Dienstag, 10. Februar 2015

Brotblume mit Nutella aka. Nutellastern - (K)eine brotlose Kunst

scroll down for the english version

Ich bin soooo stolz!
Habt Ihr in letzter Zeit auch mehrfach diese gedrehten Hefegebäcke auf Instagram und in Zeitschriften bewundert? Mensch, da gab es ja kein Entkommen mehr!
Meine Neugier war wieder einmal rieeeeesengrooooß (und die meiner Mutter auch) und wir wollten sie sobald wie möglich mal nachbacken. Nach einigen Wochen - als ich dann auch endlich mal wieder zuhause aufgeschlagen bin - konnte es dann losgehen.
Im Vorfeld hatten wir ja überlegt, welche Füllung wir nehmen. Gesehen habe ich nämlich auch die Varianten mit Zimtbutter und die mit Pesto. Wir haben uns aber relativ schnell für Nutella entschieden. Wenn das Experiment klappt, kann man ja die anderen beiden Füllungen auch mal für Feste probieren ;-)
Und obwohl man annehmen kann, dass es sich hierbei um ein großes Hexenwerk handeln könnte - ich meine, das Muster sieht doch echt ein bisschen komplex aus oder? -war es gar nicht so schwierig und als das Ding fertig geflochten war, war ich echt ein bisschen stolz.
Gut, bevor wir uns daran gewagt haben, haben wir uns bei Youtube ein Tutorial von Sally's Tortenwelt angeschaut, sicher ist sicher. Okay, ich gebe zu: Erst nachdem ich die Drehtechnik 2x gesehen habe, hatte ich den "Dreh" raus (haha, kleines Wortspiel!) :D
 
Auf jeden Fall ist diese Brotblume oder Nutellastern oder wie Ihr das Gebäck titulieren wollt, fabelhaft und sobald man den Dreh mit der Drehtechnik drauf hat, geht's auch wirklich flott von der Hand. Generell hat die Zubereitung überhaupt nicht lange gedauert, wie man vielleicht meinen könnte.
 
Ich empfehle Euch aber trotzdem vorab das Video von Sally's Tortenwelt zu verinnerlichen, weil visuelles Lernen in Form von Filmen/Videos ja immer etwas nachhaltiger ist als bloßes Durchlesen. Ich habe zwar mein Bestes gegeben mit der Beschreibung, aber naja. Einen Preis werde ich mit der Beschreibung sicherlich nicht gewinnen, hihi.  Ansonsten helfen  Euch vielleicht meine Step-by-Step-Fotos ein kleines bisschen :-)
Zutaten:
Für den Hefeteig:
500 g Weizenmehl
1 Pck. Trockenhefe
1 Prise Salz
200 ml Milch
50 g Butter
50 g Zucker
etwas Abrieb einer Bio-Zitrone
1 Prise Zimt
1 Prise Vanilleextrakt
Für die Füllung:
ca. 4 EL Nutella
 Zubereitung:
Zuerst aus den angegebenen Zutaten einen Hefeteig herstellen und diesen ca. 1 Stunde ruhen lassen.
Anschließend in 3 gleichgroße Portionen teilen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche jeweils zu drei gleichgroßen Kreisen ausrollen. Nehmt am besten eine Springform (26cm Durchmesser) als Hilfe, so ist sichergestellt, dass jeder Kreis exakt gleichgroß ist.
Den ersten Kreis auf den mit Backpapier belegten Springformboden legen. Das Nutella in der Mikrowelle ca. 20 Sekunden lang erwärmen (dann lässt es sich besser streichen). 2 Esslöffel Nutella nun auf den ersten Teigboden streichen (geht super mit einem Tortenheber!). Den 2. Kreis obendrauf legen. Das restliche Nutella (2 EL) nun darauf geben und wieder verstreichen. Darauf achten, dass das Nutella wirklich bis zum Rand gestrichen wird, also der ganze Boden bedeckt ist. Den letzten Kreis obendrauf setzen.
Nun ein schmales Glas mittig auf den Boden platzieren und mit einem scharfen Messer (oder einem Pizzaroller oder Pizzaschneider, wie auch immer das Ding heißt) 16 schmale Stücke schneiden, die Mitte aber jeweils aussparen.
Anschließend immer zwei Stränge nehmen und diese voneinander weg zweimal drehen. Bei mir ging es am besten, wenn ich erstmal eine Drehung gemacht habe und kurz abgelegt und dann den nächsten Schwung gemacht habe.
Wenn Ihr das 8 x gemacht habt und einmal herum seid, immer die zueinander gehörigen Teigstränge nochmal ein klein wenig drehen und untenherum zusammendrücken (sodass die Füllung nicht so leicht auslaufen kann). Was dann noch oben absteht, weiter herum drehen und auch nach unten drücken. So mit den anderen Teigsträngen weiter verfahren. Am Ende sollte es dann so aussehen:

Anschließend nochmal kurze Zeit gehen lassen und im vorgeheizten Ofen bei 180°C Ober-/Unterhitze ca. 20 Minuten backen bis eine angenehme Bräune vorhanden ist (ich habe ihn 16 Minuten gebacken und danach ausgeschaltet, die restlichen 4 Minuten im geschlossenen Ofen gelassen und dann herausgeholt). Die Konsistenz war da echt perfekt, kein bisschen trocken, aber auch nicht klietschig. Auf den Punkt, sozusagen ;-)
Aber bitte beachten: Jeder Ofen tickt bäckt anders!
Bei Miss Blueberrymuffin's Kitchen findet Ihr diese Art auch in der Zimt-Variante, sozusagen als riesengroßer Zimtstern!
Und ich finde diese Hefeblume kann man auch hervorragend als ausgedehntes Sonntagsfrühstück empfehlen. Gibt es was Besseres als frisch gebackenes Hefegebäck?
Also: Alles klar? Dann
happy Baking und nicht zu lange warten mit diesem supercoolen Hefegebäck!
Ach...und bloß keine Angst davor. Wenn ich es mit meinen Grobmotorikerhänden geschafft habe, schafft Ihr das locker! :-)
(Meine Finger sind in der Realität auch gar nicht so dick wie auf den Fotos, aber im Fernsehen Internet wirkt man ja immer 10 Kilo dicker. Sogar die Hände ;D

Print Friendly Version of this pagePrint Get a PDF version of this webpagePDF

Kommentare:

  1. Hm, ja diese winderschönen Sterne sieht man nun wirklich vieler Orts. Sie sehen aber auch zu schön aus und schmecken sicher ganz wunderbar!Ich bin grosser Hefeteigfan, besonders wenn es ums Essen geht, backen..nun ja;)
    LIebe Grüsse,
    Krisi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Aber vor Hefeteig braucht man wirklich keine Angst haben, Krisi! ;-)
      Weißt du was? Mein Hefeteig war dieses Mal auch nicht so fluffig, sondern recht kompakt (ich glaube, ich habe ihn zu kurz geknetet) und hatte schon das Gefühl, dass es nichts wird. Aber diese Brotblume war von der Konsistent echt gut! (Damit will ich nicht meine Backkünste loben, sondern klarmachen, dass der Teig auch wenn er nicht so doll aufgegangen ist, trotzdem gut werden kann!).

      Liebe Grüße
      Patricia

      Löschen
  2. Ja, diesen Nutellastern hatte mich schon auf Instagram begeistert - einfach wunderschön und total ausgebufft!!! Auf jeden Fall ein guter Grund, stolz auf sich zu sein!!! Und Deine Anleitung mit den tollen step-by-step-Fotos ist richtig anschaulich! Das könnte doch in keinem Backbuch besser dargestellt werden - super! Vielen Dank!!!

    Liebe Grüße
    Tina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh, vielen Dank für diese lieben Worte! : ) Da werde ich ja schon ein wenig rot... ;-)

      Liebe Grüße und einen wunderschönen Tag Dir
      Patricia

      Löschen
  3. Wow, da kannst du auch stolz drauf sein - wunderschön!! Und ganz, ganz tolle Bilder. Jetzt so ein lauwarmes Stück davon wäre fein... ;-) Ich träume dann mal weiter von Nutella-Hefegbäck! :-D Liebe Grüße!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke sehr! : )
      Ich würde Dir ja gerne ein Stückchen herüber beamen, damit deine Träume wahr werden. Aber leider ist das gute Stück schon läääängst verputzt :D

      Liebe Grüße
      Patricia

      Löschen
  4. Hmm...das kannte ich noch nicht, aber irgendwie juckt es mich grad in den Fingern.... :)
    Danke für die tolle Anleitung...und ja, es ist auch ohne Video gut zu verstehen (auch wegen der Fotos).

    PS: Warum kaufst du dir nicht einen dieser Ministandöfen....gibt es bei div. Discountern manchmal schon für 30 Euro...dann kannst du auch zuhause jeden Tag backen....*lacht*! Hab ich in meiner Studi-WG nämlich auch...

    lg,
    Mika*

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hi Mika!
      Jaaa, als ich diese Brotblume das erste Mal gesehen habe, hatte ich auch schon dieses verräterische Jucken in den Fingern ; )
      Das ist ja schön, dass es auch schon durch die Bilder so gut veranschaulicht und ein Video gar nicht mehr nötig ist : )

      Hihi, ja ich habe auch schon mal an einen dieser Mini-Backöfen gedacht, aber ohne hat es den Vorteil, dass ich unter der Woche (oder auch mal mehrer Wochen) keinen Kuchen esse (tut ja auch mal ganz gut ;) und mich umso mehr auf das Nachhausekommen freue :D

      Liebe Grüße
      Patricia

      Löschen
  5. Ich habe das Kunstwerk ja schon auf Insta bewundert! Für mich einer der schönsten Posts überhaupt - und bestimmt auch richtig lecker.
    Den Stern habe ich neulich auch in einer Ausgabe v. schrot & korn gesehen, da war das Ganze aber herzhaft mit Pesto gefüllt.

    Hach, ich hätte auch gern so viel Backtalent - aber ich geb mir Mühe und dein Blog hilft mir ganz viel dabei!

    Bis dann! ;-)
    Claudi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke sehr, Claudi! : )
      Hihi, ob es einer der schönsten Posts ist Ansichtssache, aber definitv einer der bildlastigsten Posts :D

      Oh und in der Schrot & Korn - Ausgabe habe ich diese Gebäck zum ersten Mal gesehen, was für ein lustiger Zufall! : )
      Die Pesto-Variante möchte ich dann auch nochmal probieren, die reizt mich auch ;-)

      Liebe Grüße
      Patricia

      P.S. Du hast doch auch so viel Backtalent! Von wem habe ich denn das phänomenale Rezept für den saftigsten aller Eierlikörkuchen und die tollen Frühstücks-Cookies? : )

      Löschen
  6. Jaaaa. Diese Blume habe ich in den letzten Tagen auch immer mal wieder durch's Netz wabern sehen. --> Und mich immer gefragt, wie man das gute Stück hinbekommt, ohne vorher eine sechs-jährige Ausbildung zu machen. ;) Aber nach deinen Bildern zu urteilen, sieht es ja gar nicht mal so kompliziert aus. Ich glaube, ich probiere das auch mal aus.....

    Liebe Grüße zu dir,
    Sarah Maria

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Sarah Maria,
      ich dachte vorher auch, dass man als Normalsterblicher so ein kleines Kunstwerk nicht zu Stande bringen kann. Aber siehe da, es ist möglich ;D

      Falls Du es mal nachmachen möchtest, wünsche ich Dir viel Spaß dabei! : )

      Liebe Grüße
      Patricia

      Löschen
  7. Hallöchen! :)
    Ich habe mich nachdem ich heute endlich mal Zeit gefunden habe, an diese "Blume" gewagt, bis auf ein bischen (unsaubere) Arbeit mit dem Nutella...*hüstel* sieht sie zumindest schon mal gut aus. Hoffe, sie schmeckt auch wie sie soll wenn ich sie nachher zum Kaffee serviere...*lacht*
    PS: Mir ist übrigends was aufgefallen...du schreibst, das man den Teig eine Stunde gehen lassen soll. Ich finde, das ist zuviel...denn selbst auf meinem Trockenhefepackerl steht eine viertel bei "normalen" und eine halbe bei schweren (Stollen) Teigen. Ich hab mich dann mal für die goldene Mitte entschieden und ihn eine halbe gehen lassen. Irgendwo in den Kommentaren hast du ja geschrieben, das dein Teig sehr kompakt war, und eben das passiert (manchmal) wenn er zu lange geht. Hatte ich alles schon...*tüdelü*
    Also dann, ich freue mich schon auf neue Rezepte von dir und hoffe, ich komme mal zum nachbacken all der leckeren Sachen...
    glg,
    Anne

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Anne,
      vielen Dank für dein Feedback.
      Hihi, also ich habe das Nutella auch nicht so picobello draufgestrichen, da ging es schon einiges ein bisschen daneben *grins*
      Deinen Tipp werde ich mir zu Herzen nehmen und beim nächsten Mal nur 30 Minuten gehen lassen. Mal sehen wie die Konsistenz dann ist. Bisher habe ich eigentlich immer die Hefeteige 45-60 Minuten gehen lassen und das hat auch zu 90 % geklappt ;-) Ich dachte sonst, ich hätte ihn einfach zu kurz geknetet, dass er deshalb so kompakt geworden ist.

      Ich hoffe, die Brotblume hat dir und deinen Gästen/Familie auch gut geschmeckt. Aber frischer Hefekuchen und dann noch mit Nutellafüllung? Das muss doch gut schmecken *lach*

      Viele liebe Grüße und viel Spaß beim weiteren Ausprobieren meiner Rezepte! (Wenn was nicht klappen sollte oder unklar ist, kannst du dich gerne nochmal melden :-)
      Patricia

      Löschen
  8. Das sieht wirklich verführerisch aus, eine Frage hätte ich jedoch noch: wie lange ist dieses "Brot" haltbar? Es Sonntagmorgen erst zu backen, bevor ich es vernaschen darf, wäre eine zu harte Herausforderung für mich ;-) Kann man es schon am Tag davor zubereiten oder schmeckt der Hefeteig dann nicht mehr?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das Brot schmeckt auch am zweiten Tag, allerdings ist es frisch aus dem Ofen wirklich am allerbesten :-) Bei uns war die Blume auch schon am zweiten Tag aufgefuttert, weil sie frisch halt soo lecker war :-D
      Ich habe es zwar noch nicht ausprobiert, aber gelesen, dass man solche Hefegebäcke auch vorbacken kann und anschließend einfriert und dann wenn man es braucht, zu Ende backt.
      Also in diesem Fall, backt man die Blume vielleicht nur 10 Minuten vor, friert es dann ein und backt es anschließend nochmal 5-10 Minuten im Ofen auf. Wäre vom Aufwand doch in Ordnung oder?
      Aber wie gesagt: Die Brotblume schmeckt am zweiten Tag auch noch! Sicherheitshalber kannst du ja eine dickere Nutellaschicht draufgeben, dann hält es eher frisch/bleibt eher saftiger.
      Ich hoffe, ich konnte dir helfen! :-)

      Viel Spaß beim Backen und viele Grüße,
      Patricia

      Löschen
  9. Hallo..Super deine Anleitung....Wahnsinn. Ich habe sie auch schon häufig gebacken und auch herzhaft. Sie kommt immer so gut an...
    Lieben Gruß

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke, dass freut mich! Ich dachte, so eine kleine Anleitung wäre für ein solches Gebäck ganz sinnvoll ;)
      Die herzhafte Variante habe ich noch nicht probiert, muss aber definitiv nochmal ausprobiert werden! :)

      Viele Grüße,
      Patricia

      Löschen
  10. Ich habe den Nutellastern erst vor kurzem gebacken und bin immer noch total begeistert!
    Viele Grüße :)
    Melanie

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, ich habe ihn seitdem auch oft gebacken. Schmeckt sooo gut! :)

      Viele Grüße,
      Patricia

      Löschen
  11. Diesen Nutellastern gab es kurzerhand am letzten Osterferienfreitag zum Frühstück. Eine super Grundlage für einen anstrengenden Schwimmbadtag :-)
    Er ist - dafür, dass er optisch echt was her macht - recht einfach zu fertigen und ich habe sogar noch ungeliebte Osterschokolade grob auf die Nutella gebröselt. (Ist die auch schon mal weg...)
    Vielen Dank für das Rezept und die genaue Anleitung. Den gibt´s definitiv wieder bei uns!!!
    LG, Hanna F.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Hanna! Schön, dass du wieder was nachgebacken und Feedback dagelassen hast! :) Und du hast Recht: Er ist sooo einfach zu machen! Beim zweiten Mal klappt alles perfekt, ist dann schon quasi wie einen normalen Rührkuchen zu backen, so fix geht's von der Hand :)

      Liebe Grüße
      Patricia

      Löschen

Hier kannst du ein Kommentar hinterlassen, wenn du magst. Ich würde mich sehr freuen!

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...