Mittwoch, 12. Februar 2020

Frühlingshafte zweistöckige Hochzeitstorte im Pastell-Ombré-Look

Letzte Woche habe ich meine erste zweistöckige Hochzeitstorte gebacken! Also nicht für meine eigene Hochzeit, ich war dort "nur" Gast😉

Ich habe mich für eine zweistöckige Hochzeitstorte entschieden. Man soll ja klein anfangen und nicht direkt zum Hochstapler mutieren! Da die Himbeer-Mascarpone-Torte vom letzten Sommer bisher immer super ankam, wollte ich auf jeden Fall auf diese zurückgreifen. Ein Pluspunkt: Sie kommt ohne Gelatine aus!

Bei der zweiten Etage habe ich mich für eine Pfirsich-Torte entschieden, die habe ich bei Backen.de gesehen und mich daran orientiert, aber auch etwas abgewandelt - auch diese kommt ohne Blatt-Gelatine aus. Ich hatte etwas wenig Füllung zubereitet, deshalb sieht die untere Torte auf den Fotos sehr flach aus. Im u.a. Rezept habe ich die Menge etwas erhöht, sodass die Torte somit auch etwas höher wird. Wollt ihr eine richtig hohe Torte backen, solltet ihr zweimal das Rezept für den Butter-Biskuit zubereiten, sodass ihr am Ende nach dem Teilen der Böden vier Stück an der Zahl habt - die Creme verteilt ihr dann auch auf die vier Böden.

Für die Pfirsich-Torte á 26 cm Durchmesser

Wiener Biskuit (Butter-Biskuit):
4 Eier (Größe M)
125 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
130 g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
60 g flüssige Butter 

Tortenfüllung (Creme wird aufgeteilt!):
 480 g Pfirsiche
1 Pck. Puddingpulver Vanille
375 g Mascarpone
300 g Sahne 
75 g Puderzucker oder feiner Zucker
200 g Quark
2 Beutel Gelatine Fix
1-2 EL Amaretto
2 EL Tonkazucker
ggf. San-Apart zum Andicken

Zum Bestreichen des ersten Bodens:
 ca. 100 g Pfirsichkonfitüre

Zubereitung der Pfirsichtorte:
Für den Biskuit die Eier eine Minute aufschlagen. Weiterschlagen und den Zucker dabei langsam einrieseln lassen. Weitere 2 Minuten aufschlagen bis die Creme hell und voluminös geworden ist. Mehl mit Backpulver und Salz mischen und portionsweise unter die aufgeschlagene Eiermasse heben mit einem Teigschaber. Zuletzt die flüssige Butter im dünnen Strahl sanft unterheben. Den Teig in eine mit Backpapier ausgespannte Springform geben und glattstreichen. Im heißen Ofen bei 175 Grad Ober-/Unterhitze ca. 15 Minuten backen bis der Boden hellbraun ist. Stäbchenprobe nicht vergessen!
Den Boden auskühlen lassen und einmal waagerecht halbieren.

In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten. Dafür die Pfirsiche pürieren. In eine kleine Schüssel das Puddingpulver geben und mit ca. 2-3 EL Pfirsichpüree verrühren. Das restliche Püree in einem Kochtopf geben und erhitzen. Wenn das Püree hochkocht, die glattgerührte Stärkemischung unterrühren und bei geringer Hitze eine Minute köcheln lassen, damit es andickt. Zur Seite stellen und komplett erkalten lassen. Zwischendurch immer mal wieder umrühren, damit sich keine Haut bildet oder alternativ mit Frischhaltefolie abdecken.

Währenddessen Mascarpone, Quark und Zucker verrühren. Sahne unterrühren (die wird hier nicht extra aufgeschlagen!). Danach Gelatine Fix einrühren. Die Masse sollte gut angedickt sein. Nun zweimal jeweils 1 EL der Creme abnehmen und in zwei Schüsseln geben. Einen EL färbt ihr mit roter und den anderen mit gelber Lebensmittelfarbe ein (ich habe Himbeerpulver verwendet und gelbe Lebensmittelfarbe. Generell ist Lebensmittelfarbe auf Puderbasis besser geeignet, da diese die Konsistenz nicht so arg beeinflusst wie eine flüssige Lebensmittelfarbe). Von der restlichen Creme nun 425 g abnehmen. Diese mit Amaretto und Tonkazucker aromatisieren und kaltstellen. In die verbleibende Creme nun den Pfirsichpudding einrühren.
Auf den ersten Biskuitboden nun die Pfirsichkonfitüre streichen. Danach 2/3 der Pfirsichcreme mit einem Tortenheber auftragen. Gleichmäßig glattstreichen, damit die Torte auch gerade wird und nicht in Schieflage gerät. Den zweiten Boden aufsetzen. Die restliche Pfirsichcreme daraufverteilen, dann die beseite gestellte helle Amaretto-Tonka-Creme auftragen, auch an den Seiten der Torte.

Himbeer-Torte á 18 cm Durchmesser

Für den Biskuit:
2 Eier
2 EL heißes Wasser
65 g Zucker
50 g Mehl
50 g Speisestärke
0,5 TL Backpulver
1 Prise Salz

Zum Bestreichen der Böden:
 100 g Himbeerkonfitüre (am besten passierte, ohne Himbeerkerne)

Für die Tortencreme:
125 g Quark (bei mir 20 %)
125 g Mascarpone*
150 g Frischkäse
50 g Puderzucker
Abrieb einer halben Bio-Zitrone
100 g Sahne 
75 g pürierte und passierte Himbeeren**
 1/2 Pck. Quarkfein Vanille (aus der Backabteiltung)***

Außerdem:
75 g Himbeeren (die kommen zwischen die Schichten) 

*Wem Mascarpone zu gehaltvoll ist, kann auch auf Ricotta zurückgreifen. Noch nicht ausprobiert, aber sollte von der Konsistenz her passen. Und schmecken tut es bestimmt auch!

**das Passieren der Früchte ist wirklich nervig, aber nachher in der Torte auf Himbeerkerne zu beißen, ist noch blöder. Also spart keine Mühen!😉

***wer das nicht verwenden möchte, kann auch auf San-Apart zurückgreifen, dieses enthält nur Mehl, Zucker und Stärke und dickt genauso gut an, ist nur ohne den Vanillegeschmack. Für die Masse gut 4-5 leicht gehäufte TL San-Apart einplanen

 Zubereitung der Himbeertorte:
Für den Biskuit die Eier eine Minute aufschlagen. Dann esslöffelweise das heiße Wasser zufügen und nochmal zwei Minuten aufschlagen. Den Zucker nach und nach zufügen und weiter aufschlagen. Die Masse sollte ihr Volumen deutlich vergrößert haben und hellgelb sein. Nun Mehl mit Stärke, Salz und Backpulver mischen. Diese trockenen Zutaten nun in mehreren Portionen auf die Eier-Masse sieben und mit einem Teigschaber unterheben, damit die vorher eingeschlagene Luft im Teig nicht direkt wieder entweicht und der Teig zu sehr zusammenfällt. Das Mehl sollte komplett untergearbeitet sein, es sollten keine Klümpchen mehr zu sehen sein. Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Springform gießen und glattstreichen. Im heißen Ofen bei 175° C Ober-/Unterhitze für ca. 25 Minuten backen. Da jeder Ofen anders bäckt, schaut ruhig mal zwischendurch in den Ofen. Wenn der Biskuit zu dunkel werden sollte (er sollte von der Oberfläche her wirklich nur goldgelb sein) am besten mit Alufolie abdecken. Mit der allseits bekannten Holzstäbchenprobe überprüfen, ob der Kuchen gar ist. Den Biskuit aus den Ofen holen und etwa 10-15 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig mit einem Teigschaber oder nicht allzu scharfen Messer sanft vom Springformrand lösen. Komplett erkalten lassen.
Der Biskuit kann problemlos am Vortag vorbereitet werden und luftdicht verpackt bei Zimmertemperatur stehen gelassen werden.

Im nächsten Schritt die Creme herstellen. Dafür die Milchprodukte (außer die Sahne!) mit dem Puderzucker und Zitronenabrieb verrühren. Die pürierten und passierten Himbeeren unter die Creme mengen. Danach das Quarkfein Vanillepulver einrühren, die Creme dickt sofort an. Nun die Masse abschmecken: Falls man TK-Himbeeren verwendet kann ggf etwas mehr Zucker nötig sein. Die Sahne steif schlagen und unter die Creme heben.

Als Nächstes den Biskuit zweimal waagerecht durchschneiden. Den untersten Boden auf eine Tortenplatte legen. Die Konfitüre kurz in der Mikrowelle (20 Sek reichen schon) erwärmen, dann lässt sie sich besser verstreichen. Die Hälfte der Konfitüre nun auf den Biskuit streichen. Circa 1/3 der Himbeercreme gleichmäßig auf den Marmeladenboden streichen. Die Hälfte der Himbeeren (75 g) auf die Creme verteilen und leicht in die Creme hineindrücken. Dann kommt der zweite Biskuitboden darauf, diesen mit der restlichen Konfitüre einstreichen und wieder 1/3 der Creme darauf geben und glattstreichen sowie die restlichen Himbeeren hineindrücken. Nun den letzten Boden daraufsetzen. Die komplette Torte mit der restlichen Tortencreme einstreichen (auch die Ränder). Damit die Oberfläche glatt wird, ein Messer in heißes Wasser tunken und dann damit die Ränder glätten. Die Oberseite der Torte mit einem Tortenheber glätten, den man vorher in heißes Wasser gehalten hat.

Zusammensetzen der Torte und Dekoration

Nun wird die Himbeertorte auf die Pfirsichtorte gesetzt. Dies mache ich mit einem Kuchenheber aka. Tortenretter. Nun kommen die beiden gefärbten Cremes zum Einsatz. Diese verteile ich abwechselnd auf der Pfirsichtorte und deren Rändern. Mit einem Messer streiche ich dann entlang der Ränder bzw. der Oberfläche, sodass die beiden Farben sich vermischen und ein leichter Ombré-Look entsteht.

Um die Torten anzugleichen, habe ich an den Rand der oberen Torte Sahnetupfen (ca. 75 g geschlagene Sahne) gespritzt. Da ich im Winter nicht gerne frische Beeren kaufe, habe ich auf Fruchtdekoration komplett verzichtet und mich dafür an Deko-Schmetterlingen und Mazipanblüten aus der Backabteilung bedient, die ich in Buttercreme-Tupfen gesteckt habe, damit sie besser halten. Zusätzliche habe ich die Torte mit Glitzerpuder (essbar natürlich!) bestäubt. Der Dekoration sind aber keinerlei Grenzen gesetzt!


1 Kommentar:

  1. Was für eine traumhafte Torte und so wunderschön frühlingshaft. An eine zweistöckige Torte habe ich mich noch nie drangewagt, ganz toll.
    Liebe Grüße
    Sigrid

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