Samstag, 29. Juni 2019

Kirsch-Joghurt-Tarte mit Milcheis

Passend zur Kirsch-Saison habe ich das nächste Rezept für Euch. Dieses Mal ist es eine Tarte. Meistens werden diese mit einer Füllung oder einem Guss aus Sahne oder Creme Fraiche gebacken. Ich habe dieses Mal eine leichtere Variante ausprobiert und zwar mit Joghurt. Hier habe ich Vollmilchjoghurt mit ca. 3,5 % Fett verwendet, keine Magerstufe. Im Vergleich zu Sahne (30 % Fett) und Creme Fraiche (ebenfalls 30 %) hat man so dennoch viel gespart an Fett! 
Dazu kommen noch viele Früchte, meine Kirschen waren gefroren, da ich immer noch welche vom letzten Jahr im Gefrierschrank hatte. Damit der Boden nicht durchweicht oder die Kirschen den Guss wässrig machen, habe ich die Früchte vorher noch in Stärke gewälzt. Anschließend kam der Guss obendrauf und dann ging es auch schon in den Backofen. Während der Backzeit habe ich dann noch fix ein Milcheis angerührt. Das wollte ich sowieso ausprobieren und ale Tarte-Topping kam es wie gerufen oder?
Zutaten für eine Tarte á 30 cm
Für den Mürbeteig:
250 g Dinkelmehl Typ 630
1 Prise Salz
40 g Zucker
110 g Butter
1 Eigelb

Guss:
300 g Vollmilchjoghurt
2 Eier
2 EL Puddingpulver Vanille oder 2 EL Stärke zzgl. Vanilleextrakt 
40 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker

Außerdem:
ca. 400 g Kirschen
Puderzucker zum Bestäuben

Für das Vanille-Milcheis:
200 g Sahne
200 g Milch
100 g Kondensmilch (ungesüßt)
75 g Feinster Zucker oder Puderzucker
1 TL Vanilleextrakt
15 g Stärke (alternativ sollten auch 2,5 g Johannisbrotkernmehl funktionieren, habe ich aber noch nicht ausprobiert)

Zubereitung:
Für den Mürbeteig alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Die Tarteform fetten. Den Teig mit einem Nudelholz rund ausrollen und die Tarteform damit auskleiden, sodass auch ein Rand hochgezogen werden kann. Den Boden bei 200 Grad 10 Minuten vorbacken.

Für die Füllung wieder alle Zutaten miteinander verrühren. Den vorgebackenen Mürbeteigboden mit den Kirschen belegen. Verwendet ihr gefrorene Kirschen, gebt noch etwas Stärke über die Früchte. Anschließend den Joghurt-Guss darüber gießen und gleichmäßig verteilen. Im Ofen weitere 30 Minuten backen bis die Füllung fest geworden ist. Die Tarte schmeckt warm als auch kalt am nächsten oder übernächsten Tag.

Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben. Dazu passt auch eine Kugel Milcheis. Dafür vermischt ihr wieder alle Zutaten miteinander und gebt die Masse in die Eismaschine. Wer keine Eismaschine hat, muss die Masse in den Gefrierschrank stellen und alle halbe Stunde umrühren bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Das Umrühren verhindert die Kristallbildung.

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Mittwoch, 19. Juni 2019

Erdbeer-Streusel-Torte [Ein Sommernachmittagskaffeetraum!]

Im Moment bin ich richtig in Tortenlaune! Natürlich mit Früchten, damit es herrlich frisch schmeckt. Luftig-leichter Biskuit...und natürlich Sahne! 🤭
Ausgestattet mit einem riesigen Korb selbstgepflückter Erdbeeren und einem anstehenden Geburtstag ist die nächste Torte auch schon wieder vorprogrammiert! Nach der Biskuitrolle mit Erdbeeren sollte es diesmal eine Streusel-Torte mit einer dicken Schicht Erdbeeren (im Ganzen und mit Tortengus abgedeckt) sein. Der Boden ist wieder einmal ein Biskuit. Den mache ich besonders gerne, er ist leichter als Rührteig (da keinerlei Butter oder Öl vorhanden) und wird auch nicht trocken (es sei denn, man backt ihn zu lange). Großartig schief gehen kann auch nichts, die Hauptsache beim Biskuit ist das anfangs lange Aufschlagen der Eier mit dem Zucker. Ich trenne die Eier nicht einmal, sondern schlage sie einfach direkt zusammen mit dem Zucker auf. Anfangs ist die Masse sehr flüssig und noch dunkelgelb, aber nach gut fünf Minuten wird die hellgelb und sehr voluminös. Ab hier dann nur noch mit den Teigschaber die restlichen Zutaten (Mehl, Stärke) unterheben, damit die Luft nicht wieder entweicht. Während des Backvorgangs den Ofen auch nicht öffnen, da der Biskuit dann leicht zusammenfallen kann. Beachet man diese Kleinigkeiten, sollte der Biskuit kein Problem sein!
 Für den Biskuit:
3 Eier
90 g Zucker
90 g Mehl
1 Msp Backpuler 

Für die Füllung:
ca. 500-600 g Erdbeeren (am besten kleinere Exemplare)
2 Pck. Tortenguss (bei mir rot)
250 ml Wasser
4 EL Zucker

400 ml Sahne
2 Pck. Sahnesteif
75 g Puderzucker
1 TL Vanilleextrakt

Für die Streusel:
80 g Dinkelmehl
40 g Zucker
40 g Butter
1 Prise Zimt
1 Prise Vanille
1 TL Kakao, gestrichen

Zubereitung:
Für den Biskuit die Eier mit dem Zucker ca. 5 Minuten hellcremig aufschlagen. Mehl mit Backpulver mischen und mit einem Teigschaber vorsichtig unterheben.
Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Springform füllen, glattstreichen und bei 175°C 15 Minuten backen. Den Biskuit auskühlen lassen und mit einem Tortenring umschließen.

Für die Streusel alle Zutaten miteinander zu Bröseln vermengen. Diese bei 180° Ober-/Unterhitze 10-15 Minuten abbacken. Abkühlen lassen.

Erdbeeren, waschen und den Strunk entfernen. Die Erdbeeren kreisförmig und dicht an dicht auf den Biskuit setzen. In einem kleinen Topf Tortenguss mit dem Zucker verrühren und mit Wasser aufgießen. Aufkochen lassen und rühren bis der Guss eindickt. 1-2 Minuten abkühlen lassen und über die Erdbeeren gießen, sodass alle Erdbeeren mit Tortenguss bentzt sind, mit dem Rest Tortenguss die Lücken auffüllen. Die Torte so 1 Stunde kaltstellen.

Sahne aufschlagen mit Zucker, Vanille und Sahnesteif. Die Sahne auf die Erdbeerschicht streichen, auch die Ränder einstreichen. Ein paar Erdbeeren dekorativ auf die Oberfläche drapieren, drumherum die gebackenen Streusel streuen. An die Ränder Schokoraspel werfen. Die Torte schmeckt sowohl frisch als auch am nächsten Tag. Die Streusel sind dann jedoch etwas durchgeweicht, sodass man diese erst kurz vor dem Servieren auf die Torte tun sollte, wenn man Kaffeegäste erwartet :-)
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Samstag, 8. Juni 2019

Käse-Sahne-Torte mit Zitrone und ohne Gelatine

 Als ich neulich wieder einmal bei meinen Eltern war, habe ich diese Käse-Sahne-Torte gebacken. Die klassische Variante enthält ja gar kein Obst oder nur Mandarinen aus der Dose. Mandarinen aus der Dose sind aber alles andere als lecker und die frischen schmecken auch nur in der Vorweihnachtszeit 😉 

Also habe ich kurzerhand die einsame Zitrone, die in der Küche herum gelegen hat, geschnappt und mit der Schale und dem Saft der Torte  einen fruchtig-erfrischenden Kick gegeben. An den Mengenangaben im Rezept könnt ihr euch orientieren, aber auch nach Geschmack mehr oder weniger Zitrone zugeben. Ich würde nur nicht zu viel Saft zufügen, da die Füllung sonst zu flüssig wird - verwendet lieber Schale, die gibt meiner Meinung nach, ein feineres Aroma. Und unbedingt frischen Abrieb! Ich habe in der Vergangenheit auch oft den Abrieb vom Hersteller mit dem Doktortitel verwendet, damit man immer Zitronenaroma parat hat. Aber in letzter Zeit habe ich wieder gemerkt, wie viel aromatischer der Abrieb einer frischen Zitrone ist! 😋
 
 Die Torte kann man sowohl am Backtag genießen (sie muss nur ein bisschen durchziehen) oder am nächsten Tag! Dann ist die Füllung gut durchgezogen und der Boden etwas saftiger.

Zutaten für eine kleine Springform á 18 cm Durchmesser (ergibt 8 Stücke)
Für den Biskuit:
2 große Eier (Größe L)
75 g Zucker
30 g Speisestärke
35 g Mehl
1 Msp Backpulver
1 Prise Salz
1/2 TL Vanilleextrakt (optional)

Käse-Sahne-Füllung:
400 g Quark (mind. 20 % Fett, keine Magerstufe!)
200 g Sahne
1 Pck. Sahnesteif
60 g Zucker
Saft einer halben Zitrone (nach Belieben abschmecken, der eine mag es mehr zitronig, der andere weniger)
Abrieb einer halben bis ganzen Bio-Zitrone  (auch nach Geschmack)

Dekoration, falls gewünscht:
Zitronenmelisse
Zitronenscheiben
Puderzucker

Zubereitung:
Für den Biskuit die Eier mit dem Zucker 5-8 Minuten hellcremig und voluminös aufschlagen. Die restlichen Zutaten miteinander vermischen, portionsweise auf die Eier-Zucker-Masse sieben und sanft unterheben mit einem Teigschaber. Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Springform geben, glattstreichen und bei 175 Grad Ober-/Unterhitze für knapp 20-25 Minuten backen. Der Biskuit sollte nicht zu dunkel werden, sonst wird er trocken! Den fertigen Biskuit einige Minuten auskühlen lassen, aus der Form lösen und komplett abkühlen lassen. Das Backen des Biskuits kann man schon am Vortag erledigen.

Für die Käse-Sahne-Füllung zuerst die Sahne steifschlagen mit Sahnesteif. Darauf achten, dass die Rührstäbe fettfrei sind, da die Sahne ansonsten nicht fest wird. In einer großen Schüssel Quark mit Zucker und Zitronenabrieb und deren Saft verrühren. Die Sahne unterheben mit einem Teigschaber.

Den abgekühlten Biskuit nun einmal waagerecht durchschneiden, sodass man zwei Schichten erhält. Den unteren Boden auf einen Teller oder eine Tortenplatte setzen und mit einem Tortenring umschließen. Die Käse-Sahne-Füllung daraufgeben und gleichmäßig verteilen. Den zweiten Boden obendrauf setzen und mit den Händen sanft andrücken. Die Torte mindestens 2 Stunden kühlen, gerne auch mehr, dann zieht sie mehr durch.

Vor dem Servieren den Tortenring lösen, die Ränder glattstreichen - so erhält man die momentan angesagte Semi Naked Cake Optik. Wer hat, kann noch frische Zitronenmelisse an die Seiten leicht andrücken. Die Zitronenscheiben vierteln und auf jedes Stück ein Zitronenviertel legen.


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Samstag, 1. Juni 2019

Bananenbrot mit Pekannuss & Milchschokoladenstückchen

Wieder einmal hatte ich eine Menge überreifer Bananen bei mir herumliegen. 5 Tage Bananenmilch wollte ich nicht trinken, das Banana Bread Granola hatte ich erst kurz vorher gemacht...was eignet sich da also, um auf einen Schlag möglichst viele Bananen loszuwerden? Genau: Bananenbrot!  🍌🐒
Und wie jedes Mal, probiere ich immer mal wieder ein neues Bananenbrotrezept aus! Dieses Mal haben sich Joghurt und Pekannüsse in den Teig verirrt, ebenso Milchschokoladen-Chunks. Jetzt wo es wieder wärmer wird, wird die Schokolade schnell grau und muss deshalb bevorzugt eingesetzt werden, damit sie nicht alt wird 😀

Zutaten für ein Laib:
2 Eier
85 g Butter
100 g Rohrzucker
4 reife Bananen (bei mir waren es 385 g)
75 g Joghurt
275 g Mehl (bei mir Dinkel Typ 630)
1/2 TL Backpulver 
1/2 TL Natron
1 Prise Salz
1/2 TL Zimt
 1 Msp Kardamom
1 Msp Muskatnuss
1 TL Vanilleextrakt
 
150 g Vollmilch Chocolate Chunks oder Schokotropfen 
50 g gehackte Pekannüsse

Zubereitung: 
Die Butter in der Mikrowelle schmelzen und wieder etwas festwerden lassen.
Die Eier mit den Zucker aufschlagen. Bananen schälen und mit einer Gabel zerdrücken, sodass noch kleine Bananenstückchen zu sehen sind. Die zermatschten Bananen zu der Zucker-Eier-Masse geben, ebenso die Butter, Vanille und den Joghurt. Alles verrühren. In einer kleinen Schüssel die trockenen Zutaten abwiegen. Diese zu den feuchten Zutaten geben und kurz (!) mit dem Rührgerät untermixen, es geht auch mit einem Löffel oder Gabel. 2/3 der Schokolade und die Pekannüsse untermengen. Den Teig in eine Kastenform geben (diese vorher fetten!). Oben auf den Teig die restliche Schokolade verteilen. Im Ofen bei 175 Grad für 55-60 Minuten backen. Das Bananenbrot ist dann braun und es sollte bei der Stäbchenprobe kein Teig mehr am Stäbchen haften.

Das Bananenbrot schmeckt frisch super, aber auch durchgezogen am nächsten oder übernächsten Tag. Lagerung vorzugsweise im Kühlschrank, gerade bei den warmen Temperaturen hält sich das Gebäck so länger!Bei mir war das Bananenbrot noch nach einer Woche saftig und lecker :)
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