Sonntag, 29. September 2019

Knusprige Zimtschnecken ohne Hefe [Blitz-Blätterteig mit 3 Zutaten]

 Kein goldener Herbst ohne Zimtschnecken!
Aber da heutzutage wahrscheinlich schon jeder die üblichen Hefe-Zimtschnecken kennt, wollte ich mal etwas Neues ausprobieren! Herausgekommen sind diese knusprigen Zimtschnecken auf Basis eines blätterteig-ähnlichen Teiges! Ich war zuerst skeptisch wie aus Mehl, Butter und Frischkäse, die man einfach so miteinander verknetet, sowas wie Blätterteig entstehen soll 🧐 Beim richtigen Blätter-bzw. Plunderteig stellt man nämlich entweder einen Hefeteig her und schichtet ihn quasi mit Butterplatten bzw. nimmt man einen Teig aus Mehl und Wasser...

But it works! Ich habe das Rezept bereits zweimal ausprobiert, einmal mit einer Schokoladenfüllung und nun mit einer einfachen Zimtfüllung. Letzteres fand ich um Längen besser, da die Schokolade in der Füllung beim Backen getrocknet ist und später aufgerissen ist - das war optisch nicht so schön. Wer eine schokoladige Füllung möchte, sollte statt geschmolzener Schokolade lieber einen Schokoladenaufstrich oder Nuss Nougat Creme verwenden.
Also wer Lust auf Blätterteig-Gebäck hat, sollte sich das Rezept schnappen und ausprobieren! Auch wenn sich ein Paket Butter in den Teilchen versteckt, ist es von der Qualität her definitv besser als der fertige Blätterteig aus dem Kühlregal, dessen Hauptzutaten Palmöl (oft auch noch gehärtet), Glukosesirp und Ethylalkohol sind 😛
Zutaten für 15 Zimtschnecken nach Blätterteig-Art:
200 g Weizenmehl*
225 g weiche Butter
200 g Frischkäse natur
1 Prise Salz

Füllung:
ca. 25 g flüssige Butter 
ca. 75 g Zimtzucker

etwas Mehl zum Ausrollen des Teiges 

Glasur:
50 g Puderzucker
1-2 EL Wasser
etwas Vanilleexrakt

*Weizenmehl ist in diesem Fall besser geeignet, da er beim Backprozess besser blättert als Dinkelmehl

Zubereitung:
Für den "Blätterteig" Mehl mit Salz, Butter und Frischkäse mischen und zu einem Teig verkneten. Diesen abgedeckt 1 Stunde kaltstellen. Dieser Schritt ist notwendig, damit die Butter wieder kalt und hart wird und beim Backen die typische Blätterteigkonsistenz entsteht.

Nach der Kühlzeit, den Teig auf einer bemehlten Fläche zu einem großen Rechteck ausrollen (die Fläche sollte etwa die Größe eines Backpapiers haben, gerne etwas mehr). Die Fläche mit der flüssigen Butter bestreichen. Nun den Zimtzucker großzügig auf die gesamte Fläche streuen. Geizt in diesem Fall nicht mit dem Zucker, der Teig an sich hat ja keinen Zucker. Die Fläche sollte komplett mit Zimtzucker bedeckt sein, auch die Ränder. Die Platte von der Längsseite her aufrollen und die entstandene Rolle in ca. 2-3 cm große Stücke schneiden bzw. so, dass am Ende ca. 15 Schnecken herauskommen. Diese auf ein Backblech setzen und im heißen Ofen bei 200 Grad 20-25 Minuten backen. Darauf achten, dass jeder Ofen anders bäckt und nach 20 Minuten schon mal schauen, ob die Zimtschnecken nicht zu dunkel werden. Sie sollten goldbraun sein. Aus dem Ofen holen und kurz herunterkühlen lassen, bevor die Schnecken mit einem einfachen Puderzuckergus besprenkelt werden.
Die Schnecken schmecken frisch aus dem Ofen am besten, da sie dann original wie Blätterteig knuspern!😍

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Mittwoch, 25. September 2019

Pull Apart Bread mit Knoblauch-Öl

 Nach dem Monkey Bread war ich weiterhin in Laune, pikantes Gebäck zu backen. Kurze Zeit später stand deshalb dieses Pull Apart Bread mit Knoblauchöl im Ofen!
Super lecker! Besonders wenn es noch warm ist 😍
Das Zupfbrot gab es vor ein paar Wochen zum Grillen anstelle von Baguette. Da es noch zusätzlich Kräuterbutter gab, wollte ich von der ursprünglichen Idee, Kräuterbutter zum Bestreichen zu nehmen, etwas abweichen. Zweimal Kräuterbutter ist dann doch zu viel 😉
Stattdessen habe also auf Olivenöl zurückgegriffen, welches ich mit Kräutersalz und Knoblauch gepimpt habe! Nach einer Scheibe vom Knoblauch Pull Apart Bread sollte man zwar nicht mehr unter Leute, aber das lässt sich ja einrichten 😁 

Wer kein Knoblauchöl mag, kann zum Bestreichen auch Pesto oder Butter verwenden. Auch geriebene Käse zwischen den einzelnen Schichten kann ich mir gut vorstellen. 

Ich habe den Teig 24 Stunden gehen lassen um die Bekömmlichkeit zu erhöhen. Leider wird Hefeteig durch so eine lange Gehzeit etwas weicher und ist schwerer zu verarbeiten. Bei Brot ist das nicht weiter schlimm, bei Gebäck wie diesem hier, welches ausgerollt, geschnitten und gestapelt wird, ist das schon etwas anstregender. Aber dafür ist es durch so eine lange Gehzeit deutlich lockerer in der Konsistenz nach dem Backen. Das Zupfbrot war auch am nächsten Tag und nach dem Einfrieren immer noch super fluffig!


Zutaten für ein Laib
Hefeteig:
500 g helles Mehl
1 Pck. Trockenhefe
1 TL Salz
1 Prise Zucker
150 ml Wasser
125 ml Milch
1 Ei
1 EL flüssige Butter

Füllung (Knoblauchöl):
ca. 75 ml Olivenöl
2 Knoblauchzehen oder etwas Knoblauchpulver
etwas Meer-oder Kräutersalz

Zubereitung: 
Mehl und Hefe mischen, Zucker und Salz zufügen. Danach die restlichen Zutaten zugebe und alles mehrere Minuten lang zu einem glatten Teig verkneten, der sich schlussendlich vom Schüsselrand gut lösen lässt. Den Teig abgedeckt eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Anschließend erneut durchkneten auf einer bemehlten Arbeitsfläche. Den Teig mithilfe eines Nudelholzes rechteckig ausrollen. Die Fläche mit Knoblauch-Öl einpinseln und in kleine Quadrate schneiden, die genau in eine Kastenform passen. Die Quadrate nach und nach übereinander stapeln, das geht am besten, wenn man die gebutterte Kastenform senkrecht an die Wand stellt. Den fertigen Stapel in der Form etwa 20-30 Minuten gehen lassen, bevor es bei 180 Grad Ober-/Unterhitze für 25-30 Minuten in den Ofen geht.

Nach dem Backen auf einem Gitter etwas abkühlen lassen. Unbedingt noch warm probieren bzw. servieren, dann ist es am besten!

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Sonntag, 22. September 2019

Pastéis de Nata [Portugiesische Puddingtörtchen]

Wie lange wollte ich diese Puddingtörtchen schon ausprobieren?! 
Schon sehr sehr lange - ich habe diese Süßigkeit bereits schon öfters gesehen als ich diesen Blog noch gar nicht ins Leben gerufen habe und das ist gut sieben Jahre her... 
Dabei liegt der Aufschub definitiv nicht an der Kompliziertheit dieser portugiesischen Törtchen! Die sind im Nu gemacht, auch wenn man den Pudding selber kocht und dafür dementsprechend einige, wenige Zutaten mehr benötigt. Man formt mit Blätterteig lediglich kleine Mulden, wo der Pudding hineinkommt und backt diese in wenigen Minuten bei hoher Temperatur ab. Sie schmecken warm und kalt mit Puderzucker oder mit Puderzucker und einer Prise Zimt on top! Zimt ist übrigens auch im Vanillepudding enthalten und gibt der Füllung eine besondere Note, finde ich 😋 

 Es bleibt jedem selbst überlassen, welchen Blätterteig man verwendet. Ich persönlich mag die Blätterteigrollen aus dem Kühlregal nicht, da diese u.a. Ethylalkohol enthalten und der Blätterteig dementsprechend etwas seltsam riecht und m.E. seltsam schmeckt. Palmöl enthält aber sowohl die TK-als auch die Kühlregalvariante - leider. Am besten schmeckt definitiv selbstgemachter Blätter-bzw. Plunderteig mit echter Butter! Das dauert dann aber auch ein bisschen länger in der Zubereitung. Wer sich aber mal daran versuchen möchte: Hier habe ich ein Rezept für Croissants mit Plunderteig, welches man in einem Rutsch machen kann ohne lange Kühlzeiten. Nur bei warmen Temperaturen wird es schwieriger, da die Butter dementsprechend schneller schmilzt und sich die Kühlzeit dadurch verlängert.
Zutaten für 12-15 Puddingtörtchen:
ca. 275-300 g Blätterteig (entweder eine Rolle aus dem Kühlregal oder 4 TK-Blätter)
2 Eigelbe
75 g Zucker
400 ml + 100 ml Milch
30 g Speisestärke
1,5 TL Vanilleextrakt
1 Msp Zimt
1 Prise Salz

Etwas Butter oder Öl zum Einfetten der Muffinformen (keine Papierförmchen verwenden!)

Zubereitung:
Zuerst den Pudding kochen. Dafür 100 ml Milch mit den Eigelben, Zimt, Vanille, Salz und Stärke glattrühren. Die restliche Milch mit Zucker aufkochen und direkt die glattgerührte Stärkemilch einrühren und unter Rühren erneut aufkochen lassen, sodass der Pudding andickt. Vom Herd nehmen.

Blätterteig aus dem Kühlregal entrollen. Verwendet ihr TK-Blätterteig so wie ich, diesen schon vor dem Pudding kochen herausholen und bei Zimmertemperatur auftauen lassen. Legt die vier Blätterteigplatten zu einem Rechteck zusammen. Ist dieser aufgetaut, fügt die Teigplatten zusammen, indem ihr diese untereinander mit den Fingern zusammendrückt, sodass auch eine große Platte entsteht.

Die Blätterteigplatte von der Längsseite her aufrollen und in ca. 2-3 cm breite Scheiben schneiden (wie bei Zimtschnecken). Diese Scheiben mit einem Nudeholz ausrollen, sodass sie die Muffinform ausfüllen und man einen Rand formen kann. Pro Muffinmulde einen Teigkreis einsetzen, an die Ränder drücken und wiederrum pro Mulde 2 EL Pudding einfüllen (ich habe eine kleine Saucenkelle verwendet). Im heißen Ofen bei 220 Grad Ober-/Unterhitze für 15-20 Minuten backen. Zwischendurch gucken, ob die Puddingtörtchen nicht zu dunkel werden. Im warmen Zustand ist die Füllung noch sehr weich, nach einigen Stunden im Kühlschrank ist sie dagegen fest. Schmecken tut aber beides! 😋

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Mittwoch, 18. September 2019

Schnelle Leinsamenbrötchen ohne Hefe und mit Urkorn

Da ich immer mal wieder Phasen haben, wo ich Hefe weniger gut vertrage, bin ich oft auf der Suche nach leckeren hefefreien Broten und Brötchen. Gerade Brötchen finde ich echt schwer, wenn man "Brötchen ohne Hefe" bei Google eingibt, werden einem oft nur Quarkbrötchen vorgeschlagen, die zwar auch lecker sind, aber man möchte natürlich auch Abwechslung haben, nicht wahr?
Dieses Rezept habe ich schon vor längerer Zeit ausprobiert und immer mal wieder gebacken und jedes Mal etwas abgeändert, so wie ich das immer mache 😉
Meistens habe ich es mit Dinkel-und Leinsamenmehl gebacken, dieses Mal auch mit Einkornmehl in der Vollkornvariante. Dieses verwende ich ungern allein in Rezepten, da es doch dazu neigt, dass das Brot schneller trocken wird. Ersetzt man jedoch nur einen Bruchteil des vorherrschenden Mehls (hier helles Dinkelmehl) klappt es prima und man bringt einen nussigen Geschmack in das Gebäck!
Die Brötchen habe ich morgens gebacken und direkt frisch aus dem Ofen mit Butter und Käse schnabuliert. Sie sind außen super knusprig und innendrin fluffig weich und stehen Bäckerbrötchen in nichts nach, wenn ich das mal so sagen darf!
 Zutaten für 6 Stück:
200 g Dinkelmehl Typ 630
25 g Leinsamenmehl
50 g Einkornvollkornmehl*
10 g Backpulver (2 TL)
1 große Prise Salz
1 (etwas gehäufter) EL weiche Butter
100 ml Wasser
100 ml Milch (oder mehr Wasser)
30 g geschrotete Leinsamen + etwas mehr zum Bestreuen

*alternativ Dinkelvollkornmehl

Zubereitung:
Dinkelmehl, Einkornmehl und Leinsamenmehl mit Backpulver, geschroteten Leinsamen und Salz mischen. Die flüssige Butter und das Wasser hinzufügen und mit dem Knethaken zu einem glatten und luftigen Teig kneten. Diesen 15 Minuten ruhen lassen. Anschließend sechs gleichgroße Portionen abstechen und zwischen den Händen zu Kugeln formen. DIe Oberfläche der Brötchen mit etwas Wasser bestreichen und ein paar Leinsamen obendrauf geben und etwas andrücken.
Im vorgeheizten Ofen bei 200° C Ober-/Unterhitze für 20-25 Minuten backen. Die Brötchen sollten von allen Seiten knusprig und etwas gebräunt sein.
Die Brötchen schmecken warm natürlich am besten, aber können auch eingefroren und bei Bedarf aufgetaut werden!
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Sonntag, 15. September 2019

Süßes aus dem Norden: Verschleiertes Bauernmädchen [Pumpernickel-Apfel-Dessert]

Auf dieses Rezept bin ich gestoßen als ich wieder eimal nach norddeutschen Rezepten gestöbert habe. Verschleiertes Bauernmädchen sagte mir zunächst gar nichts und ich hatte nachdem ich gesehen habe, dass Pumpernickel darin enthalten ist, eher an die westfälische Küche gedacht. Äpfel dagegen? Definitiv altes Land! Wenn ich jedoch die westfälische und die norddeutsche Küche anschaue, gibt es doch einige ähnliche Rezepte, aber natürlich mit anderem Namen 😉
 Alternativen zu Pumpernickel oder Schwarzbrot sind übrigens zerstoßene Haferkekse oder einfach reines Haferkrokant. Interessanter wird es, wenn man noch gehackte und geröstete Haselnüsse oder Mandeln zufügt. Passt beides hervorragend zum Apfel! Ich habe auch Rezepte mit Semmelbröseln gesehen, stelle mir das auch interessant vor und werde ich sicherlich eines Tages in Angriff nehmen 😉


 Zutaten für 4 Portionen

Pumpernickel-Krokant:
200 g Pumpernickel oder Schwarzbrot
1 TL Kakao
30 g Butter
20 g Rohrzucker
30 g Raspelschokolade oder fein gehackte Zartbitterschokolade

Apfelkompott:
800 g Äpfel
100- 150 ml Apfelsaft
1 TL Zimt
1 TL Vanilleextrakt
 1 Prise Salz

Außerdem:
100 g steif geschlagene Sahne
2 TL Vanillezucker

1 TL Zimtzucker
Melissenblätter für die Dekoration

Zubereitung:
Zuerst das Apfelkompott herstellen. Dafür die Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und kleine Würfel schneiden. Diese mit dem Apfelsaft und den Gewürzen in einen großen Kochtopf geben und alles ca. 15 Minuten zu einem Kompott einköcheln lassen. Komplett auskühlen lassen und ggf. pürieren (je nachdem ob man lieber es Mus ohne Stückchen hat oder noch etwas stückig).

Für das Schwarzbrot-Krokant Pumpernickel mit den Händen zu feinen Bröseln verarbeiten. Diese feinen Brösel mit Kakao Haferflocken mischen. In einer großen Pfanne die Butter zerlassen, den Zucker einrühren. Anschließend Brotkrümel dazugeben und alles einige Minuten anbraten. Zum Auskühlen auf ein Backblech verteilen. Dann die Schokoraspel untermischen.

Wenn beide Komponenten kalt sind, beginnt das Schichten. Dafür vier Gläser bereitstellen. Zuerst eine Schicht Pumpernickel-Krokant auf den Boden der Gläser geben, dann eine Schicht Apfelkompott, wieder Krokant, wieder Kompott, sodass vier Schichten entstehen. Wenn noch Krokant übrig ist, mit diesem abschließen, ansonsten kann man die steif geschlagene Sahne direkt auf das Apfelkompott geben bzw. mit einer Spritztülle spritzen. Auf die Sahne noch ein wenig Zimtzucker streuen und wer mag mit Melisse dekorieren.
Das Dessert am besten einige Stunden durchziehen lassen!

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Mittwoch, 11. September 2019

Kerniges Monkey Bread

Dieses Monkeybread habe ich nun schon zweimal gebacken, einmal in meinem Backkurs und einmal für meine Familie. Beide Male habe ich diese vielen Teigkügelchen in verschiedenen Saaten, Flocken und Kernen gewälzt. Wer nicht so auf Kerne steht, kann die Kugeln auch einfach in geschmolzener Kräuterbutter oder Pesto tunken und aneinandersetzen. Beides probiere ich sicherlich nochmal aus. Meine bisherigen Topping-Favoriten sind Dinkelflocken, Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne. Erinnern tut dieses Gebäck an eine Partysonne, diese Brötchen, die ebenfalls mit verschiedenen Saaten wie Mohn und Sesam bestreut und anschließend kreisförmig aneinandergebacken werden.
Das Rezept habe ich mit 1050er Mehl gebacken, es eignet sich aber jedes andere glutenhaltige Mehl ebenso. Wenn man Weißmehl verwendent, ist wahrscheinlich weniger Flüssigkeit nötig, da würde ich erstmal nur je 100 ml Wasser und Milch verwenden. Bei Vollkornmehl definitiv mehr. Da es dadurch auch eher trocken wird, empfehle ist statt Milch Buttermilch zu verwenden. Dies macht das Vollkorngebäck luftiger.
Der Hefeteig hatte bei mir eine Gehzeit von ca. 5 Stunden. Bei so langer Gehzeit benötigt man nur die halbe Menge an Hefe, die Gehzeit erfolgt im Kühlschrank. Der Grund dafür ist, dass man Hefe-Gebäck mit langer Gehzeit i.d.R. besser verträgt, da sog. Fodmaps abgebaut werden, die bei vielen Menschen Bauchschmerzen o.ä. hervorrufen.
Zutaten für einen großen Gugelhupf:
500 g Dinkelmehl Typ 1050
1 Pck. Trockenhefe*
1 TL Salz
1 TL Zucker
125 ml Wasser
100 ml Milch
1 Ei
50 g sehr weiche Butter

Zum Wälzen der kleinen Teigkugeln:
ca. 50 g flüssige Butter 
Leinsamen
Sonnenblumenkerne
zerstoßene Kürbiskerne
Sesam
Mohn
Hafer-und Dinkelflocken 
fein gehackte Kräuter wie Petersilie
geriebener Käse
Meersalz o. Kräutersalz

*1/2 Päckchen, wenn der Hefeteig mind. 4 Stunden gehen soll

Zubereitung:
Für den Hefeteig das Mehl mit der Trockenhefe vermischen. Zucker und Salz zufügen. Anschließend Milch und Wasser sowie Ei und Butter zugeben und alles mit dem Knethaken mehrere Minuten lang zu einem glatten Teig verkneten. Der Hefeteig sollte sich gut von dem Rand der Schüssel lösen. Abgedeckt für etwa 45 Minuten gehen lassen. Wer nur ein halbes Päckchen Hefe verwendet, lässt den Teig abgedeckt im Kühlschrank mind. 4 Stunden gehen.

Nach der Gehzeit den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche erneut kurz durchkneten. Den Teig in viele kleine Portionen (ca. 30 Portionen) teilen und immer circa walnussgroße Kugeln daraufformen. Anschließend die Kugeln mit ein wenig Butter bestreichen und anschließend in den Toppings wälzen. Die Kugeln danach in eine gefettete Gugelhupf stapeln. Dabei darauf achten, dass die Oberfläche am Ende gleichmäßig hoch ist an allen Stellen. Ansonsten wird der Gugelhupf beim Backen schief und kann nachher nicht gut stehen.

Das Monkebread nun für etwa 35 Minuten bei 170 Grad Ober-/Unterhitze backen. Es ist fertig, wenn es beim Draufklopfen hohl klingt. Die Oberfläche sollte nicht allzu braun werden, da die Teigkügelchen dann zu trocken werden. Das Monkey Bread schmeckt am Backtag, besonders lauwarm, am Besten.

Prima geeignet als Grillbeilage, Partyfood oder für ein Picknick im Grünen.

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Sonntag, 8. September 2019

Bignè alla crema e al cioccolato

Windbeutel mit Vanillecreme und knackiger Schokoschicht, na wer möchte?
Zugegeben: Ratzfatz wie Pasteis de Nata oder Quarkfächer (beide Rezepte kommen demnächst) sind die kleinen Italiener hier nicht. Aber für den Genuss eines Bignès alla crema stehe ich dann schon mal ein Stündchen in der Küche. Von nichts kommt schießlich nichts 😉  
Einmal angefangen kann man von den Teilchen auch nicht so schnell aufhören, also denkt gar nicht erst daran, dass Rezept zu halbieren - macht lieber größere Windbeutel!
Zutaten für 16 Stück
Brandteig für die Windbeutel:
75 g Weizenmehl
1 Prise Salz
1 TL Zucker
125 ml Wasser
50 g Butter
2 Eier, verquirlt

Vanillecreme (Füllung der Windbeutel):
375 ml Milch
3 Eigelbe
80 Zucker
1 Prise Salz
 30 g Speisestärke mit 1,5 TL Vanilleextrakt oder 30 g Puddingpulver Vanille

Verzierung:
75 g geschmolzene Zarbitterkuvertüre

Zubereitung:
Zuerst die Cremefüllung herstellen. Dafür 175 ml Milch mit Zucker, Eigelben und Speistärke und Vanille verrühren, dass keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Die restliche Milch aufkochen und das glattgerühte Stärke-Gemsich unter Rühren einfließen lassen. Die Masse nochmal aufkochen lassen, dann vom Herd nehmen und herunterkühlen lassen. Damit sich keine Haut bildet alle paar Minuten mit dem Schneebesen rühren oder eine Frischhaltefolie auf die Pudding-Oberfläche legen, dass keine Luft herankommt.
Für die Windbeutel einen Brandteig herstellen: Butter, Salz und Zucker sowie Wasser in einem kleinen Kochtopf erhitzen. Wenn die Butter komplett geschmolzen ist, das Mehl in einem Schwung zufügen und mit einem Kochlöffel einrühren bis sich ein Kloß bildet, der sich vom Boden löst und sich dort eine weiße Schicht bildet (dieser Vorgang heißt abbrennen, daher der Name Brandteig). Den Teigkloß etwas abkühlen lassen, bevor man nach und nach die beiden Eier unterrührt mit einem Handrührgerät. Anfangs sieht die Masse grisselig aus, aber wenn 1 Minute auf höchster Stufe rührt, sollte die Masse gebunden und homogen sein. Die Brandteig-Masse in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und auf ein Backblech 16 gleichgroße Haufen spritzen. Im heißen Ofen bei Umluft (!!!) 200 Grad auf oberer Schiene für ca. 25 Minuten backen. Nach 15 Minuten bereits die Hitze auf 180 Grad reduzieren. Während des Backvorgangs die Tür nicht öffnen, ansonsten fallen die Windbeutel zusammen! Die Windbeutel aus dem Ofen holen, wenn sie goldbraun sind. 
Mit einer Küchenschere jeden Windbeutel seitlich einen kleinen Einschnitt verpassen, da muss später der Aufsatz des Spritzbeutels hineinpassen. Windbeutel auf einem Gitter abkühlen lassen. Die Vanillecreme in den Spritzbeutel geben und jeden Windbeutel mit dieser Creme befüllen. Zum Schluss die Oberfläche der Bignès mit geschmolzener Kuvertüre bestreichen und die kleine Teilchen ca. 3  Stunden kaltstellen.

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Mittwoch, 4. September 2019

Zwetschgen-Wickelkuchen mit Pudding & Frischkäse-Guss

 Wer hat Lust auf einen ofenfrischen Hefe-Wickelkuchen mit Zwetschgen?
Den Kuchen hier habe ich schon vor einer ganzen Weile gebacken, da ich noch Zwetschgen vom letzten Herbst eingefroren hatte und die müssen ja auch irgendwann mal verarbeitet werden. Früchte werden bei uns gerne in Kuchen verarbeitet 😉
 Gebacken habe ich den Kuchen zusammen mit meiner Schwester (ich muss das jetzt hier scheiben, weil sie mitliest und ich sonst Ärger bekomme, wenn ich sie nicht erwähne 😆)
 Ich habe den Hefeteig angerührt und ausgerollt,  meine Schwester hat die Streifen mit der Füllung bestrichen, ich habe sie wieder aufgerollt und wir haben in die Form gesetzt. Sie hat dann die Zwetschgen hineingesteckt und ab dann habe ich wieder das Kommondo übernommen und den Kuchen während der Backzeit beobachtet und schlussendlich mit der Glasur bestrichen. Gegessen hat den Wickelkuchen dann aber die ganze Familie 😋
Wie sich das gehört, haben wir den Großteil des Kuchen frisch gegessen (er schmeckt dann einfach am besten!😌).
Tipp: Statt Zwetschgen kann man auch Apfelspalten in den Kuchen verbacken!

Zutaten für einen Kuchen á 28 cm Durchmesser:
375 g Mehl
1/2 Pck. Trockenhefe
1 Prise Salz
60 g Zucker
150 ml Milch
100 g Butter
1 Ei

Füllung:
250 ml Milch
1 Packung backfester Vanillepudding
500 g Zwetschgen (abhängig von der Größe)

Puderzuckerguss:
50 g Puderzucker
100 g Frischkäse natur
1/2 TL Vanillextrakt

Zubereitung:
Das Mehl mit der Hefe und dem Zucker vermischen, das Salz hinzufügen. Butter schmelzen und mit Ei und Milch zu den trockenen Zutaten geben und alles miteinander verkneten. Den Teig abgedeckt 4 Stunden gehen lassen. Alternativ reicht auch eine Stunde Gehzeit, dann jedoch ein Päckchen Hefe verwenden.

Den Teig anschließend auf einer bemehlten Fläche durchkneten. Mit einem Nudelholz zu einem Rechteck á 30 x 40 cm ausrollen. Dieses Rechteck in drei gleichbreite Streifen schneiden. 

Für die Füllung nun fix die Milch mit dem Puddingpulver kalt anrühren, die Creme zieht nach kurzer Zeit an und ist dann gut streichfähig. Die Teigstreifen komplett mit der Creme einstreichen. Von der langen (!) Seite her aufrollen, sodass lange Rollen entstehen. Eine Springform einfetten und erst eine Rolle zu einer Schnecke aufrollen und in die Mitte der Form setzen. Den zweiten Teigstreifen nicht zu einer Schnecke aufrollen, sondern um die mittig platzierte Teigschnecken drumherum legen. Mit dem dritten Teigstreifen ebenso verfahren, sodass die Form ausgefüllt ist. Zwischen den Rollen werden nun die Zwetschgen hineinsteckt. Das Ganze im Ofen bei 200 Grad für 25-30 Minuten backen. Aus dem Ofen holen, direkt aus der Form nehmen und auf einem Gitter (wenn er noch nicht direkt verzehrt wrd) oder einem Servierteller (wenn der Kuchen direkt serviert wird) platzieren.
Für den Guss Puderzucker mit Frischkäse und Vanille glattrühren. Die Glasur sofort über den Wickelkuchen verteilen.

Der Zwetschgenkuchen schmeckt frisch aus dem Ofen am besten! Am nächsten Tag ist dieser wie andere Hefekuchen auch, eine ganze Ecke trockener - leider. Luftdicht aufbewahren oder einfrieren und bei Bedarf lose bei Zimmertemperatur oder im Kühlschrank auftauen lassen, wenn es schnell gehen muss, in der Mikrowelle. Im Ofen besser nicht aufbacken, da der Kuchen dann auch schnell zu trocken werden kann!

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