Samstag, 27. Juli 2019

Californian Chocolate Cake

Im Studium habe ich eine sehr gute Freundin kennen gelernt, die gebürtig aus Kaliforninen kommt. Sie liebt Kochen und Backen so sehr wie ich und hat auch jahrelang dort in einer Konditorei gearbeitet, die sie auch geleitet hat. Neulich war ich zu ihrem Geburtstag eingeladen, wo sie diesen Chocolate Cake gebacken hatte. Typisch amerikanisch, mit einer süßen Buttercreme. Als Dekoration gab es bei ihr noch zusätzlich Himbeeren (die wirklich gut dazu passen, da diese ja nicht ganz so süß sind und die Buttercreme etwas abmildern).
Der Kuchen war unglaublich saftig, luftig und weich zugleich, mit einer leichten Kaffeenote. Da war klar, dass ich das Rezept brauchte 😉 Unter anderen, da ich demnächst die Hochzeitstorte einer Freundin backen soll und gerade auf der Suche bin nach Schokokuchen (welcher kein Biskuit sein soll) und schnittfesten Cremes. Buttercreme hat den Vorteil, dass sie nicht so schnell verfließt wie Sahnecremes bei warmen Temperaturen.

Wem eine Buttercreme zu mächtig ist, kann auch auf eine Schokoladen-Ganache zurückgreifen. Dieser amerikanische Schokokuchen hält sich problemlos mehrere Tage im Kühlschrank frisch und schmeckt immer noch 1A.

Die Zuckermenge habe ich bereits heruntergeschraut im Teig von 400 auf 300 g. Ich fand es immer noch reichlich süß und würde beim nächsten Mal "nur" 200 g ausprobieren.
Zutaten für ein kleines (!) Blech 
(entspricht etwas der Hälfte eines normalen Backblechs):
2 Eier
100 g Rapsöl
230 ml Milch
220 ml kalter Kaffee

300 g Mehl (bei mir wie immer Dinkel T630)
2 TL Backpulver
1 TL Natron
1 gestrichener TL Salz 
2 TL Vanilleextrakt
70 g Backkakao
300 g Zucker (Original: 400 g)
100 g Schokotropfen

Amerikanische Buttercreme*:
200 g Butter
200 g Puderzucker
1 TL Vanilleextrakt
1 EL Kakao (geht auch mehr, je nachdem wie schokoladig man es haben möchte)**

50 g Kokosraspel oder Kokos

Zubereitung:
 Zuerst die trockenen Zutaten miteinander vermischen.
Milch, Eier und Öl miteinander verrühren.
Diese drei flüssigen Zutaten zu den trockenen Zutaten geben und unterrühren. Zuletzt kurz den Kaffee unterrühren und anschließend die Schokotropfen unterheben. Der Teig ist sehr flüssig, achtet darauf, dass eure Form auch auslaufsicher ist (falls ihr ihn in einer Springform zubereitet solltet).
Backblech fetten oder mit Backpapier auslegen. Teig hineinfüllen, glattstreichen und bei 175 Grad für 30-35 Minuten backen. Der Kuchen scheint dann innen noch nicht ganz gar zu sein, das täuscht aber. Der Kuchen bleibt saftig und etwas klitschig. 

Für die Buttercreme die Butter mit dem Puderzucker etwa 5 Minuten aufschlagen bis sie sehr luftig ist. Vanille und Kakao zufügen und noch etwas weiterschlagen. Die Buttercreme auf den erkalteten (!) Schokokuchen streichen. 
Kokosraspel in einer Pfanne ohne Fett einige Minuten anrösten bis die Rapel hellbraun werden und einen angenehmen Duft verströmen. Kurz abkühlen lassen und über die Buttercreme streuen.

** Verwendet ihr wirklich sehr guten Kakao - dieser ist das A & O bei der Buttercreme! Und natürlich auch gute Butter, keine Margarine oder andere Mischstreichfette.

Für die Hochzeit habe ich den Schokoladenkuchen in einer 26 cm Sprinform gebacken (selbe Zutatenmenge, Backzeit ca. 50 Minuten und nach 30 Minuten mit Alufolie abgdeckt), einmal waagererecht durchgeschnitten und mit der Buttercreme befüllt und komplett eingestrichen. Da die Hochzeit Ende August war konnte ich noch gut mit frischen Beeren aus der Region dekorieren. Die Schokotupfen sind meine Schokoladen-Ganache-Trüffel von hier. Das Foto habe ich noch zu Hause gemacht, die Torte habe ich direkt danach zu der Hochzeits-Location gebracht, wo die Torte umgesetzt wurde, daher auch der silberen Tortenunterleger. 

*Für die Buttercreme habe ich dieses Mal 500 g Butter verwendet (da es eine Hochzeitstorte war, darf es ja ruhig üppiger sein 😉) und 350 g Puderzucker. Das Verhältnis habe ich also verändert, da mir die Buttercreme beim ersten Mal zu süß war. Dieses Verhältnis war perfekt und würde ich in Zukunft immer wieder wählen!

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Sonntag, 21. Juli 2019

Kakao-Amaretto-Madeleines mit Pfirsichen und Beeren

Vor Kurzem hatte ich wieder mal meine Form für Madeleines herausgekramt. Die hatte ich schon viel zu lange nicht mehr genutzt! 
Ich hatte einerseits Lust auf Schokoladenteig und zudem frische Pfirsiche da, die verarbeitet werden wollten (pur bzw. roh vertrage ich die nicht). Also Schokolade und Pfirsiche waren schon mal gebongt. Was passt gut zu Pfirsichen? Mandeln und Vanille - also auch hinein damit! Und wenn Mandeln schon dabei sind, darf ein Schlückchen Amaretto auch mit von der Partei sein oder?
Zutaten für 20 Madeleines:
90 g Butter
100 g Puderzucker
 2 Eier
40 g gemahlene Mandeln
2 EL Kakao
1 EL Amaretto
70 g Dinkelmehl Typ 630
1 Msp Backpulver
1 Prise Salz
1/2 TL Vanilleextrakt 

2-3 frische Pfirsiche, in dünne Spalten geschnitten
frische Beeren wie Heidelbeeren oder Himbeeren 

Zum Bestäuben Puderzucker (optional)

Zubereitung:
Die Eier mit dem Puderzucker mehrere Minuten aufschlagen wie beim Biskuit.  Vanilleextrakt zufügen. Mehl, Kakao, Backpulver, Salz und Mandeln mischen und unter die Eier-Zucker-Masse heben. Die Butter schmelzen und portionsweise dazugeben und unterrühren. Den Teig mind. 30 Minuten kaltstellen.

Den Teig in die Madeleine- Formen verteilen, Beeren oder Pfirsichspalten mittig in den Teig stecken und im Ofen bei 180 Grad ca. 12-15 Minuten backen. Aus der Form stürzen und gerne noch warm probieren!

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Montag, 15. Juli 2019

Beeren-Haferflocken-Crumble mit weniger Zucker

Zum Frühstück wollte ich neulich Crumble essen. Weil Haferflocken, Dinkelmehl und frische Beeren vom Wochenmarkt drin sind, ist es ja nicht ganz ungesund 😆 Als ich aber ein Rezept gesucht hatte, bin ich nur auf sehr butter-und zuckerlastige Rezepte gestoßen oder auf das Gegenteil - vegane Superfood Crumble mit Kokosöl und eine der vielen Zuckeralternativen. Beides war mir zu extrem, ich wollte ein Mittelding: Nicht ganz fettig und süß, aber auch nicht ganz ohne Butter und Zuckeraustauschstoffe, die ich mir erst noch für viel Geld hätte kaufen müssen...
Deshalb habe ich mein eigenes Crumble-Rezept kreiert, es ist immer noch Zucker drin, aber nicht so viel wie üblich und auch die Menge an Butter finde ich noch ganz okay 😉
Zutaten für 4 kleine oder 2 große Portionen:
 40 g Dinkelmehl Typ 630
60 g zarte Haferflocken
25 g gehackte und geröstete Haselnüsse
2 EL Kokosraspel
1 EL Rohrzucker
2 EL Ahornsirup
1/2 TL Vanilleextrakt
1 Prise Salz
3 EL Butter (ca. 45 g)
2 zerbröselte Löffelbiskuit (optional, die hatte ich noch übrig und wollte ich verbrauchen)

je 125 g Himbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren und Erdbeeren (Verhältnis der einzelnen Beerensorten aber bitte den eigenen Vorlieben anpassen 😉)

Zubereitung:
Für den Crumble Haferflocken und Mehl miteinander vermischen. Haselnüsse und Kokosraspel untermengen sowie Salz, Rohrzucker und Vanilleextrakt.  Die Butter schmelzen und zusammen mit dem Ahornsirup unter die trockenen Zutaten mischen und zu Bröseln kneten. Die Beeren verlesen, vorsichtig waschen und etwas trocken tupfen. Erdbeeren evtl. vierteln oder halbieren, wenn es sich um besonders große Exemplare handelt.
Die Beeren in die Auflaufform geben und die Crumble obendrüber bröseln. Je nachdem ob ihr eine kleine Auflaufform verwendent (so wie ich) oder eine größere, wird die Crumble-Schicht entweder dicker oder dünner.

Den Crumble bei 180 Grad 25 Minuten backen bis die Kruste goldbraun ist.
Am besten warm genießen und im Idealfall mit etwas Vanilleeis oder Vanillepudding 😉
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Montag, 8. Juli 2019

New York Cheesecake - Strawberry Edition

Die Erdbeersaison ist schon fast wieder vorbei. Das Feld, wo ich immer die Erdbeeren pflücke, hat schon seine Pforten geschlossen für dieses Jahr. Mit den letzten selbst gepflückten Erdbeeren habe ich aber noch schnell diesen New York Cheesecake gebacken!
Die Erdbeeren habe ich nicht einfach in die Cheesecake-Creme geworfen, sondern eingekocht, damit überflüssiges Wasser entweicht aus der Frucht und das Aroma stärker wird. Eigentlich hatte ich das einreduzierte Erdbeerpüree auf die Cheesecake Creme gesprenkelt und dann mit einer Gabel wie beim Marmorkuchen "untergeswirlt", aber irgendwie hatte sich dann doch alles mit der gesamten Masse verbunden. Dem Geschmack tut es aber definitiv keinen Abbruch! 
Und weil ein Käsekuchen aus 800 g Frischkäse und 200 g Sahne noch nicht kalorienreich genug ist, gehört zu einem richtigen New York Cheesecake abschließend noch eine Schmandschicht! Die ist aber dann auch das i-Tüpfelchen 😋

Wer keine Erdbeeren mehr zu Hand hat: Der Cheesecake schmeckt auch ohne Früchten ganz famos! Und obendrauf passen ja immer ein paar frische Früchten, jetzt zum Beispiel eher Heidel-oder Himbeeren!

Für einen New York Cheesecae à 26 cm Durchmesser:
Für den Keksboden
130 g Butterkekse 
85 g Butter, flüssig

Cheesecake-Creme:
800 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
150 g Zucker
Abrieb einer halben Bio-Zitrone
4 Eier
200 g Sahne
2 EL Puddingpulver Vanille

Erdbeer-Swirl:
225 g Erdbeeren
2 EL Puderzucker

Schmandguss:
250 g Schmand
30 g Puderzucker, gesiebt

Ein paar Erdbeeren für die Dekoration

Zubereitung:

Für das Erdbeerpüree:
Erdbeeren wachen, Strunk entfernen und sehr fein schneiden. Mit dem Zucker im Kochtopf erhitzen und alles ca. 20-30 Minuten köcheln lassen bis es deutlich eingekocht/reduziert ist. Abkühlen lassen.
 

Butterkese in einen Gefrierbeutel geben, verschließen und mit einem Teigroller stampfen,sodass kleine Brösel entstehen. Die Butter zu den Bröseln geben und mit dem beides miteinander vermengen. Die Springform mit dieser Bröselmasse auskleiden, mithilfe eines Esslöffels auch einen kleinen Rand formen. 10 Minuten kaltstellen.

Den Frischkäse mit dem Zucker und Zitronenabrieb glatt rühren. Die Eier einzeln untermixen. Sahne mit Puddinpulver steif schlagen und mit einem Schneebesen oder Teigschaber unter die Frischkäsemasse heben. Die Füllung in der Form verteilen und glatt streichen. Das Erdbeerpüree auf die Masse klecksen und mit einer Gabel swirlen (wie beim Marmorkuchen).

Bei 180 Grad 45 Minuten backen, herausholen und 10 Minten abkühlen lassen.


Währenddessen Schmand mit Puderzucker verrühren und  vorsichtig auf dem noch sehr warmen Cheesecake verstreichen. Den Kuchen nochmal 10 Minuten bei gleicher Temperatur backen. Anschließend herausholen und komplett erkalten lassen und mit Erdbeeren dekorieren. Am besten bereitet man den Cheesecake am Vortag zu.

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