Donnerstag, 24. Dezember 2020

Klassisches Lebkuchenhaus zu Weihnachten

 Frohe Weihnachten Euch allen!

Wir backen jedes Jahr in unserer Familie ein Lebkuchenhaus und heute teile ich am Heiligabend mit euch endlich unser altbewährtes Familienrezept. Ich habe es schon zum Nikolaus gebacken, aber vor lauter Keksrezepten völlig vergessen. Damit es nicht ein ganzes Jahr in der Warteschleife hängt, verblogge ich es nochmal fix 😉

Die Dekoration fällt bei uns übrigens jedes Jahr anders aus, da wir immer wieder andere Dekoration verwenden. Ich finde aber das unser Lebkuchenhaus noch nie so schön war wie dieses Jahr! :D

Zutaten für ein Lebkuchenhaus

Für den Lebkuchenteig:

125 g Zucker
100 g Butter
150 g Honig
100 g Zuckerrübensirup/Rübenkraut
1 Prise Salz
1 EL Lebkuchengewürz
1 Eigelb
1 EL Wasser
450 g Weizenmehl
1 gestr. TL Backpulver 

Für den Eiweißguss:

1 Eiweiß
3 TL Zitronensaft
200 g Puderzucker 
 
Für die Dekoration:
Mini-Zimtsterne
 Zuckerstreusel
Schokoladenringe mit Nonpareilles 
Weihnachtsdekor 
Zubereitung:
Zuerst Zucker, Butter, Honig und Rübenkraut in einen Kochtopf geben und alles schmelzen und dann aufkochen lassen. Lebkuchengewürz zufügen, ebenso die Prise Salz. Topf vom Herd nehmen und Masse etwas abkühlen lassen, damit das nachfolgende Eigelb nicht gerinnt beim Einrühren. Nach dem Ei Wasser zufügen. Nun Mehl und Backpulver mischen und mit dem Knethaken unter die restlichen Zutaten rühren.
 
Der Teig sollte nun sofort weiter verarbeitet werden, da er sonst sehr zäh wird und man ihn dann nicht mehr so gut ausrollen kann!
 
Den Teig in zwei Teile aufteilen und beide zwischen zwei Lagen Backpapier etwa 5 mm dick ausrollen. Aus jeder Platte ein Quadrat mit den Maßen x cm ausstechen und ein Dreieck mit einer Höhe von cm und Breite von cm. Den überstehenden Teig abschneiden und die ausgeschnittenen Formen mit dem Backpapier auf ein Backblech bugsieren. Im heißen Ofen bei 200 Grad Ober-/Unterhitze beide Bleche nachheinander etwa 10 Minuten backen. Aufpassen, dass der Lebkuchen nicht zu dunkel wird! 
Aus dem restlichen Teig können nach Lust und Laune noch Tannenbäume oder Lebkuchenmänner ausgestochen und ebenfalls abgebacken werden. Die Lebkuchenplatten auskühlen lassen.
 
Für den Guss nun das Eiklar steifschlagen und den Zucker nach und nach einrieseln lassen. Zum Schluss den Zitronensaft kurz unterrühren. Der Guss darf nicht zu flüssig sein. Den Guss in einen Spritzbeutel füllen.
 
Ich dekoriere zuerst immer die Hauswände und Dächer mit etwas Guss, lasse diese trocknen und klebe dann das Haus erst zusammen mit dem restlichen Guss (hier ruhig etwas üppiger spritzen, damit das Haus auch sicher zusammenhält). Stellt zuerst die beiden Quadrate als Dach aneinander und dann die Dreiecke als Hauswand mit Eingangstür und Fenster in die freie und dreieckige Lücke der Dachfronten. Am besten macht man das zu zweit oder auch zu dritt, damit es schön gerade wird und man es noch mit den Händen etwas andrückt bis die Glasur aushärtet.
 
Dann ist das Lebkuchenhaus auch schon fertig und kann vernascht oder verschenkt werden! 
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Sonntag, 20. Dezember 2020

Pie mit weiße Mousse au chocolat

 Seid ihr noch auf der Suche nach einem schnellen Dessert für die Festtage? Dann hätte ich da etwas vorbereitet...
  
Wie wäre es zum Beispiel mit diesem easy peasy No Bake Pie mit knusprigen Spekulatiusboden und weißer Mousse au Chocolat?
Dieser No Bake Pie ist:
  • im Nu zubereitet
  • am Vortag vorzubereiten
  • kommt ohne Backen aus
  • herrlich cremig
  • winterlich
  • eine Resteverwertung für Weihnachtskekse
  • weihnachtlich dekoriert auch noch ein Augenschmaus
 Zutaten für eine 22-24 cm Pie-Form:
200 g fein zerbröselte Kekse (z.B. Spekulatius, Löffelbiskuit, Zimtsterne, Vanillekipferl)
60 g flüssige Butter

Mousse au chocolat:
75 g hochwertige, weiße Schokolade
250 ml Sahne
75 ml Milch
2 Blatt Gelatine 

alternativ, wenn es schnell gehen soll: Ein Tütchen Mousse au chocolat zum Anrühren mit 250 ml kalter Milch (aus dem Dessert- bzw. Backregal)

Für die Dekoration:
2 EL flüssige Zartbitterschokolade
Zimtsterne
Weihnachtsdekor 
Baisertupfen

Zubereitung:
Für die Mousse au chocolate die Gelatine etwa 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Milch erhitzen und die weiße Schokolade fein hacken und darin unter Rühren behutsam auflösen lassen. Die eingeweichte Gelatine ausdrücken und in die warme (nicht kochende oder heiße!) Milch geben und unterrühren. Die Masse kaltstellen und sobald sie anfängt zu gelieren, Sahne steif schlagen und unterheben.

Für den Boden die zerbröselten Kekse (am besten in einen Gefrierbeutel packen, gut verschließen und dann mit einem Nudeholz drauf walzen) mit der flüssigen Butter vermengen und die Masse in die Form drücken. Bis zur weiteren Verwendung kaltstellen. Die gelierte Mousse au chocolat auf den Keksboden füllen und glattstreichen. Etwa 2 Stunden kaltstellen, dann ist sie gut schnittfest. Vor dem Servieren nach Herzenslust mit Schokolade besprenkeln und Weihnachtsdekor und Zimtsternen dekorieren.












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Donnerstag, 17. Dezember 2020

Schnelle Prasselplätzchen mit Konfitüre

 Heute gibt es wieder ein Blitzrezept. Und ein Plätzchenrezept!
Diese Prasselplätzchen bestehen nämlich nur aus einem Blätterteig, ein bisschen Konfitüre und ein paar Streuseln. Und herauskommen super leckere, knusprige und fruchtige Plätzchen. Ideal, wenn man einen unstillbaren Jieper auf was Süßes und Selbstgebackenes hat!
Ihr könnt den Blätterteig übrigens beliebig ausstechen, je nachdem welche Ausstechformen ihr habt. Das Endergebnis sieht allerdings besser aus, wenn es eher einfache Formen ohne viele Ecken und Kanten sind, da die Streusel sich dann besser auftragen lassen und in Form bleiben. Apropos Streusel: Ich liebe ja dicke Streusel auf Kuchen, aber bei diesen feinen Plätzchen sollten es auf jeden Fall ganz feine Streusel sein, damit sie sich gleichmäßig verteilen lassen. Warum ich diese beiden Dinge anmerke? Weil ich beim ersten Versuch diese beiden Dinge nicht beachtet habe. Ich habe Sterne und Herzen ausgestochen und die Streusel mit einem Teigmischer zubereitet, der eher gröbere Streusel herstellt. Das Endergebnis sah dann nicht so dolle aus, wenn ich ehrlich bin 😉
Für 12 Prasselsticks oder etwa 14-16 runde Prasselplätzchen:
Für die Streusel:
90 g Mehl
75 g weiche Butter
65 g Zucker 
1 Pck. Vanillezucker
 
Außerdem:
Konfitüre deiner Wahl
3 Platten TK-Blätterteig (entspricht etwa 225 g Teig)

Zubereitung:
Den Blätterteig erst kurz vorher aus dem Gefrierfach holen und wenige Minuten antauen lassen. Entweder mit einem Messer längliche Rechtecke ausschneiden (so hat man nachher keine Teigreste) oder mit einem Keksausstecher beliebig ausstechen (hier hat man je nach Form schon viele Teigreste, die man nicht mehr nutzen kann, da man Blätterteig nicht erneut durchkneten und ausrollen kann). Die Formen auf ein Backblech setzen und mit Konfitüre bestreichen. Für die Streusel alle Zutaten zu feinen Bröseln verarbeiten. Das geht mit den Rührstäben des Mixers ganz gut, finde ich. Die Streusel auf den  Formen verteilen und im heißen Ofen bei 200 Grad Ober-/Unterhitze für etwa 10 Minuten backen bis die Plätzchen goldbraun sind.

Meiner Meinung nach schmecken diese Prasselkekse am Backtag am besten (besonders lauwarm), da sie dann herrlich knusprig sind. Am nächsten Tag sind sie etwas weicher. Dieses Rezept ist also wirklich, wenn in letzter Minuten noch nach einem leckeren Mitbringsel gesucht ist 😉
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Dienstag, 15. Dezember 2020

Schnelle Gewürz-Kringel backen

Es geht in die letzte Runde, am kommenden Sonntag ist der vierte Advent. Zeit für die letzten Plätzchenrezepte! Die müssen jetzt natürlich ein bisschen schneller von der Hand gehen. Da bietet es sich an, wenn die Kühlzeit, die bei Mürbeteig oft von Nöten ist, entfällt. So wie bei den heutigen Gewürzkringeln.

Trotz fehlender Kühlzeit verlaufen die Gewürzkringel kein bisschen im Ofen. Bei diesen Plätzchen rührt ihr einfach flugs den Teig mit den üblichen Verdächtigen Mehl, Butter, Zucker und Ei zusammen. Und weil mich neulich eine Plätzchengewürz-Mischung angelacht hat, habe ich diese auch noch zugefügt. Wenn ihr sowas nicht zur Hand habt, geht auch Spekulatiusgewürz oder ihr mischt euch eure eigene Mische 😉 

Das Rezept habe ich übrigens von Dr. Oetker und nur hinsichtlich der Gewürzmischung und der Mandeln verändert.

 Zutaten für 50 Stück:

225 g Mehl

1 gestr. TL Backpulver

1 Prise Salz

1 geh. TL (etwa 7-8 g) Plätzchengewürz*

125 g weiche Butter 

1 Ei

100 g Zucker

 

Dekoration:

50 g Zarbitterkuvertüre

gehackte und geröstete Haselnüsse 

oder einfach nur Puderzucker


*alternativ eine selbsthergestellte Mischung aus Zimt, Orangenschale, Ingwer, Koriander, Zitronenschale, Tonkabohne, Vanille mischen

Zubereitung:

Zuerst die trockenen Zutaten mischen. Dann die weiche Butter und das Ei zufügen und alles mit dem Knethaken zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in 50 gleichgroße Portionen teilen, zu Kugeln formen und anschließend zu ca. 10 cm lange Stränge rollen. Diese Stränge zu Kringeln formen und auf ein Backblech legen. Die Gewürzkringel im heißen Ofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze etwa 12 Minuten backen.

Die Gewürzkringel erkalten lassen und anschließend mit geschmolzener Kuvertüre besprenkeln oder bepinseln und nach Lust mit gehackten Nüssen bestreuen. Wer es schlicht mag, bestäubt sie lediglich mit Puderzucker.

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Sonntag, 13. Dezember 2020

Weihnachtliche Amerikaner mit Zuckerstreusel

Bunt und weihnachtlich geht es weiter! Also auch wenn der Lockdown einen sehr einschränkt und man auf so viele Freizeitaktivitäten verzichten muss, hat er doch etwas Gutes: Ich bin viel zu Hause und kann viel backen 😃 #lockdowngoals

 
Heute gibt es deshalb mal weihnachtlich dekorierte Amerikaner. Eigentlich standen die gar nicht auf dem Plan, aber es gelüstete mich nach Amerikanern und ich da ich derzeit so in Zuckerstreusel-Laune bin, habe ich die damit direkt dekoriert anstatt sie nur mit Zuckerguss oder Schokolade zu überziehen.
Das Rezept für die Amerikaner ist mein Standardrezept, welches ich immer verwende. Ich liebe es, da die Amerikaner so lecker und luftig werden und auch am nächsten Tag noch schmecken und nicht zu trocken sind.
Diese Amerikaner sind:
  • in Windeseile zubereitet
  • genauso fix gebacken
  • lecker
  • vanillig
  • locker 

Zutaten für 8 Amerikaner:
125 g Mehl
1 TL Backpulver
50 g Margarine
40 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Ei
1 EL Vanillepuddingpulver 
4 EL Milch
 
Zuckerguss:
etwa 150 g Puderzucker
etwa 2-3 EL Milch
 
Außerdem:
Bunte Zuckerstreusel
Kleine Schokoladen-Nikoläuse
Winterliches Schokoladen-Dekor 
Bunte Zuckerschrift

Zubereitung:
Zuerst die Margarine mit dem Zucker und Vanillezucker verrühren. Das Ei untermixen und die Milch. Mehl, Backpulver und Vanillepuddingpulver mischen und kurz unterrühren. Den zähflüssigen Teig nun mithilfe eines Esslöffels häufchenweise auf ein Backblech setzen (wenn man auch gleichmäßig-runde Haufen hinbekommt, sehen die Amerikaner nach dem Backen auch gleichmäßig aus) oder den Teig in einen Spritzbeutel geben, ein Loch einschneiden und kreisförmig auf das Blech spiritzen. Im vorgeheizten Ofen bei 180°C Ober-/Unterhitze etwa 10 Minuten backen. Die Amerikaner sollten noch schön hell sein, dann sind sie innendrin auch noch fluffig. Wenn sie schon gebräunt sind, kann es sein, dass sie innen schon trocken sind.

Während die Amerikaner abkühlen die Glasur vorbereiten, darauf verteilen und nach Belieben mit Zuckerstreuseln und Schokoladendekor verzieren.

Die Amerikaner schmecken am Backtag am besten und können nach dem Dekorieren auch direkt verzehrt werden. Übriggebliebenes Gebäck luftdicht verpacken.
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Donnerstag, 10. Dezember 2020

Zimtschnecken-Plätzchen ohne Ei

Nach dem Spritzgebäck ohne Ei habe ich heute Zimtschnecken-Plätzchen ohne Ei. Auch wenn ich viel backe und die Vielzahl meiner Kuchen mit Ei sind, versuche ich einen bewussten Eierkonsum beizubehalten. Früher dagegen musste ich auf Eier verzichten, weil ich die aufgrund meiner Allergien und Neurodermitis nicht vertragen habe. Zum Glück habe ich damit heute keine Probleme mehr. Dennoch schadet es ja nicht, hier und da mal tierische Produkte zu reduzieren oder einfach wegzulassen. Zimtschnecken-Kekse hatte ich vor Jahren schon mal verbloggt, allerdings mit Ei im Mürbeteig. Dieses Jahr habe ich deshalb eins ohne Ei ausgetüffelt, welches genauso lecker ist :)
Diese Zimtschnecken-Plätzchen sind:
  • ideal für Ei-Allergiker
  •  nicht nur im Winter lecker
  • knusprig
  • zimtig
  • einfach und schnell gebacken 
  • leicht "veganisierbar" (einfach "vegane" Butter verwenden)

 Zutaten für etwa 30-35 Stück

Für den Mürbeteig ohne Ei:

250 g Mehl (bei mir Dinkel T630)

150 g weiche, aber nicht flüssige Butter*

75 g Puderzucker 

1 Prise Salz

1 Pck. Vanillezucker

1-2 EL Milch, falls der Teig zu trocken sein sollte

Für die Füllung:

40 g flüssige Butter

etwa 50 g Zimtzucker 

Zuckerguss:

3 EL Puderzucker 

2 TL Milch oder Wasser

*für die vegane Variante rein pflanzliche Margarine verwenden (auch für die Füllung natürlich)

Zubereitung:

Für den Mürbeteig Mehl mit Salz und den beiden Zuckersorten mischen. Die Butter in Flöckchen dazugeben und zügig zu einem glatten Teig verkneten. Diesen auf einer bemehlten Fläche zu einem Rechteck ausrollen. Sollte der Teig zu sehr kleben, war die Buter zu weich und der Teig kann nochmal für 10-15 Minuten kaltgestellt werden. Das Rechteck mit der flüssigen Butter bestreichen und mit Zimtzucker bestreuen. Das Teigrechteck nun von der Längsseite her aufrollen und mit einem scharfen kleinen Messer in 1 cm breite Scheiben schneiden. Diese auf ein Backblech setzen und im heißen Ofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze etwa 12-15 Minuten backen. Aus dem Ofen holen und auskühlen lassen. Nach Belieben mit einem schnellen Zuckerguss besprenkeln.

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Dienstag, 8. Dezember 2020

Schoko-Busserl [Weihnachtsplätzchen ohne Butter und Mehl]

Weiter geht es mit den Plätzchenrezepten: Heute gibt es Schoko-Busserl! Schoko-Busserl sind Makronen ohne Kokosnuss oder anderen Nüssen. Nur Eiweiß, Zucker und Schokolade. Und etwas Espressopulver, um den Kakaogeschmack zu pushen. Der Geschmack dieser Busserl erinnert mich übrigens stark an eine schokoladigen Cornflakes-Sorte aus unbeschwerten Kindheitstagen, auf deren Packung eine Affe abgebildet war und die die Milch immer schokoladig eingefärbt haben. Yum! 😋 

Diese Schoko-Busserl sind:

  • im Handumdrehen zubereitet
  • mit wenigen Zutaten
  • ein tolles Rezept um Eiweiß zu verwerten
  • schokoladig
  • knusprig
  • lecker
  • ohne Butter und Mehl

 Zutaten für etwa 40 Stück:

2 Eiklar

1 Prise Salz

100 g Zucker

1 EL Backkakao

50 g fein geriebene Schokolade

1 Msp Espressopulver

Zubereitung:

Zuerst das Eiklar mit einer Prise Salz steifschlagen. Den Zucker einrieseln lassen und schlagen bis sich Spitzen bilden. Anschließen den Kakao kurz unterrühren. Schokolade raspeln und mit einem Teigschaber unterheben. Die Masse in einen Spritzbeutel füllen und kleine Tupfen auf zwei Backbleche spritzen. Im Ofen bei 140 Umluft etwa 25-30 Minuten backen bis die Busserl getrocknet sind

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Sonntag, 6. Dezember 2020

Naked Cake mit Mango Maracuja Pudding & Spekulatius

 Zeit für ein Törtchen mit ziemlich vielen Wörtchen. Welche mir dazu einfallen? Unter anderem: cremig, fruchtig, exotischh, weihnachtlich, saftig, knusprig, überraschend geschichtet.
 
 
Dieser Naked Cake ist:
  • super fruchtig
  • exotisch
  • lecker
  • etwas aufwendiger aber alle Mühen wert
  • der Star auf jeder Kaffeetafel
  • Soulfood der Extraklasse
  • herrlich cremig dank Milchreis

Zutaten für eine Mango Maracuja Torte mit 18 cm Durchmesser
Für den Wiener Biskuit (Biskuit mit Butter):
3 Eier (Größe M)
125 g Zucker
45 g flüssige Butter 
125 g Mehl
1 gestr. TL Backpulver
1 TL Spekulatiusgewürz
1 Prise Salz

Für die Milchreis-Füllung:
150 g Rundkornreis
etwa 350-400 ml Milch
200 g Sahne
1 Pck. Sahnesteif
2 Pck. Vanillezucker
2 Blatt weiße Gelatine
1 TL Zitronenabrieb
1 TL Vanilleextrakt
1 Prise Salz
1 TL Butter
 
Für den Mango Maracuja Pudding:
350 ml Mango Maracuja Saft bzw. Nektar
1 EL Puderzucker
1 Pck. Puddingpulver Vanille
2 Blatt weiße Gelatine 
 
Zum Tränken der Böden:
etwa 75 ml Mango Maracuja Saft bzw. Nektar 

Für die Dekoration:
Zebraröllchen
etwa 6-7 Spekulatius

Zubereitung:
Zuerst den Biskuit zubereiten. Dafür die Eier etwa eine Minute aufschlagen. Anschließend den Zucker unter Rühren in einer Minute einstreuen. Danach weitere zwei Minuten die Masse aufschlagen, sodass sie deutlich an Volmen gewinnt und hellcremig wird.
Als Nächstes das Mehl mit Spekulatiusgewürz, Backpulver und Salz mischen und mit einem Teigschaber unter die aufgeschlagene Eier-Masse heben. Zuletzt die flüssige Butter ganz kurz unter den Biskuit rühren. Die Masse fällt nun etwas zusammen, aber das ist in Ordnung. Den Teig in eine 18 cm Springform gießen und glattstreichen. Im heißen Ofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze für etwa 30-35 Minuten backen. Wenn der Biskuit zu dunkel wird, mit Alufolie abdecken. Unbedingt eine Stäbchenprobe machen. Den Kuchen aus dem Ofen holen, aus der Form lösen und auf einem Rost auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit den Milchreis kochen. Dafür die Milch und den Rundkornreis in einen Topf geben und unter Rühren aufkochen lassen. Zitronenschale und Vanillezucker zufügen. Den Milchreis bei geschlossenem Deckel und kleiner Stufe etwa 15 Minuten (oder nach Packungsanleitung) kochen. Zwischendurch immer mal wieder umrühren. Wenn der Milchreis gar ist, Butter zufügen und darin schmelzen lassen und den Milchreis etwas herunterkühlen lassen. Der Milchreis darf keinesfalls zu flüssig sein, eher fest, da die Masse später sonst nicht ausreichend schnittfest wird! Die Gelatine etwa 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen und erst dann zum Milchreis geben, wenn dieser nur noch warm ist (ist der Milchreis zu heiß, geht die Gelatine sofort "kaputt" und die Masse zieht nicht an). Die ausgedrückte Gelatine zügig unter den Milchreis rühren, damit keine Klümpchen entstehen. Den Milchreis weiter herunterkühlen lassen, bevor die steif geschlagene Sahne untergehoben wird.

Nun muss noch der Pudding gekocht werden. Hierfür den Saft bzw. Nektar in einen Kochtopf geben. In eine kleine Schüssel Puddingpulver und Puderzucker geben, etwas Saft zufügen und glattrühren. Den restlichen Nektar aufkochen und dann das glattgerührte Puddingpulver zufügen. Unter Rühren etwa 30 Sekunden aufkochen lassen, dann vom Herd nehmen. Auch hierfür werden noch 2 Blatt Gelatine benötigt. Diese wieder in etwas kaltem Wasser für 5 Minuten einweichen lassen und dann unter den warmen (nicht heißen!) Pudding rühren. Den Pudding weiter erkalten lassen.

Ist der Wiener Biskuit nun komplett erkaltet, diesen zweimal durchschneiden, sodass man drei Böden erhält, die idealerweise alle gleich hoch sind. Sollte der Biskuit eine Kuppel gebildet haben, diese etwas begradigen. Den unteren Tortenboden auf eine Tortenplatte stellen. Die Milchreisfüllung in einen Spritzbeutel geben, den Mango Maracuja Pudding in einen zweiten Spritzbeutel füllen.

Nun den Boden mit 1/3 des Nektar tränken. Anschließend mit dem Milchreis einen sehr großen Rand spritzen, sodass für die Mitte noch ein Kreis mit einem Durchmesser von etwa 8 cm frei bleibt. In diesen Kreis wird der Pudding eingespritzt. Der mittlere Boden wird nun aufgesetzt, leicht angedrückt und wieder getränkt mit Nektar. Nun wird mit dem Pudding ein breiter Rand gespritzt und in der Mitte das freibleibende Loch mit Milchreis ausgefüllt. Es folgt der obere Biskuitboden, der wieder leicht angedrückt wird und mit dem restlichen Nektar beträufelt wird. Der äußere Rand wird wieder mit Milchreis aufgespritzt, die Mitte füllt sich mit dem exotischen Pudding. 

Für die Dekoration könnt ihr um den Puddingkreis herum mit einem Teelöffel (oder Melonenlöffel) etwas Milchreis abschöpfen und diese Löcher mit Pudding auffüllen. Nach Belieben noch mit Zebraröllchen garnieren. Die Torte bis zum Verzehr kaltstellen. Kurz vor dem Servieren Spekulatius an den Tortenrand verteilen. Damit diese gut kleben, empfiehlt es sich an die Rückseite der Kekse geschmolzene Schokolade zu streichen oder ein wenig Marzipan als "Klebstoff" zu nehmen. Schokolade ist hier meine erste Wahl, da sie schnell anhärtet und m.E. etwas stabiler ist als Marzipan.

Die Torte lässt sich prima einen Tag vorher vorbereiten. Die Spekulatiuskekse am Rand sollten erst kurz vor dem Servieren angesetzt werden, da sie sonst schnell durchweichen und dann abfallen könnten.
 
Habt einen schönen zweiten Advent und tollen Nikolaus-Sonntag!
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Donnerstag, 3. Dezember 2020

Spritzgebäck ohne Ei

Spritzgebäck gehört bei uns wirklich jedes Jahr in die Weihnachtsbäckerei. Letztes Jahr habe ich hier bereits ein Rezept für Spritzgebäck mit Eierlikör und eines ohne Nüsse gepostet. 
Dieses Jahr habe ich eins ohne Ei getestet. Mit dem Ergebnis war ich vollends zufrieden und da es wirklich kaum ein Rezept für Spritzgebäck ohne Ei (und dann noch ohne Nüsse) gibt, muss ich es auch gleich mit Euch teilen! Es ist übrigens das Rezept, wo das Spritzmuster am besten herauskommt. Der Teig ist im Ofen kein bisschen verlaufen!
Dieses Spritzgebäck ist:
  • ein tolles Rezept für Ei- und Nuss-Allergiker
  • buttrig 
  • vanillig
  •  knusprig
  • lecker
  • einfach gemacht
  • mit wenigen Zutaten
  • für Spritzbeutel, Gebäckpresse und Fleischwolf geeignet
Zutaten für 3 Bleche:
300 g Mehl
200 g Butter*
100 g Zucker
100 g Creme Fraiche**
1 TL Vanilleextrakt
1 gestr. TL Backpulver
1 Prise Salz
evtl. 1-2 EL (Pflanzen-)Milch, falls der Teig zu fest sein sollte

Dekoration:
Geschmolzene Kuvertüre
Kokosraspeln
Kakao Nibs
 
*wenn es vegan sein soll oder eine Kuhmilchunverträglichkeit besteht, auf rein pflanzliche Margarine zurückgreifen
** alternativ Schmand. Für die vegane und milcheiweißsfreie Ernährung auf eine vegane Alternative zurückgreifen, z.B. Creme Vega

Zubereitung:
Zuerst die trockenen Zutaten mischen, dann Butter und Creme Fraiche zufügen und alles miteinander verkneten. Da dieser Teig nicht so fest wie ein Mürbeteig wird, nehme ich hier nicht den Knethaken, sondern Rührstäbe. Falls der Teig zu fest sein sollte, ein wenig Milch zufügen. Den Teig in einen Spritzbeutel füllen und nach Lust und Laune Kreise, Stäbchen oder andere Formen auf das Blech spritzen. Im heißen Ofen bei 160 Umluft zwei Bleche gleichzeitg etwa 15-18 Minuten backen bis die Kekse goldbraun sind.

Wer mag kann die Kekse noch dekorieren oder einfach schlicht lassen. Beides ist sehr lecker!
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Dienstag, 1. Dezember 2020

Zuckerarme Vanillekipferl

Zuckerarme Vanillekipferl? Kann das schmecken? Ich war sehr neugierig und ein bisschen skeptisch, aber ich bin froh, dass ich sie ausprobiert habe! 
 
Der Teig enthält keinen raffinierten Haushaltszucker, sondern nur etwas Agavendicksaft. Zum Wälzen habe ich dann aber klassischen (selbstgemachten) Vanillezucker verwendet. Man kann auch anderen kristallinen "Zucker" wie Dattelzucker oder Xylit verwenden, aber dieses Geschmack mag ich persönlich in Keksen nicht und ist defintiv Gewöhnungsssache. Im Vergleich zu meinem Vanillekipferl-Rezept mit Haushaltszucker war der Teig bei der Verarbeitung etwas weicher und weniger bröselig, was mir besser gefiel.
Ich habe dieses Mal die Kipferl außerdem nicht per Hand geformt, sondern eine Rolle geformt, diese platt gedrückt und anschließend mit einem Kreisausstecher Halbmonde, also die Kipferl-Form abgestochen. Das geht super schnell und die Kipferl sind deutlich gleichmäßiger als wenn ich sie einzeln per Hand rolle. Wieder einen nützlichen Backtrick gelernt!
Diese Vanillekipferl sind:
  • lecker
  • nussig
  • ein bisschen gesünder 
  • einfach in der Zubereitung
  • mit wenigen Zutaten 
Zutaten für etwa 30 zuckerarme Vanillekipferl:

145 g Mehl (bei mir Dinkel T630 wie immer)

50 g gemahlene und geröstete Haselnüsse*

1 Prise Salz

100 weiche Butter**

3 EL Agavendicksaft

1 TL Vanilleextrakt

Zum Wälzen:

2 EL Vanillezucker

*wer keine Haselnüsse verträgt, kann auch Mandeln oder Walnüsse nehmen oder auch Erdmandeln, letzteres wir bei einer Nussallergie in der Regel gut vertragen

** sollen die Kipferl vegan werden, rein pflanzliche Margarine verwenden

Zubereitung:

Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Zuerst die trockenen Zutaten miteinander mischen. Dann Butter und Agavendicksaft zufügen und alles kurz miteinander verkneten, sodass sich alles verbindet und einen glatten Teig ergibt. Den Teig zu einer etwa 30 cm Rolle formen und die plattdrücken. Mit einem Kreisausstecher nun Halbmonde ausstechen von der Rolle. So erhält man direkt die Kipferl-Form. Die Kipferl in Vanillezucker wälzen und auf ein Backblech setzen und im heißen Ofen für etwa 12 Minuten backen bis sie leicht gebräunt sind.

Auskühlen lassen und direkt vernaschen oder in Tütchen füllen und verschenken :)

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Samstag, 28. November 2020

Honigkuchen im Christbaum-Look

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Nach dem zweiten Plätzchenrezept geht heute weiter mit einer weihnachtlichen Leckerei und zwar Honigkuchen im Christbaum-Gewand! Wie man auf dem ersten Blick erkennen kann: Hier kommt jeder Deko-Freak auf seine Kosten und das Motto ist hier "Mehr ist mehr!" Auch wenn meine Rezepte manchmal vermuten lassen, dass ich eher grobmotorisch veranlagt bin und nicht so das Deko-Händchen habe (oder nennen wir es bunten Daumen 😉), macht mir Dekorieren viel Spaß. Vorausgesetzt ich stehe nicht unter Zeitdruck! Für sowas brauche ich wirklich meine Ruhe, deswegen habe ich diese Weihnachsbäume auch an einem Samstag Morgen gemacht, wo ich die Küche für mich allein hatte 😉
Dieser Kuchen ist perfekt für Kindergeburtstage in den Wintermonaten, als Mitbringsel für liebe Freunde und Kollegen oder einfach für den Adventskaffee mit der Familie. 
Diese Honigkuchen-Weihnachtsbäume sind:
  • der Eyecatcher auf jeder Weihnachts-Kaffeetafel
  • ein Fest für jeden Deko-Liebhaber
  • kunterbunt
  • lecker
  • saftig 

Zutaten für 8 Stück (18 cm Springform):

Für den Honigkuchen:
2 Eier, getrennt
50 g weiche Butter
2 TL Honig
65 g Rohrzucker
100 ml Milch
175 g Dinkelmehl Typ 1050
1/2 TL Backpulver
1/4 TL Natron
1 TL Backkakao
1 Prise Salz
1 TL Lebkuchengewürz
 
Dekoration:
Zuckerschrift 
Gehackte Pistazien oder Haselnüsse
 
Zubereitung:
Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
Zuerst die Eier trennen und das Eiweiß mit einer Prise Salz steifschlagen. Anschließend unter Rühren den Rohrzucker einrieseln lassen bis die Masse Spitzen zieht. Bis zur weiteren Verwendung beiseite stellen.
 
In einer großen Rührschüssel die weiche Butter mit Honig und Lebkuchengewürz verrühren. Eigelbe zufügen und untermixen. Mehl mit Backpulver, Natron und Backkakao mischen und zusammen mit der Milch unter die Butter-Eigelb-Masse rühren. Zuletzt den Eischnee unterheben. Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Springform mit 18 cm Durchmesser geben und die Oberfläche glattstreichen. Den Honigkuchen im Ofen etwa 25-30 Minuten backen. Stäbchenprobe nicht vergessen!
 
Den Kuchen aus der Form holen und auskühlen lassen. Wenn der Kuchen erkaltet ist, die Kuvertüre schmelzen. Den Kuchen in acht gleichgroße Stücke schneiden und die Kuvertüre darüber verteilen. Die Stücke dann etwas auseinanderziehen, sodass die Kuvertüre an den Seiten herunterlaufen kann. Die Schokolade erstmal antrocken lassen bevor es ans Dekorieren geht. Ist die Glasur fest, mit Zuckerschrift auf jedes Kuchenstück Girlanden zeichnen. Sofort mit den Dekorherzen, gehackten Nüssen oder Streuseln bestreuen. Alles antrocknen lassen und anschließend servieren.
Der Honigkuchen schmeckt am Backtag als auch am nächsten Tag sehr gut.


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