Mittwoch, 29. Januar 2014

Dinkel-Zimtschneckenkuchen ohne Hefe

Heute gibt es mein ultimatives Zimtschnecken-Rezept. Das Beste hier dran ist, dass hierfür kein Hefeteig angesetzt werden muss, der Teig aber trotzdem recht fluffig ist! :-)
Der Teig an sich, ist recht neutral (wenig Zucker). Erst durch die Füllung und der Glasur werden diese Zimtschnecken richtig gut!
(Die Glasur hatte ich Euch bereits bei den Marzipan-Kirsch-Squares gezeigt)
Ich habe das Rezept beim ersten Mal in einer 18cm Spingform gebacken (sh. Fotos). Die Zimtschnecken wurden hierbei sehr eng aneinander gelegt, sodass man sich nach dem Backen richtige Kuchenstücke abschneiden konnte. Beim zweiten Mal habe ich es in einer 20cm Springform gebacken. Vor dem Backen haben die Zimtschnecken die Form nicht vollständig ausgefüllt, haben aber beim Backen doch noch zueinander gefunden. Bei dieser Variante konnte man sich die Zimtschecken allerdings im Ganzen abzwacken.
Diese Variante gefällt mir auch etwas besser :)
Zutaten (für eine 18-20 cm Springform; ergibt 8-9 Zimtschnecken):
Für den Teig:
300 g Dinkelmehly Typ 630
100 g Vollkorn-Dinkelmehl
3 TL Backpulver
1 Prise Salz
2 EL Zucker
1 TL Zimt
100 g weiche Butter
1 Ei
200- 250 ml Milch

Füllung:
30 g Rohrzucker
1 TL Zimt
2 EL Zucker
1 EL flüssige Butter

Glasur:
30 g Puderzucker
1 EL Frischkäse
1/2 EL flüssige Butter
1 EL Wasser
ein paar Tropfen Vanilleextrakt oder das Mark einer Vanilleschote

Zubereitung:
Zuerst Mehl, Backpulver, Salz, Zucker und Zimt in einer Schüssel miteinander vermischen.
In einer weiteren Schüssel Milch, Butter und die beiden Eigelbe miteinander verrühren. Die Mehlmischung zu den flüssigen Zutaten hinzufügen und zu einer homogenen Masse verkneten. Den Teig anschließend 1-2 Stunden kaltstellen (wenn der Teig völlig erkaltet ist, lässt er sich besser verarbeien!)
Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem 30 x 25 cm Rechteck ausrollen.
Hier sind die Zimtschnecken in der 20cm Pie-Form gebacken. So gefallen sie mir am Besten.
Für die Füllung nun die flüssige Butter mit Zimt und Zucker vermischen, bis eine bröselige Masse entsteht. Diese auf den ausgerollten Teig verteilen. Den Teig nun von der Längsseite her aufrollen. Diese Rolle in 8-9 gleichgroße Stücke schneiden und damit eine gefettete (18 cm oder 20 cm)Springform auslegen.  Die Schnecken mit etwas Milch bestreichen und im Ofen bei 180°C Ober-/Unterhitze ca. 30 Minuten backen.
Den Zimtscheckenkuchen noch ein Weile in der Form auskühlen lassen.
Währenddessen die Glasur vorbereiten. Dafür den Puderzucker in eine Schüssel sieben und eine Vertiefung hineindrücken. Frischkäse, Butter, Wasser und Vanilleextrakt hinzufügen und mit einem Esslöffel zu einem glatten Guss verrühren.

Die Zimtschnecken nun aus der Form lösen und mit der Glasur überziehen.

Print Friendly and PDF

Freitag, 24. Januar 2014

Schokoladen-Käsekuchen mit Streuseln [Think Chocolate!]

Na, habt Ihr Lust auf was Schokoladiges? Und Käsekuchen? Und Streusel? Ja? Dann entspricht dieses Rezept genaue Euren Vorstellungen. Denn dieser Kuchen besteht aus einer schokoladen Käsekuchenfüllung (dank Magerquark und fettarmen Naturjoghurt auch gar nicht sooo sündhaft ;-)

Ich muss Euch allerdings vorwarnen. Dieser Kuchen ist sehr mächtig, sodass man nach einem Stück kapitulieren muss. Aber das macht nichts. Ladet einfach ein paar Freunde, Nachbarn oder Verwandte ein, dann ist der Kuchen im Nu verputzt :-)


Zutaten:

Für den Mürbeteig
280 g Mehl
25 g Kakao
200 g Butter
100 g Zucker
1 Ei

Füllung:
500g Magerquark
500g Naturjoghurt
3 Pck. Schokoladen-Pudding-Pulver*
1 Pck. Backpulver (15 g)
125 g Zucker
6 Eier

Zusätzlich für die Streusel:
50 g Mehl
30 g Zucker

Zubereitung:

Für den Mürbeteig alle Zutaten miteinander verkneten. Falls der Teig zu bröselig sein sollte, 2-3 EL kaltes Wasser hinzufügen und solange kneten bis ein glatter und geschmeidiger Teig entstanden ist.
Nun 3/4 des Teiges auf einer leicht bemehlten Fläche ausrollen**, eine Springform damit auslegen und Ränder formen. Bis zur weiteren Bearbeitung kaltstellen.

Für die Käsekuchen-Füllung Quark, Joghurt und Zucker glattrühren. Anschließend das Schokoladen-Pudding-Pulver und das Backpulver unterrühren. Zuletzt die Eier einzeln untermixen.
Diese Masse nun auf den vorbereiteten Mürbeteig geben.

Zu dem übriggebliebenen Viertel des Mürbeteiges 50 g Mehl und 30 g Zucker geben und alles zu Streuseln verkneten.

Die Springform in den vorgeheizten Backofen bei 180°C Ober-/Unterhitze stellen und 75 Minuten backen. Nach 15-20 Minuten die Streusel auf die Masse geben (die Masse sollte mittlerweile so fest sein, dass die Streusel nicht mehr einsinken).
Nach der Hälfte (ca. 35-40 Minuten) der Backzeit den Kuchen evt. mit Alufolie abdecken, damit die Oberfläche nicht zu braun wird.

Nach dem Backen den Käsekuchen in der Form erkalten lassen, erst wenn er sich vollständig "gesetzt" hat, aus der Form lösen. Bis zum Servieren kaltstellen und anschließend auch im Kühlschrank aufbewahren.

Für die Hardcore-Chocoholics empfehle ich: 50 g Zartbitterschokolade fein raspeln und auf dem Kuchen verteilen. Oder mit Puderzucker bestaüben.

*Wer kein industrielles Fertigpulver verwenden möchte (sehr vorbildlich!), kann stattdessen auch Speisestärke mit Kakao mischen. Das genaue Mischungsverhältnis weiß ich leider nicht, da hilft nur ausprobieren. Speisestärke und Kakaopulver sollten zusammen ca. 110-120 g ausmachen.
**bitte nur sparsam mit den Mehl umgehen. Der Grund: Weil es sich hier um einen dunklen Mürbeteig handelt, hebt sich das Mehl natürlich mehr ab, als bei den hellen Mürbeteigen. Auf meinen Fotos seht Ihr, dass das Mehl an den Rändern optisch nicht so toll aussieht ;-)

Print Friendly and PDF

Freitag, 17. Januar 2014

Apfel - Franzbrötchen [Eine äußerst erfolgreiche Fälschung des Hamburger Originals]

Ich hoffe, dass sich jetzt nicht alle "Hamburger Deern" an den Kopp packen, wenn sie sehen, was ich als Franzbrötchen anpreise.
Das Hamburger Original ist nämlich aus Plunderteig und - soweit ich weiß - ohne Äpfel. Einfach nur mit Zimt und Zucker.
Zimt und Zucker? Klingt gut. Mit Äpfeln? Klingt noch besser, nicht wahr?
Außerdem sind sie dank des verwendeteten Blätterteiges ruckzuck und ganz einfach gebacken.
 Und - neben Blätterteig benötigst du nur noch 3 - 4 weitere Zuaten:
Nämlich Butter, Äpfel, Zimt und Zucker. Hat man eigentlich immer im Haus ;-)

Ich habe diese Franzbrötchen schon so oft gebacken, weil sie einfach immer schmecken: Man kann sie direkt aus dem Ofen schnabulieren (dann ist der Blätterteig noch richtig schön "blättrig". Oder man lässt das Gebäck einen Tag im Kühlschrank durchziehen.

Ich habe Euch ein kleines Tutorial zu der Verarbeitung gemacht. Bitte verzeiht die schlechte Beleuchtung etc., die Lichtverhältnisse waren an dem Tag einfach miserabel ;-)
Die Stücke/Rollen werden mit einem Kochlöffel mittig eingedrückt, damit die typische Franzbrötchen-Form entsteht. Hört sich vielleicht etwas tricky an, aber dank visueller Unterstützung müsste es leicht von der Hand gehen.
Seitenansicht
Von oben

So, genug geschnackt, auf geht's zum Rezept:
*Die Franzbrötchen sind vegan, sofern Ihr statt Butter rein pflanzliche Margarine nehmt und darauf achtet, dass der Blätterteig auch vegan ist.
Die Teilchen schmecken frisch aus dem Ofen, aber sind auch am nächsten Tag noch sehr lecker!

Und hier kommt mein Video-Anleitung:



Hihi, ich hoffe die Bilder schrecken Euch nicht ab, diese Franzbrötchen sind wirklich super schmackhaft :-)
Print Friendly and PDF

Samstag, 11. Januar 2014

Kirsch-Marzipan-Squares mit Vanille-Glasur [Reste vom Feste: Marzipan]

Weiter geht's. Und zwar mit leckeren Kirsch-Marzipan-Schnitten. 
Und wer jetzt aufschreit und sagt "Marzipan mag ich nicht!", der muss diese keksigen Kuchenecken unbedingt mal ausprobieren. Die werden sogar von absoluten Marzipan-Gegnern begrüßt! Meine ganze Familie mag eigentlich kein Marzipan, aber wir alle waren total süchtig nach diesen Dingern :-D
Ich kann gar nicht genau sagen, was das Beste an den Squares ist. Die Kombi aus Kirschkonfitüre & Marzipan (plus Keksteig) oder die Vanille-Glasur. Wahrscheinlich alles zusammen! Die Glasur ist super lecker-vanillig und dank Frischkäse und einem Hauch Butter lecker-cremig (nicht zu vergleichen mit dem herkömmlichen Puderzuckerguss). Ich habe die Glasur übrigens auch für meinen Zimtschneckenkuchen benutzt, denn ich Euch bald mal vorstellen möchte ;-)

Zutaten (für etwa 25 - 30 Stück):

Mürbeteig:
200 g Mehl
50 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Prise Salz
150g weiche Butter

Füllung:
100 g Marzipan
1 EL Puderzucker

ca. 100 g Kirschkonfitüre

Glasur:
60 g Puderzucker
1 EL Frischkäse
1/2 EL flüssige Butter
1 EL Wasser
ein paar Tropfen Vanilleextrakt

Zubereitung:
Zuerst den Mürbeteig herstellen. Dafür das Mehl mit dem Zucker, Vanillezucker und Salz mischen, anschließend die weiche Butter dazugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten.
Den Teig nun auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen (Maße 25 x 30 cm) und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Das Blech anschließend einige Zeit kaltstellen.

Als Nächstes das Marzipan mit dem Puderzucker kurz verkneten (nicht zu lange, weil sonst das Fett aus dem Marzipan austritt und es sehr feucht wird). Einen Gefrierbeutel (ich habe den mit 6-Liter Fassungsvermögen genommen) an beiden Seiten aufschneiden und das Marzipan zwischen die beiden Lagen legen. Mit einem Nudelholz das Marzipan so ausrollen, dass es die Hälfte des Mürbeteiges bedecken kann.

Die Mürbeteigplatte nun in der Mitte durchschneiden. Auf eine Seite etwa die Hälfte (oder nach Belieben) die Kirschkonfitüre streichen. Anschließend die Marzipandecke auflegen und die restliche Konfitüre daraufstreichen. Darauf wird dann die zweite Mürbeteigplatte gesetzt.

Das Blech nun in den auf 180°C vorgeheizten Ofen schieben und für etwa 30 Minuten backen. Danach kurz abkühlen lassen, aber noch im warmen Zustand in kleine Quadrate schneiden.
Wenn sie vollständig ausgekühlt sind, großzügig mit der Glasur besprenkeln.
Dafür den Puderzucker sieben. Butter, Frischkäse, Wasser und etwas flüssiges Vanillearoma hinzufügen und mit einem Esslöffel glattrühren.
Have a nice weekend!

Print Friendly and PDF

Sonntag, 5. Januar 2014

Spekulatius - Parfait mit gebrannten Mandeln [Reste vom Feste: Spekulatius]

Erinnert Ihr Euch noch an mein Waldbeeren-Parfait vom Sommer?
 Heute möchte ich Euch meine Winter-Variante vorstellen mit Spekulatius und frisch gebrannten Mandelkrokant! :-)
Vom Anschnitt erinnert es ein wenig an unseren Kindheitsklassiker, den kalten Hund, nicht wahr?
Das Parfait ist nämlich auch so eine Art Schichtkuchen. Und genauso einfach & schnell gemacht.
Zubereitung Parfait:

Für das Parfait die Sahne steifschlagen. Anschließend beiseite stellen.
Danach die Mascarpone mit der sauren Sahne (Schmand geht auch), Puderzucker und Apricot Brandy glattrühren. Die Massen abschmecken und bei Bedarf süßen oder alkoholisieren.
Anschließend die Sahne unterheben.

Eine Kastenform à 20 cm mit Frischhaltefolie auskleiden. Etwa so viel Mascarpone-Sahne-Creme einfüllen, dass der Boden gerade so bedeckt ist. Darauf die Spekulatius schichten (pro Lage 5 Kekse). Wieder etwas Creme auf die Spekulatius verteilen und eine weitere Schicht Creme auftragen. So verfahren, bis insgesamt drei Keks-Schichten und drei Creme-Schichten entstanden sind (die Creme sollte den Abschluss bilden).

Für ca. 3 Stunden in den Gefrierschrank stellen. Etwa 5-10 Minuten vor dem Servieren aus dem Gefrierfach holen.
Zubereitung gebrannte Mandeln:

In einer großen Pfanne den Zucker, den Vanillezucker und das Wasser aufkochen lassen. Die (ungeschälten) Mandeln hinzugeben und unter ständigem Rühren die Masse bei starker Hitze weiterköcheln lassen.
Nach einiger Zeit wird das Wasser-Zucker-Gemisch dickflüssiger und schäumt ein wenig, bis der Zucker sich schließlich an den Mandeln absetzt (weiße Zuckerkruste).
Die Hitze nun etwas runterstellen, die Mandeln aber immer in Bewegung halten. Nach einigen Minuten löst sich die Zuckerkruste auf und der Zucker schmilzt/karamellisiert in der Pfanne (falls es zu lange dauern sollte, die Hitze nochmal erhöhen).
Wenn die Mandeln mit dem Karamell umhüllt sind, den Herd ausschalten. Die gebrannten Mandeln nun auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und sofort voneinander trennen (ansonsten bilden sie einen einzigen Klumpen und lassen sich später nicht mehr gut voneinander lösen).

Die Mandeln kurz abkühlen lassen und über das Parfait verteilen. Oder einfach so wegknuspern :-)

Claudia von Kulinarikus hat das Parfait (mit kleinen Abänderungen) auch ausprobiert. Seht selbst! :-)

Euch allen noch ein frohes neues Jahr!


Print Friendly and PDF
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...