teig in in mehrere Portionen teilen. Die Teigportionen einzeln durch die Maschine jagen (ich drehe in ca. 6 x durch Stufe 1 und dann jeweils einmal durch alle weiteren Stufen bis Stufe 8). Die dünnen Teigplatten nun ca. 30 Minuten auf ein mit Mehl bestäubtes Küchentuch ausbreiten und trocknen lassen. Anschließend den Tagliatelle-Aufsatz nutzen. Die Nudeln in Mehl wälzen (das sieht dann doof aus, aber so kleben sie nicht aneinander) und nochmals 30 Minuten trocknen lassen.

Wer keine Nudelmaschine hat: Den Teig in 2 Portionen teilen und sehr dünn ausrollen (auf einer bemehlten Arbeitsfläche). Anschließend mit einem Messer in dünne (bzw. je nachdem wie breit Ihr die Nudeln haben wollt) Streifen schneiden.
Die Nudeln noch mit Mehl bestäuben und auf einem Küchentuch trocknen lassen (ca. 30 Minuten obwohl es hier auch auf die Dicke der Nudeln ankommt).

Wenn die Nudeln angetrocknet sind (sie müssen keinefalls so trocken sein, wie die Fertigen aus der Packung!), im kochenden Wasser (aber ohne Salz) al dente kochen. Bei mir waren sie nach ca. 3 Minuten gar.
Die Nudeln abgießen und auf die Teller anrichten. 
 
Für das Kirschkompott den Kirschsaft hochkochen lassen. Stärke mit etwas Kirschsaft glattrühren und unter den restlichen Saft im Kochtop rühren, alles eine halbe Minute hochblubbern lassen und dabei rühren. Anschließend Vanille und Kirschen unterheben.
 
Für die Vanillesauce die Milch aufkochen lassen. In einer kleinen Schüssel Stärke mit dem Mark der Vanilleschote und Zucker vermischen und mit etwas kalter Milch glattrühren. Sobald die Milch hochkocht (das passiert meist, wenn man sich einmal kurz umdreht und abgelenkt ist ;) das Stärkegemisch einrühren und alles wieder kurz hochblubbern lassen.
 
Kirschkompott und Vanillesauce auf die Nudeln geben und servieren.
 
Falls noch Nudeln übrigbleiben: Die schmecken am nächsten Tag auch noch, wenn man sie in einer Pfanne mit etwas Butter anbrät. Vielleicht noch etwas Zimtzucker dazu? :)

 Chocolate Noodles with Cherry Compote And Vanilla Custard Sauce
Ingredients
For the Noodles:
300 g flour
3 eggs
3 tbsp cacao
3 tbsp powdered sugar
1/2 tsp salt
1 tbsp vegetable oil
maybe some water drops

Cherry Compote:
300 g Cherries
ca. 300 ml cherry juice 
3 tbsp sugar
some vanilla extract

Vanilla Custard Sauce:
500 ml unskimmed milk
30 g sugar
pulp of a vanilla pod or vanilla extract
20 g cornstarch

Was haltet Ihr von dem Rezept? Habt Ihr Nudeln schon mal selbstgemacht?

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