Montag, 17. April 2017

Münsterländer Struwen [Westfälische Küche]

Heute habe ich wieder ein Rezept aus dem Münsterland!
Nach dem Roggen-Rosinenbrot und den Stippmilch-Ecken habe ich mich nun an Münsterländer Struwen gewagt.
Dieses Hefegebäck kommt klassischerweise Karfreitags auf den Tisch. Von der Form her erinnern die Struwen an Pancakes, da sie klein und rund daherkommen. Der Teig ist im Nu zubereitet und anders als Hefeteig, der üblicherweise eine Stunde oder mehr gehen soll, wird dieser bereits nach 20 Minuten weiterverarbeitet und zwar in der Pfanne.
Es ist ein eher zäher Hefeteig, der mit einer Kelle in eine gut mit Öl bepinselte Pfanne gegossen wird und dort in kurzer Zeit fertig bäckt.
Oft wird der Struwen-Teig mit Rosinen gespickt, manchmal auch mit Äpfeln. 
Dazu gibt es Zimtzucker, Puderzucker oder wie bei uns Apfelmus.
Damit die ersten Struwen nicht kalt werden, habe ich sie zum Warmhalten in den Ofen bei 50° C gepackt und erst als alle fertig gebacken waren, auf den Tisch gestellt.
Die Struwen standen ja schon lange auf meiner Liste bzw. waren auf meinem Pinterest-Board vorgemerkt. Aber erst als ich Karfreitag Bilder auf sozialen Netzwerken sah von dieser Münsterländer Spezialität, sind sie mir wieder eingefallen. Ich habe mich auch kurze Zeit später in die Küche gestellt und den Teig gerührt.
Man kann die Struwen bestimmt auch ganzjährig essen, wenn es einem danach gelüstet. Ich habe sie zumindestens vergangenen Sommer bei Münster verwöhnt am Schlossplatz probiert, hier allerdings in der herzhaften Variante mit Kräutern - Auch sehr lecker! :)

Das Rezept habe ich übrigens von der Seite des landwirtschaftlichen Wochenblatts

Zutaten für 12-15 Struwen:
500 g Mehl (bei mir Dinkel Typ 630)
1 Pck. Trockenhefe (oder ein Stück Frischhefe)
2 EL Zucker
1 Prise Salz
2 Eier
3/8 l Vollmilch (375 ml)
125 g Rosinen (vorher abspülen)

Außerdem:
Rapsöl zum Braten
Zimtzucker
Puderzucker
Apfelmus

Für das Apfelmus:
4 mittelgroße Äpfel
1 EL Zitronensaft
2 EL Vanillezucker
 
Zubereitung:
 Das Mehl mit der Hefe und dem Zucker mischen. Übrige Zutaten (außer Rosinen) zufügen und alles zu einem homogenen Teig verrühren. Den Hefeteig an einem warmen Ort 20 Minuten gehen lassen. Anschließend die Rosinen unterkneten.
Eine Pfanne mit Öl erhitzen und jeweils mit einer kleinen Kelle oder einem Esslöffel vier gleichgroße Teig-Portionen in die Pfanne geben. Von beiden Seiten goldbraun anbraten (Vorsicht, das geht schneller als man denkt!).

Für das Apfelmus die Äpfel gut waschen. Kerngehäuse entfernen, vierteln und in nicht allzu große Stücke schneiden. In einem Topf geben, Zitronensaft und Zucker zufügen und bei mittlerer Hitze einige Minuten dünsten. Anschließend mit dem Pürierstab pürieren.

Anschließend mit Puderzucker oder Zimtzucker servieren und einem Klecks Apfelmus  :)
Guten Hunger!

P.S. Ich habe gerade gesehen, dass dies schon mein 300. Post auf diesem Blog ist! 😳
 
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Kommentare:

  1. Ich finde es immer wieder interessant landestypische Gerichte kennenzulernen, von Struwen habe ich nämlich noch nue gehört. Klingen sehr lecker und ich liebe ja sowieso Pancakes, deswegen würde ich Struwen sicher auch lieben=)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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    1. Ja, Struwen erinnern wirklich an Pancakes :D
      Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass man die nicht mögen kann, die sind einfach lecker, so frisch aus der Pfanne mit schön Puderzucker obendrauf :))

      Liebe Grüße
      Patricia

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  2. sind struwen nicht sowas ähnliches wie diese englischen "crumoets" oder irr ich mich xD

    LG Susi

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    1. Ja stimmt, Crumpets sind ja auch aus Mehl und Hefe hergestelltes Gebäck aus der Pfanne :)

      LG
      Patricia

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  3. oh, ich liebe solche regionalen Spezialitäten, die man außerhalb der Landesgrenzen dann doch oft weniger kennt ;.)- die Struwen sehen seeehhhr lecker aus !

    love
    sophia

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    1. Ja, regionale Spezialitäten sind schon was Feines! :)
      Danke für deinen Kommentar! :)

      Liebste Grüße,
      Patricia

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  4. Liebe Patricia,
    wieder etwas dazu gelernt...... Es ist faszinierend zu sehen, was in anderen Landstrichen auf den Teller kommt - die Struwen waren mir völlig unbekannt...... klingen aber super lecker.
    Liebe Grüße Sigrid

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    1. Liebe Sigrid,
      Struwen sind auch was Feines, ich bin immer noch begeistert von den kleinen Hefe-Pfannkuchen :))

      Liebe Grüße,
      Patricia

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