Samstag, 31. August 2019

Einfacher Streuselkuchen vom Blech ohne Hefe

Hefekuchen ist frisch aus dem Ofen super lecker, neigt aber dazu, schnell trocken zu werden. Deshalb backe ich den klassischen Butter-oder Streuselkuchen entweder mit Obst und/oder ich gieße etwas flüssige Sahne nach dem Backen über den Kuchen. Diese zieht in den Teig ein und macht ihn saftiger.
Dieses Mal habe ich mich für eine Quarkfüllung entschieden und zusätzlich Obst. Denn vom Blaubeeren pflücken vom Vortag hatte ich noch ganz viele Beeren über, die nicht eingefroren habe. Da ich auch etwas spät dran war mit Hefeteig anrühren (ich lasse Hefeteig mindestens 8 Stunden gehen, eher 12) habe ich mich für die schnelle Variante entschieden und einen Quark-Öl-Teig zubereitet. Der ist in fünf Minuten angerührt und lässt sich super kneten und ausrollen! Zudem kommt wie der Name schon vermuten lässt, keine Butter sondern Öl hinein. Ich verwende für Kuchen immer Rapsöl, das ist vom Fettsäuremuster her das beste Öl und ist zudem geschmacksneutral. Butter kommt ja schon in die Streusel...
Besonders luftig wird der Teig dann natürlich durch den Quark, ich liebe es! Wie auch bei meinen Schokobrötchen vom Bäcker, die sind frisch aus dem Ofen einfach köstlich!

In die Füllung kommt auch noch ein guter Batzen Quark, man könnte schon meinen, dass heutige Rezept wäre ein Proteinkuchen oder eine Allzweckwaffe gegen Osteoporose 😉(Nur leider nicht gegen Diabetes 😆)
Zutaten für ein Backblech
Quark-Öl-Teig:
400 g Dinkelmehl Typ 630
1 Pck. Backpulver (15 g)
1 Prise Salz
75 g Zucker
125 ml Milch
125 ml Rapsöl
250 g Magerquark 

Quarkfüllung:
500 g Magerquark
20 g Speisestärke oder Puddingpulver Vanille
100 g flüssige Butter 
80 g Zucker
1 großes Ei (Größe L)
1 Prise Salz
1 TL Vanilleextrakt

500 g Obst nach Wahl (bei mir Heidelbeeren)

Streusel:
300 g Dinkelmehl Typ 1
120 g Zucker
150 g zimmerwarme Butter
1TL Vanilleextrakt
 2-3 EL Milch (falls es zu trocken ist)

Zubereitung
Quark-Öl-Teig: Trockene Zutaten mischen, die feuchten Zutaten zufügen und alles zu einem glatten Teig verkneten. Mit diesem Teig ein mit Backpapier belegtes oder gefettes Backblech auslegen.

Ofen auf 160 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Für die Quarkfüllung alle Zutaten miteinander verrühren, auf den Quark-Öl-Teig geben und glattstreichen, die Ecken keinesfalls aussparen (die werden sonst schnell trocken).

Im nächstens Schritt das Obst vorbereiten und auf die Quarkfüllung verteilen. Es sollte kein TK-Obst sein, da es sonst den Kuchen verwässert. TK-Obst unbedingt vorher gut auftauen lassen (zwei Stunden bei Zimmertemperatur oder einige Minuten in der Mikrowelle. In beiden Fällen das Obst über einem Sieb abtropfen lassen und mit einem Tuch trockentupfen.

Für die Streusel wieder alle Zutaten miteinander zu Bröseln verarbeiten. Das geht mit den Händen oder mit den Knethaken eines Handrührgerätes. Nicht zu lange rühren, sonst bekommt ihr statt vieler kleiner Streusel, einen großen Klumpen Teig. Die Streusel mit den Händen über den gesamten Kuchen verteilen. Im heißen Ofen ca. 30 Minuten backen. Ich habe den Kuchen noch fünf Minuten im geschlossenen Ofen stehen gelassen.
Die Teigrändern sollten gebräunt sein und die Quarkmasse stabil und nicht mehr "wabbelig".
Den Kuchen etwas auskühlen lassen, bevor man ihn serviert.

Sonntag, 25. August 2019

Geeiste Kartrüffel [Schoko-Kartoffel-Trüffel]

Zugegeben, das Rezept hier sehr gewagt. Meinen Testessern hat es nicht allen geschmeckt. Aber denen den diese Kartoffel-Schoko-Trüffel geschmeckt haben, haben sich danach die Finger geleckt 😋 Deswegen empfehle ich erstmal vielleicht nur die Hälfte oder ein Viertel der u.a. Rezeptmenge auszuprobieren um zu testen, ob man es mag - habe ich nämlich auch gemacht 🤪 Mir schmecken die Kartrüffel gut, ich hatte die Trüffel mehrere Stunden im Gefrierschrank und dachte schon, die wären komplett gefroren, aber der innere Kern war noch weich. Für mich ist es eine verrückte Alternative zu herkömmlichen Eiskonfekt (Rezept findet ihr hier im Blogarchiv) und eine interessante Idee zur Resteverwertung von wenigen Kartoffeln, wo es sich nicht lohnt, Bratkartoffeln oder Kartoffelbrot (Rezept auch hier auf dem Blog) zu machen 😉
Ich werde die auch bestimmt nochmal machen, ich will nämlich nochmal die Zartbitter-Variante versuchen und mit Gewürzen experimentieren 🤗
 
Zutaten für 40 Stück:
250 g gegarte Kartoffeln, durch ein feines Sieb gepresst*
350 g Vollmilchschokolade
100 g Butter**
1 TL Vanilleextrakt
1 Prise Zimt (optional)**

Zum Verfeinern möglich:
Karamellisierte Nüsse oder Fleur de Sel 

Zum Wälzen:
Kakao oder Puderzucker

* es können ruhig Salzkartoffeln sein 
** keine Margarine o.ä., es muss reine Butter sein, die härtet besser
***passt gut zu Kartoffeln, aber ist im Sommer wahrscheinlich nicht jedermanns Geschmack 

Zubereitung:
Die gepressten Kartoffeln in eine Schüssel geben. Im Wasserbad die Schokolade schmelzen, die Butter darin auflösen. Die Schokolade soll nicht zu heiß werden. Schokobutter zu den Kartoffeln geben. Vanille und ggf. weitere Gewürze oder Nüsse zufügen und miteinander verrühren, sodass sich alles vermischt. Die Masse mehrere Stunden im Kühlschrank anziehen lassen oder wenn es schnell gehen soll im Gefrierschrank erkalten lassen. Die Masse sollte sich mit den Händen zu Kugeln formen lassen. Die Kugeln in Kakao oder Puderzucker wälzen. Ich finde die Kakao-Kugeln leckerer, die Puderzucker. Kugeln sahen nach dem Kühlen nicht so schön aus, da der Puderzucker durch die feuchten Pralinen unschön verläuft.

Die Pralinen im Gefrierschrank aufbewahren und erst wenige Minuten vor dem Verzehr herausholen.
 Na, wer traut sich an dieses Rezept heran?
 
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Mittwoch, 21. August 2019

Schneller saftiger Rührkuchen mit Heidelbeeren & Vanille-Milch-Eis

Dieses Kuchenrezept hier habe ich schon vor einer Weile ausprobiert - mit Kirschen 🍒
 Es hat allen so gut geschmeckt, dass ich gar nicht dazu gekommen bin, es zu fotografieren, weil er so schnell aufgefuttert war! Nun habe ich es mit frisch gepflückten Heidelbeeren ausprobiert. Und wieder hätte ich es um ein Haar verpasst, Fotos zu schießen. Der Kuchen kam gerade aus dem Ofen und es wurde gefragt, wie lange der denn noch abkühlen muss? Ich sagte, zehn Minuten braucht der aber noch! Weil mir der Kuchen optisch ein Touch zu öde war (die Blaubeeren habe ich übrigens in den Teig eingearbeitet, aber sind beim Backen alle nach unten gesunken), habe ich überlegt, wie ich etwas aufpimpen könnte. Sahne und Schokolade bei 30 Grad schienen mir nicht so angebracht, aber was passt immer bei heißem Wetter und noch lauwarmen Kuchen? 

Genau, Eis! 🤭
Also gab es eine Kugel Milcheis dazu, ich habe wieder ein neues Rezept ausprobiert und dieses ist mein Favorit! Im Gegensatz zum letzten Milcheis-Rezept, welches ich ausprobiert habe, ist dieses hier etwas leichter, da es ohne Kondensmilch auskommt. Hier kommt nur frische Milch und Sahne (am besten eine ohne Carrageen) hinein.

Fazit also: Milcheis super lecker, Kuchen super lecker
Das Rezept wurde gleich aufgeschrieben und weitergegeben. Ihr seht, von den beiden Rezepten heute bin ich schwer beeindruckt und es wird sie nicht zum letzten Mal gegeben haben! 

Wer keine Blaubeeren hat oder mag, der nimmt einfach andere Früchte: Himbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren...ich wette, auch klein geschnittene Apfel und Birne schmeckt auch gut! Dazu dann wiederum etwas Zimt zum Teig geben. Und/oder das Milcheis mit Zimt verfeinern? Oh man, mein Gehirn arbeitet schon wieder auf Hochtouren, wie man dieses Rezept variieren kann!😃

Das Eis habe ich übrigens wieder mit der Eischmaschine gemacht. Wenn ich zu Hause bei meinen Eltern bin, muss ich diesen Luxus nämlich immer ausnutzen! Das Eis wird ultimativ cremig durch das ständige Rühren...also wer gerne selbstgemachtes Eis isst oder das aus dem Handel nicht gerne isst wegen der ganzen Zusatzstoffe und so, sollte sich wirklich eine Eismaschine anlachen!

Jetzt aber genug geschnackt und nachgedacht, ran den Ofen!

Zutaten für einen schnellen Blaubeerkuchen (26 cm Springform):
200 g Dinkelmehl Typ 630
15 g Vanillepuddingpulver
1/4 TL Salz
2 TL Weinsteinbackpulver
4 mittelgroße Eier
200 g Schmand oder Creme Fraiche
150 g weiche Butter
120 g Zucker
1 Schuss Mineralwasser 

250 g frische Blaubeeren (oder TK)

Zubereitung Blaubeerkuchen:
Zuerst die weiche Butter mit dem Zucker verrühren bis sich der Zucker aufgelöst hat. Anschließend die Eier einzeln untermixen. Als Nächstes den Schmand unterrühren.
In einer separaten Schüssel Mehl, Backpulver, Salz und Puddingpulver mischen und kurz (!) unter die nassen Zutaten rühren. Zum Schluss einen Schluck Mineralwasser zufügen und die Blaubeeren untermengen mti einem Teigschaber. Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Springform füllen, glattstreichen und im heißen Ofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze für 35-40 Minuten backen. Falls der Kuchen zu dunkel werden sollte, mit Alufolie abdecken!

Der Kuchen schmeckt frisch aus dem Ofen göttlich, aber durch den Schmand bleibt dieser gut gekühlt einige Tage lang frisch und saftig!

Zutaten Vanille-Milcheis (ausreichend für 4 Portionen, ergibt etwa 500 ml Eis):
250 g frische Bio-Sahne
150 g Vollmilch
50 g Feinster Zucker
Mark einer Vanilleschote oder sehr gutes Vanilleextrakt, davon ca. 1 TL
1 Prise Salz

Zubereitung Vanille-Milcheis:
In einem hohen Gefäß die Milch mit dem Zucker verrühren. Sahne, Mark einer Vanilleschote und Salz zufügen und nochmal weiterrühren. Das Eis in eine Eismaschine füllen und gut 45 Minuten rühren und gefrieren lassen. Anschließend umfüllen und nochmal 1 Stunde gefrieren lassen im Gefrierschrank.


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Sonntag, 18. August 2019

Zweifarbige Espresso-Torte [Wieder eine Torte ohne Worte - und ohne Gelatine!]

 Hier kommt die nächste Torte!
Bei Torten finde ich Gelatine immer super heikel, da sie schnell daneben gehen kann. Deshalb wähle ich Cremes, die von sich aus ohne Dickungsmittel schon relativ stabil sind. Das sind so Produkte wie Quark und Frischkäse. In diesem Fall habe ich Mascarpone gewählt. Sehr mächtig, aber auch sehr lecker! Damit die Creme aber auch nicht zu fest wird, kommt noch geschlagene Sahne darunter. Diese Creme habe ich anschließend aufgeteilt auf zwei Portionen und unter eine Portion Espresso-Pulver gerührt, sodass ich eine helle und eine dunklere Creme erhalten habe.
Der Biskuitboden wird relativ hoch, da man ihn aber auch zweimal durchschneiden muss, ist das perfekt. Die Konsistenz ist nicht so luftig wie bei herkömmlichen Biskuit, eher etwas fester. Das wird aber wiederrum durch die Kaffeetränke behoben (wie beim Tiramisu). Deshalb die Torte unbedingt am Vortag zubereiten, damit der Kaffee in den Boden einziehen kann! Herauskommt eine super saftige aromatische Torte!
Etwas abgewandelt nach einem Rezept von hier.

Zutaten für eine 26 cm Springform
Für den Biskuit:
6 Eier (getrennt)
4 EL Wasser
225 g Zucker
125 g Mehl
125 g Speisestärke
 Prise Salz
1-2 EL Instant-Espresso-Pulver

1 Capucchino-Tasse kalten, schwarzen Kaffee

Creme (wird aufgeteilt!):
500 g Mascarpone
750 g Sahne
2-3 Päckchen Sahnesteif
100 g Puderzucker (Süßen nach Belieben)
ca. 4 TL Instant-Espresso-Pulver (Menge nach Gusto)

Zubereitung:
Für den Biskuit die Eier trennen. Eiklar steifschlagen, den Zucker nach und nach einrieseln lassen. Die Eigelbe nach und nach kurz unterrühren. Dann das Espressopulver mit dem Wasser verrühren und auch unterrühren. Zuletzt Mehl, Salz und Speisestärke mischen, auf den Eischnee sieben (portionsweise) und mit einem Teigschaber behutsam unterheben, sodass keine Mehlklümpchen mehr zu sehen sind.
In eine mit Backpapier ausgelegte Springform gießen, glattstreichen und im heißen Ofen bei 180°C Ober-/Unterhitze für ca. 30 Minuten abbacken. Schaut zwischendurch mal in den Ofen, wenn der Boden zu dunkel werden sollte, mit Alufolie abdecken. Den Biskuit einige Minuten in der Form auskühlen lassen und dann aus der Form herauslösen und komplett erkalten lassen. In der Zeit einen Kaffee kochen und diesen abkühlen lassen, damit wird der Boden nachher getränkt.

Ist der Biskuit kalt, zweimal waagerecht durchschneiden. Den ersten Boden auf eine Tortenplatte setzen und den Boden mit Kaffee tränken. Ich gebe immer esslöffelweise den Kaffeee auf den Boden und gucke, dass überall etwas Kaffee hinkommt. 

Für die Creme die Sahne mit Sahnesteif und ca. 50 g Puderzucker fast steifschlagen. Die Mascarpone mit einem Handrührgerät aufschlagen, damit sie cremiger wird und sich besser unter die Sahne heben lässt. Dies wird nämlich im nächsten Schritt gemacht. Nicht zu lange rühren, da die Sahne sonst komplett einfallen könnte (deshalb wurde die Sahne am Anfang auch nicht schon komplett steif geschlagen). Die Mascarpone sollte sich aber mit der Sahne komplett verbunden haben. Als Nächstes die Creme gleichmäßig auf zwei Portionen aufteilen. Unter eine Portion das Espressopulver rühren und den restlichen Puderzucker. Die Creme unbedingt abschmecken und ggf. nachsüßen oder noch etwas Espressopulver zufügen, da ja auch jedes Espressopulver unterschiedlich stark sein kann im Geschmack.
Nun kann man entscheiden, wie man vorgehen möchte. Wer es einfach und schlicht haben möchte, verteilt jetzt ca. 2/3 der hellen Creme auf den ersten getränkten Biskuitboden. Darauf kommt die nächste Schicht Biskuit, der wieder getränkt wird - mit dem restlichen Kaffee. Darauf kommt wiederrum 2/3 der dunkleren Mascarpone-Espresso-Creme. Abschließend den letzten Boden aufsetzen und leicht andrücken. Die restlichen beides Cremes in zwei separate Spritzbeutel füllen und die Torte mit Tupfen dekorieren.

Wer gerne mit Spritzbeutel hantiert und auf einen Überraschungseffekt beim Anschneiden steht, wählt folgende Vorgehensmethode:
 Beide Cremes in jeweils einen Spritzbeutel füllen mit Lochtülle. Es werden damit Ringe auf die Böden gespritzt. Angefangen mit der hellen Creme die den äußeren Rand bildet, folgt danach kreisförmig die dunkle Creme. Dann wieder weiß, dunkel und so weiter. Ist der Boden vollständig ausgefühlt, den zweiten Boden aufsetzen, leicht andrücken und ebenso verfahren mti dem Ringe spritzen. Den dritten Boden draufsetzen.

Für die Dekoration wird die Torte nun komplett mit der hellen und dunklen Creme gespritzt. Ich habe dafür eine Sterntülle verwendet. Zuletzt noch mit Mokkabohnen dekorieren.
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Montag, 12. August 2019

Himbeer-Mascarpone-Torte [Eine Torte ohne Gelatine]

Diese Torte habe ich in den letzten zwei Monaten dreimal gebacken, endlich hat sie es auch auf den Blog geschafft! Das erste Exemplar hatte ich einer guten Freundin zum Geburtstag gebacken, das zweite Mal für ein Hochzeitstorte-Probeessen. Das dritte Mal, wo ich endlich dazu gekommen bin, die Torte standesgemäß zu fotografieren für den Blog hatte ich sie für meine Schwester zum Abschluss gebacken (neben zwei anderen Torten, meiner Schwester fällt immer wieder eine neue Personengruppe ein, mit der sie den Master feiern kann und wofür dann natürlich mindestens eine Torte nötig ist 😉). Aber ich beschwere mich nicht, backen ist für mich die beste Art der Entspannung 🤭
Ursprünglich wollte ich diese Torte mit San-Apart andicken. Das nehme ich seit einiger Zeit deutlich lieber als Gelatine, weil mir letzteres die letzten Male immer in die Hose gegangen ist. Außerdem dickt San-Apart sofort an und man muss nicht wie bei Gelatine immer wieder nachsehen, ob die Masse andickt und dann die Sahne untergehoben werden kann. Und es ist für Vegetarier geeignet, da es nur aus Mehl, Stärke und Zucker besteht. Na ja, jedenfalls war der Plan so, dass ich das nehme, aber dann hatte ich beim Einkaufen kein San-Apart gefunden. Da der nächste Supermarkt weiter weg war, habe ich vor Ort nach einer Alternative gesucht und bin dann auf das u.a. Produkt gestoßen. Da sind leider schon ein paar mehr Zutaten drin, die ich nicht so toll finde (Aroma, modifizierte Stärke), aber man isst die Torte ja nicht allein und auch nicht ständig 😉

Und all die Zutaten macht die Torte super lecker! Mittlerweile wurde diese ja schon von vielen Leuten getestet und ich musste das Rezept schon vor Blog-Veröffentlichung herausgeben 😎 Also wer Himbeeren liebt, wird auch diese Torte lieben, schätze ich! 🥳 

Die Torte kann man übrigens super vorbereiten. Ich backe immer an einem Tag den Biskuit, am nächsten Tag stelle ich die Torte dann fertig mit Creme und allen Drum und Dran und lasse sie dann über Nacht im Kühlschrank durchziehen. Am 3. Tag serviere ich die Torte.
Zutaten für eine 26 cm Springform
Für den Biskuit
4 Eier
4 EL heißes Wasser
130 g Zucker
100 g Mehl
100 g Speisestärke
1 TL Backpulver
1 Prise Salz

Zum Bestreichen der Böden:
ca. 200 g Himbeerkonfitüre (am besten passierte, ohne Himbeerkerne)

Für die Tortencreme:
250 g Quark (bei mir 20 %)
250 g Mascarpone*
300 g Frischkäse
100 g Puderzucker
Abrieb einer halben Bio-Zitrone
200 g Sahne 
150 g pürierte und passierte Himbeeren**
 1 Pck. Quarkfein Vanille (aus der Backabteiltung)***

Außerdem:
150 g Himbeeren (die kommen zwischen die Schichten) 

Dekoration:
100 g steif geschlagene Sahne (etwas gesüßt und mit Vanille abgeschmeckt)
ca. 150 g frische Himbeeren

*Wem Mascarpone zu gehaltvoll ist, kann auch auf Ricotta zurückgreifen. Noch nicht ausprobiert, aber sollte von der Konsistenz her passen. Und schmecken tut es bestimmt auch!

**das Passieren der Früchte ist wirklich nervig, aber nachher in der Torte auf Himbeerkerne zu beißen, ist noch blöder. Also spart keine Mühen!😉

***wer das nicht verwenden möchte, kann auch auf San-Apart zurückgreifen, dieses enthält nur Mehl, Zucker und Stärke und dickt genauso gut an, ist nur ohne den Vanillegeschmack. Für die Masse gut 4-5 leicht gehäufte TL San-Apart rechnen

 Zubereitung:
Für den Biskuit die Eier eine Minute aufschlagen. Dann esslöffelweise das heiße Wasser zufügen und nochmal zwei Minuten aufschlagen. Den Zucker nach und nach zufügen und weiter aufschlagen. Die Masse sollte ihr Volumen deutlich vergrößert haben und hellgelb sein. Nun Mehl mit Stärke, Salz und Backpulver mischen. Diese trockenen Zutaten nun in mehreren Portionen auf die Eier-Masse sieben und mit einem Teigschaber unterheben, damit die vorher eingeschlagene Luft im Teig nicht direkt wieder entweicht und der Teig zu sehr zusammenfällt. Das Mehl sollte komplett untergearbeitet sein, es sollten keine Klümpchen mehr zu sehen sein. Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Springform gießen und glattstreichen. Im heißen Ofen bei 175° C Ober-/Unterhitze für ca. 25 Minuten backen. Da jeder Ofen anders bäckt, schaut ruhig mal zwischendurch in den Ofen. Wenn der Biskuit zu dunkel werden sollte (er sollte von der Oberfläche her wirklich nur goldgelb sein) am besten mit Alufolie abdecken. Mit der allseits bekannten Holzstäbchenprobe überprüfen, ob der Kuchen gar ist. Den Biskuit aus den Ofen holen und etwa 10-15 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig mit einem Teigschaber oder nicht allzu scharfen Messer sanft vom Springformrand lösen. Komplett erkalten lassen.
Der Biskuit kann problemlos am Vortag vorbereitet werden und luftdicht verpackt bei Zimmertemperatur stehen gelassen werden.

Im nächsten Schritt die Creme herstellen. Dafür die Milchprodukte (außer die Sahne!) mit dem Puderzucker und Zitronenabrieb verrühren. Die pürierten und passierten Himbeeren unter die Creme mengen. Danach das Quarkfein Vanillepulver einrühren, die Creme dickt sofort an. Nun die Masse abschmecken: Falls man TK-Himbeeren verwendet kann ggf etwas mehr Zucker nötig sein. Die Sahne steif schlagen und unter die Creme heben.

Als Nächstes den Biskuit zweimal waagerecht durchschneiden. Den untersten Boden auf eine Tortenplatte legen. Die Konfitüre kurz in der Mikrowelle (20 Sek reichen schon) erwärmen, dann lässt sie sich besser verstreichen. Die Hälfte der Konfitüre nun auf den Biskuit streichen. Circa 1/3 der Himbeercreme gleichmäßig auf den Marmeladenboden streichen. Die Hälfte der Himbeeren (75 g) auf die Creme verteilen und leicht in die Creme hineindrücken. Dann kommt der zweite Biskuitboden darauf, diesen mit der restlichen Konfitüre einstreichen und wieder 1/3 der Creme darauf geben und glattstreichen sowie die restlichen Himbeeren hineindrücken. Nun den letzten Boden daraufsetzen. Die komplette Torte mit der restlichen Tortencreme einstreichen (auch die Ränder). Damit die Oberfläche glatt wird, ein Messer in heißes Wasser tunken und dann damit die Ränder glätten. Die Oberseite der Torte mit einem Tortenheber glätten, den man vorher in heißes Wasser gehalten hat.

Für die Dekoration die steife Sahne in einen Spritzbeutel füllen und Tupfen an die Ränder spritzen und mit Himbeeren dekorieren.

Am besten schmeckt die Torte, wenn sie eine Nacht durchziehen kann. Luftdicht verpackt und ohne längere Unterbrechnung der Kühlkette ist die Torte gut 3-4 Tage haltbar.

Zusatz: So sah die Torte auf der Hochzeit aus. Das Foto habe ich direkt nach der Fertigstellung zu Hause gemacht mit der Handykamera. Bei der Location wo der Anschnitt erfolgen sollte, wurde die nochmal Torte nochmal umgesetzt, daher auch der Tortenunterleger.

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Donnerstag, 8. August 2019

Fior di Latte - Klassisches italienisches Milcheis

Bei der immensen Hitze verangene Woche sah ich mich wieder einmal gezwungen Eis zu machen. Auch wenn es leckeres Eis zu kaufen gibt - im Supermarkt oder in guten Eisdielen bzw. Eismanufakturen - geht es doch ganz schön ins Geld, sich jeden Tag welches zu kaufen. Außerdem spart man bei selbstgemachtem Eis allerlei Farbstoffe und Zusatzstoffe und (künstliche) Aromen. Und für mich schmeckt es selbstgemacht einfach immer am besten😃

Dieses Mal habe ich Fior di Latte gemacht. Eine sehr klassische Eissorte, die es aber längst nicht in jeder Eisdiele oder Eismanufaktur zu kaufen gibt. Es ist ein Milcheis, welches oft mit Mascarpone angereichert wird und natürlich darf Sahne auch nicht fehlen!
Lediglich diese drei Milchprodukte plus Zucker kommen in mein heutiges Eis hinein. Nicht einmal Vanille muss zwangsläufig drin enthalten sein. Wer denkt, ohne Vanille ist es zu langweilig im Geschmack, kann aber das Mark einer Vanilleschote hineingeben 😉

Ich habe das Eis schon zweimal zubereitet. Beim ersten Mal mit dem Erhitzen der Milch und beim zweiten Mal habe ich einfach alle Zutaten miteinander verrührt. 
Fazit: Auch wenn es deutlich länger dauert (wegen der Kühlzeit) erhitzt die Milch und arbeitet nach und nach die Zutaten wie in meiner Beschreibung unter. Ihr werden mit einem super soften und (zumindest war es bei mir so) eiskristallfreiem Eis belohnt!
Für 4-5 Portionen:
300 g Bio-Sahne
200 ml Vollmilch
150 g Mascarpone
120 g feinster Zucker 
etwas Vanille (optional)

Zubereitung:
Milch mit Zucker erhitzen (es muss nicht kochen, mittlere Hitze reicht!) und rühren bis der Zucker sich gelöst hat. Die Masse etwas abkühlen lassen. Mascarpone mit dem Handrührgerät cremig und geschmeidig schlagen, dann nach und nach etwas von der Zuckermilch zufügen und weiterrühren, sodass sich alles gut miteinander verbindet. Ist die Mascarpone flüssig genug, diese zu der restlichen Zuckermilch fügen und glattrühren. Zum Schluss Sahne steifschlagen und unterheben. Die Masse in eine Eismaschine füllen und 45 Minuten rühren. Anschließend nochmal 2 Stunden in den Gefrierschrank stellen.

Wer keine Eismaschine hat, gibt die Masse in eine Schüssel, stellt diese ins Gefrierfach und rührt alle 20-30 Minuten um. Das sorgt dafür, dass es cremiger wird.

Das Eis ist am ersten Tag am besten, am nächsten Tag ist es sehr durchgefroren und benötigt etwas Zeit im Kühlschrank oder Zimmertemperatur um weicher zu werden.

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Montag, 5. August 2019

Master Cake - Ein Semi Naked Cake mit Choco Drip & Überraschungseffekt!

Meine Schwester hat neulich ihr Master-Studium beendet 🥳 Zur Feier des Tages gab es eine Torte. Und natürlich nicht irgendeeeeeeeine sondern ein richtig cooles Teil!

Mit drei verschiedenfarbigen Böden, im semi naked Style, mit Choco Drip und Obst (Vitamine müssen ja auch sein). Für das Rezept habe ich von mehreren Kuchen inspirieren lassen und alle in eine Torte gepackt quasi 😉 Die Frage, die mich am meisten beschäftigte, war: Wie bekomme ich den roten Teig rot, wenn ich keine Lebensmittelfarbe verwenden möchte? Mir fielen da spontan nur Grenadine (Granatapfelsirup), Rote Beete Saft und rote Fruchtsäfte ein. Ich habe roten Traubensaft genommen...und gemerkt, dass der gar nicht färbt! Da musste ich doch auf Grenadine zurückgreifen, aber immerhin reichen 2 EL aus um den Teig einzufärben (geschmacklich war der rote Boden aber top, dswegen habe ich den roten Traubensaft im Rezept mit aufgenommen). Wer auf Farbstoffe verzichten will, sollte (puren) Granatapfelsirup nehmen. Da muss man aber schon suchen, viele haben dennoch Zusätze drin.
Ich habe die Torte mittags zubereitet und dann ohne große Kühlzeit serviert. Am besten bereitet man die Torte aber vormittags zu und serviert sie nachmittags. Am nächsten Tag schmeckt sie aber auch super!

Zutaten für ein Törtchen á 18 cm Durchmesser:
Für den roten Teig:
80 g weiche Butter
50 g Zucker
1 Ei
80 g Mehl
1 EL Speisestärke
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
2 EL Grenadine
50 ml rote Traubensaft

Für den hellen Teig:
80 g weiche Butter
50 g Zucker
1 Ei
80 g Mehl
1 EL Vanillepuddingpulver
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
50 ml Mineralwasser

Für den dunklen Teig:
80 g weiche Butter
50 g Zucker
1 Ei
60 g Mehl
20 g Backkakao
1 EL Speisestärke
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
60 ml Mineralwasser

Zum Füllen und Einstreichen der Torte:

500 ml Konditorsahne
2- 3 TL San-Apart oder 2-3 Pck. Sahnesteif
3 EL Puderzucker
1 TL Vanilleextrakt

Chocolate Drip:
50 g milde Zarbitterschokolade (meine hatte 40 %)
25 g Butter (keine Margarine o.ä.!)

Früchte für die Dekoration nach Belieben

Zubereitung:
Für alle drei Teige schlägt man zuerst die weiche Butter mit dem Zucker ca. 1 Minute auf. Dann kommt das Ei hinein und wird ebenfalls nochmal eine Minute untergeschlagen.
Im Anschluss die trockenen Zutaten miteinander vermischen und zusammen mit der Flüssigkeit (Wasser bzw. Traubensaft und Grenadine) kurz unter die feuchten Zutaten mixen.
Den Teig in kleine Springformen füllen und bei 175° Grad Ober-/Unterhitze für 20-25 Minuten backen. Den roten Teig am besten rechtzeitig abdecken, da man die braunen Ränder deutlicher sieht.
Die Kuchen einige Minuten in der Form abkühlen lassen und dann herauslösen und komplett erkalten lassen. Falls ein Kuchen eine Kuppel gebildet hat, diese unbedingt abschneiden, sodass die Oberfläche gerade ist (sieht sonst nachher im Anschnitt nicht so schön aus und die Torte neigt zum schief werden beim späteren Zusammensetzen).
Für die Füllung und zum Einstreichen der Torte nun die Sahne mit Sahnesteif oder San-Apart sowie Puderzucker und Vanille steif schlagen.
Zum Stapeln der Torte nun wie folgt vorgehen:
Ersten Boden mit 1/4 der Sahne bestreichen.
Zweiten Boden daraufsetzen und leicht andrücken.
Wieder 1/4 der Sahne daraufgeben und verstreichen.
Dritten Boden oben aufsetzen und noch 1/4 der Sahne darauf geben und glattstreichen.
Die restliche Sahne seitlich an die Torte streichen, ich hatte nicht mehr ausreichend Sahne und es wurde somit ein semi-naked Cake. Den Kuchen 30 Minuten kühlen.

Für den Drip die Schokolade erwärmen und die Butter darin auflösen. Die Masse auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Mit einem Teelöffel oder besser Spritzbeutel mit Lochtülle die Schokoladenbutter an die oberen Tortenränder bzw. die Kante geben, sodass sie herunterläuft.
Torte wieder kaltstellen.