Freitag, 12. November 2021

Aprikosen Linzer mit Erdmandeln

So ganz langsam würde ich mal die Plätzchensaison einläuten. Hier und da sieht man ja schon die ersten Plätzchenrezepte und man muss ja vorbereitet sein, wenn ganz plötzlich der Weihnachtsplätzchenhunger da ist!

 Diese Aprikosen Linzer Plätzchen habe ich aber tatsächlich schon vor einer ganzen Weile gemacht. Gefüllte mürbe Konfitüre-Kekse gehen doch auch das ganze Jahr oder? 😉
 
Linzer Plätzchen werden normalerweise mit Haselnüssen oder Mandeln gemacht, da ich aber immer bestrebt bin  Nussklassiker nussfrei zu backen, dachte ich mir bei diesem Rezept geht das auch. Deswegen habe ich auf Erdmandeln zurückgegriffen. Die gehören zur den Sauergrasgewächsen und sind nicht mit den Nüssen bzw. Schalenfrüchten verwandt. Der Geschmack erinnert dennoch stark an Nüsse und besonders geröstet ist die Tigernuss super lecker. Ich reichere damit oft mein Granola oder Porridge an. Zu Kaufen gibt es die Erdmandeln in einer großen Drogeriemarktkette oder Biomärkten und Reformhäusern.
Diese Aprikosen Linzer sind:
  • lecker
  • knusprig
  • fruchtig
  • mürbe
  • einfach und schnell gebacken
  • ohne Kühlzeit
  • ein tolles Mitbringsel
 Zutaten für etwa 30 Stück:
220 g Dinkelmehl Typ 630 
30 g Speisestärke
1 Prise Salz
60 g Erdmandeln, gemahlen
125 g zimmerwarme Butter
60 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Ei
ggf. 1 EL Wasser
 
etwa 100 g Aprikosenkonfitüre 
 
Zubereitung:
Für den Mürbeteig die trockenen Zutaten mischen, dann Ei und Butter zufügen und alles rasch mit dem Knethaken oder den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Nicht zu lange kneten, sonst wird der Teig "brandig", d.h. er reißt schneller und bekommt eine unschöne Konsistenz. Ist der Teig zu trocken, etwas Wasser zufügen. Der Teig kann sofort weiterverarbeitet werden. Eine saubere Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben und vom Teig etwa 1/4 bis 1/3 abnehmen und eine Portionen mit einem Nudelholz ausrollen. Nach Belieben mit Linzer Ausstechförmchen ausstechen, darauf achten, dass ihr genau dieselbe Anzahl an Kreisen mit und ohne Loch herausbekommt. 
 
Jetzt müsst ihr entscheiden, welche Variante ihr bevorzugt: Entwedern bestreicht ihr die Plätzchen schon vor dem Backen mit der Konfitüre oder erst nach dem Backen. Schöner sieht die Variante nach dem Backen aus, da die Konfitüre im Ofen hochblubbert und etwas an Farbe verliert. Dafür ist diese Variante länger haltbar.

Die ausgestochenen Linzer Plätzchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und im heißen Ofen bei 170 Grad Ober-Unterhitze für etwa 10-12 Minuten backen (wenn die Plätzchen einzeln ohne Konfitüre gebacken werden) bzw. 15 Minunten, wenn sie bereits als Doppeldeckerkeks abgebacken werden.

Die Linzer Plätzchen sollten goldbraun sein, dann sind sie fertig. Kurz auf dem Backblech abkühlen lassen und dann vorsichtig vom Blech nehmen und auf einem Teller vollständig erkalten lassen. Aprikosenkonfitüre mit einem Teelöffel oder Küchenpinsel auf die runden Plätzchen ohne Loch auftragen und ein Plätzchen mit Loch oben draufsetzen.

Wer mag bestäubt die Linzer Aprikosen-Plätzchen mit Puderzucker.

Die Plätzchen schmecken frisch, aber auch wenn sie ein paar Tage an einem kühlen Ort durchziehen können.

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Freitag, 5. November 2021

Caramellini [Rohrzucker Cookies mit Karamelltropfen, Schoko & Nüssen]

Kekse gehen einfach immer! Und auch wenn ich dieses Rezept letztes Jahr zur Weihnachtszeit entdeckt habe, habe ich diese Caramellini bereits übers Jahr verteilt drei Mal gebacken. Diese Cookies sind richtig schön knusprig, mit Schokolade und Nüssen und durch den braunen Zucker und Zuckerrübensirup geht es schon etwas in Richtung Karamell. Den Teig formt man übrigens einfach zu Rollen und schneidet sie mit einem Messer in Scheiben - keine Ausstecher oder Häufchen formen wie sonst.

Der Teig ist ein bisschen bröselig, so viel sei gesagt. Es hat den Anschein, dass der Teig ein Ei bräuchte zur Bindung, aber dem ist nicht so. Ich habe einmal mit Ei gemacht und der Geschmack war dann nicht mehr so gut wie ohne Ei.
 
Diese Caramellini sind:
  • lecker
  • knusprik
  • karamellig
  • schnell gebacken
  • ohne Ei
  • mit Margarine auch vegan  
 Zutaten für zwei Bleche:
100 g weiche Butter
120 g Rohrzucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Prise Salz
2 EL Melasse oder Zuckerrübensirup
250 g Mehl
1 TL Weinsteinbackpulver
40 g gehackte Schokolade (optional)
40 g gehackte und geröstete Haselnussstückchen
2 EL Karamell Chunks (oder eine Back mich Mischung von Dr. Oetker)
ggf. etwas Wasser oder Milch (falls der Teig zu bröselig sein sollte)
 
Zubereitung:
Butter, Salz und Zucker schaumig rühren. Dann die Melasse zufügen und unterrühren. Mehl mit Backpulver mischen und dazugeben und unterkneten. Ist der Teig zu trocken etwas Milch oder Wasser zugeben und weiterkneten bis sich alles gut verbunden hat. Zuletzt die Schokolade, Haselnüsse und Karamell Chunks unterheben. Aus dem Teig nun zwei gleichgroße Rollen formen und diese 30-60 Minuten kaltstellen.

Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
Aus der erkalteten Rolle nun mit einem scharfen Messer gleichdicke Scheiben von etwa 0,5 cm schneiden und diese auf ein Backblech legen.
Im heißen Ofen etwa zehn Minuten backen bis die Cookies dezent gebräunt sind.

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Dienstag, 2. November 2021

Würziges Dinkelflockenbrot

Nach meinen bisherigen Haferflockenbrotrezepten wird es mal Zeit mit Dinkelflocken zu backen oder?
Dieses Dinkelbrot ist:
  •  lecker
  • sättigend
  • würzig
  • mit wenigen Zutaten
  • schnell angerührt
Zutaten für ein Laib:
500 g Dinkelmehl Typ 1050
400 ml Wasser
220 g Dinkelflocken
150 ml Milch (Buttermilch geht auch)
1,5 TL Salz
1 TL Zucker
1,5 Pck. Trockenhefe
1 EL gehackter Koriander (alternativ: Brotgewürz, um eine würzige/pikante Note zu erreichen)
 
Zubereitung:
Mehl mit Salz, Hefe, Zucker und Flocken vermischen. Wasser und Milch zufügen und den Koriander. Alles mehrere Minuten lang zu einem Teig verkneten. Abdecken und etwa eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. Ich lasse den Teig etwa acht Stunden im Kühlschrank gehen (für eine bessere Bekömmlichkeit und Haltbarkeit) und nehme nur die Hälfte der Hefemenge. Den Teig anschließend kurz durchkneten und einen runden Laib formen und auf ein Backblech setzen. Mit einem scharfen Messer kreuzförmig einschneiden. Den Laib nochmal zwanzig Minuten gehen lassen. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen und das Brot etwa 50 Minuten backen. Auf einem Gitter abkühlen lassen.

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Freitag, 29. Oktober 2021

Kürbis Marmor-Gugelhupf

 Kein Herbst ohne mindestens einen Kürbiskuchen! Eigentlich sind seit Jahren die Kürbis-Zimtschnecken und die Cookies unangefochtene Spitzenreiter bei mir, aber dieser schokoladige Kürbis Marmor-Gugelhupf ist denen dicht auf den Fersen...
Den Kuchen habe ich schon vor einer Weile gebacken und ich hätte auch schon wieder Lust auf ein Stück!
 
Dieser Gugelhupf ist:
  • ein leckerer Herbstbote
  • schokoladig
  • zimtig
  •  lecker
  • saftig

 Zutaten für einen großen Gugelhupf:
180 g Mehl
50 g gemahlene Nüsse
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
1 TL Zimt
175 g weiche Butter
175 g Zucker
3 Eier
2 EL Milch
150 g flüssige Zartbitterschokolade
1 EL Backkakao
200 g Kürbispüree, am besten vom Hokkaido

Zubereitung:
Butter und Zucker aufschlagen, die Eier nach und nach einzeln unterrühren - jedes Ei am besten 30 Sekunden. Kürbispüree, Zimt, Mehl, Backpulver, Salz und Nüsse dazugeben und kurz unterrühren. Den Teig anschließend in zwei etwa gleichgroße Teile teilen und unter den einen Teig den Backkakao, 50 g flüssige Schokolade und 2 EL Milch rühren.

Eine Gugelhupfform gut fetten und mit Paniermehl oder Grieß ausstreuen. Zuerst den hellen Teig, dann den dunklen Teig einfüllen. Mit einer Gabel das typische Marmormuster einziehen. Den Gugelhupf im heißen Ofen etwa 50-60 Minuten backen, am besten eine Stäbchenprobe machen um sicher zu gehen, dass er durchgebacken ist. Den Gugelhupf aus dem Ofen holen und etwa zehn Minunten in der Form erkalten lassen, dann sanft herausstürzen.

Die restliche Kuvertüre über den Kuchen gießen und nach Wunsch noch mit Kakao Nibs verzieren.

Montag, 25. Oktober 2021

Süßkartoffelbrötchen

 Und wieder kommt ein neues Brötchenrezept - Heute mit Gemüse! Und zwar kommt hier Süßkartoffelpüree in den Hefeteig hinein. Das macht die Brötchen unglaublich luftig-weich innendrin, aber außen sind sie dennoch knusprig.
 Diese Süßkartoffelbrötchen sind:
  • lecker
  • sättigend
  • außen knusprig und innen weich
  • einfach und schnell angerührt
 Jetzt zur Herbstzeit könnt ihr aber auch Kürbispüree statt Süßkartoffelpüree verwenden, kein Problem!

 Zutaten für 7-9 Süßkartoffel-Brötchen, je nachdem wie groß sie sein sollen:
150 g Dinkelmehl Typ 630
350 g Weizenmehl Typ 550
1 Pck. Trockenhefe
1/2-1 TL Salz
75 g Süßkartoffelpüree (am besten noch lauwarm, dann geht die Hefe schneller auf)
200 ml Wasser

Zubereitung:
Beide Mehlsorten mischen, Salz und Trockenhefe zufügen. Dann das Püree und das Wasser zugeben und alles einige Minuten lang zu einem glatten Teig verkneten. Diesen Teig abgedeckt eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen (ich verwende nur ein halbes Päckchen Hefe und lasse den Teig vier Stunden im Kühlschrank gehen und dann eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur). Den Teig nach der Ruhezeit erneut kurz durchkneten und einem Strang formen. In etwa sieben bis neun gleichgroße Stücke abtrennen und jedes zu eine länglichen Laib formen. Die Teiglinge auf ein Backblech mit Backpapier setzen und nochmal 20 Minuten gehen lassen. Mit einem scharfen Messer mittig einritzen und im heißen Ofen bei 190 Grad Ober-/Unterhitze für 20-25 Minuten backen. Die Süßkartoffelbrötchen sollten etwas gebräunt sein.
 
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Freitag, 22. Oktober 2021

Bester Pudding-Streuselkuchen ohne Hefe

Kinners, neues Lieblingsrezept am Start! Diesen Puddingkuchen mit Streuseln habe ich nach meiner ersten Prüfung gebacken. Die Prüfung lief eigentlich echt gut, sodass kein "Ich muss mich jetzt mit Backen trösten!- Kuchen sein musste. Aber da das Motto derzeit lautet "Nach der Prüfung ist vor der Prüfung", musste eine kleine Ablenkung her, bevor es an das nächste Modul ging. Hier habe ich gemerkt, dass mich allein das Backen schon super entspannt und das anschließende Stück ofenfrischer Kuchen das i-Tüpfelchen ist. Unvorstellbar wie man einfach nur zum Bäcker geht, sich ein Stück Kuchen holt und dann zu Hause einfach nur auf isst. Da fehlt mir doch das (aktive) Backerlebnis in meiner eigenen Küche 😉
Dieser Kuchen ist dann sogar besser geworden als erwartet. Ich hatte mich an ein Rezept orientiert, aber hier und da habe ich schlussendlich noch einige Änderungen eingebracht. Was das Obst übrigens angeht, ist dieser Kuchen sehr variabel. Apfel und Birne (dann unbedingt die Streusel mit Zimt abschmecken!), Kirschen und Beerenobst oder Steinobst wie Pfirsiche und Aprikosen. Hier kommt rein, was euch schmeckt! Ich habe ihn beim ersten Mal mit Pfirsichstückchen gebacken und beim zweiten Mal mal ohne Obst gebacken. Aber mit Früchten ist natürlich noch besser 😋
Dieser Kuchen ist:
  • super lecker
  • cremig
  • streuselig
  • schnell gemacht
  • ohne Hefe
  • mit einer Handvoll Zutaten
  • auch am nächsten Tag super lecker
    Zutaten für eine 26 cm Springform
Für den Rührteig:
125 g weiche Butter
120 g Zucker
1 TL Vanilleextrakt
1 Ei
1 Schuss Sprudelwasser
1 Schuss Milch
150 g Mehl
50 g Speisestärke
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
1 TL Zitronenabrieb

Für die Füllung:
30 g Puddingpulver Vanille (oder Speisestärke + Vanilleschote oder Extrakt)
250 ml Milch
30 g Zucker
100 g Schmand 

Für die Streusel:
200 g Mehl
100 g Zucker
125 g weiche Butter
etwas Vanilleextrakt 

Zubereitung:
Zuerst den Pudding herstellen. Dafür nach Packungsanleitung  500 ml Milch aufkochen und vorab das Pulver mit 40 g Zucker und etwas kalter Milch glattrühren und dann in die kochende Milch gießen. Den angedickten Pudding vom Herd nehmen und herunterkühlen lassen. Zwischendurch immer mal wieder umrühren, damit sich keine Haut bildet.
 
Nun geht es an den Rührteig. Dafür 125 g weiche Butter und 100 g Zucker eine Minute aufschlagen, dann das Ei eine halbe Minute unterrühren, ebenso das Mineralwasser. 150 g Mehl, 50 g Stärke, 1 Prise Salz und 2 TL Backpulver mischen und zusammen mit dem Schuss Milch fix unter die restlichen Zutaten rühren. Nur kurz, sonst wird der Teig nachher speckig. Den Rührteig in eine mit Backpapier ausgelegte Form gießen und mit einem Löffel oder Tortenheber gleichmäßig in der Form verstreichen.
 
Unter den nur noch lauwarmen Pudding den Schmand rühren mit einem Schneebesen und alles auf den Rührteig geben und wieder mit einem Esslöffel oder Tortenheber gleichmäßig verstreichen. 
 
Zuletzt die Streusel zubereiten. Dafür alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit einem Rührbesen (damit werden die Streusel besonders fein, es sei denn man rührt länger, dann werden sie immer größer) zu feinen Bröseln verarbeiten.
 
Nun ab damit in den Ofen für 50-55 Minuten bei 170 Grad. Falls der Kuchen zu dunkel werden sollte, rechtzeitig mit Alufolie abdecken.
 
Den Kuchen aus dem Ofen holen und in der Form etwas abkühlen lassen. Am besten noch warm probieren. Der Kuchen hält sich luftdicht verpackt und kühl gelagert 2-3 Tage frisch.