Donnerstag, 11. Februar 2016

Roggen-Rosinenstuten {Ein Export-Rezept aus dem Münsterland}

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Habt Ihr schon mal von Roggen-Rosinenbrot gehört?
Also, ich kannte bis dato nur normales Schlichtes Roggenbrot und schlichtes Rosinenbrot aus Weizenmehl.
Erst als ich vor über einem Jahr das erste Mal auf dem Wochenmarkt in MS war, begegnete mir diese Brotspezialität. Und nicht nur bei einem Bäcker. Nee, das hatte JEDER Bäcker im Angebot!
Ich habe mich ja hier mal als kleiner Rosinen-Hasser geoutet und da ist es ja nur eine logische Konsequenz, dass ich dieses Roggenrosinenbrot beim Bäcker in der Auslage links liegen lasse. Aber Pustebrot, äh Pustekuchen! Ich war zu neugierig, wie das so schmeckt. Rosinenstuten fand ich früher nämlich ganz okay ; )
Habs mir also gekauft und zuhause probiert. War top
Richtig fluffig, ich wusste gar nicht, das Roggenbrot so fluffig sein kann! Seitdem kaufe ich es hin und wieder und als ich in den Semesterferien zuhause war, hatte ich da auch Lust drauf. Aber ich war halt zuhause (nicht in MS)  und konnte nicht mal eben 200 km gen Wochenmarkt düsen.
Also? Selberbacken!
Zutaten (für 1 normalgroßen Laib):
150 g Dinkelmehl Typ 630 (alternativ normales Weizenmehl)
150 g Roggenmehl Typ 1150
1 Pck. Trockenhefe
1 EL Zucker
1 Prise Salz
50 g Butter, geschmolzen
150 ml Milch
150 ml Wasser
150 g Rosinen

Zubereitung:
Die Rosinen gut abwaschen und trocken tupfen bzw. trocknen lassen. Währenddessen die beiden Mehlsorten mischen, Hefe, Zucker und Salz hinzufügen. Milch, Wasser und die geschmolzene Butter ebenso und alles einige Minuten lang zu einem glatten Teig kneten. Zuletzt die Rosinen unterkneten. Den Teig nun ca. 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen bzw. solange, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
Den Teig nochmals kurz durchkneten und in eine gefettete und mit Mehl ausgestreute Form setzen und nochmals 10-15 Minuten gehen lassen, ggf. mit etwas Mehl bestäuben. In dieser Zeit den Ofen auf 210°C Ober-/Unterhitze vorheizen und das Brot anschließend 30 Minuten backen. Nach 20 Minuten die Temperatur auf 190°C herunterschalten.
Das Brot sollte sich aus der Form lösen und wenn man auf der Brotunterseite klopft, sollte es hohl klingen. 

*Ich habe das Rosinenstuten zweimal gebacken. Einmal mit Vollkornmehl und einmal mit Dinkelmehl Typ 630. Die Variante mit den hellen Dinkelmehl hat mir besser gefallen. Es ist fluffiger und wird nicht so schnell trocken wie die Vollkornvariante.
Same mistake as usual: Ich hab das Brot mal wieder direkt frisch aus dem Ofen angeschnitten. Daher sieht der Anschnitt nicht so sauber aus :D
Rye Flour and Raisin Bread
Ingredients (serves: 1 loaf)
150 g light spelt flour
150 g rye flour
1 packet of dry yeast
1 tbsp sugar
pinch of salt
50 g butter, melted
150 ml milk
150 ml water
150 g raisins

Please write a comment under this blogpost if you would like the complete recipe an direction in English.


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Sonntag, 7. Februar 2016

Pfirsich-Streuselkuchen mit Vanilleschmand {Bis über beide Lippen verliebt!}

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Leute, was bin ich froh, dass ich keinen Karnvel feier'!
Denn nur wer Karneval feiert, für den gilt auch die Fastenzeit ;D
Und wenn man keinen feiert, braucht man auch keine Fastenzeit einzuhalten, meine Devise ;) 
Aber falls für Euch doch die Fastenzeit beginnt in den kommenden Tagen: Backt vorher unbedingt diesen Kuchen nach! Es looooohnt sich!
  
Den Kuchen hier habe ich neulich für eine Geburtstagsfeier gebacken, weil ich viele Leute satt bekommen wollte. Das heißt also schon mal: Blechkuchen-Alarm! ;D
(an dieser Stelle: Kein Sorge, falls ihr nur Eure kleine Familie damit beglücken wollt: Halbiert das Rezept, dann habt Ihr eine 26-er Springform zum Glücklichsein)

Auf der Suche nach einem geeigneten Rezept habe ich diesen Kuchentraum entdeckt!
Lockerer Rührteig, saftiges Obst, cremige Vanilleschicht (im gebackenem Zustand schon käsekuchenmäßig unterwegs das Ganze ;) und mein liebstes Kuchen-Accessoire:
 S t r e u s e l.

War also irgendwie klar, dass ich diesen Kuchen machen musste und keinen anderen oder? ; )
Und was soll ich sagen: So ein Kuchen kann ja nur gut schmecken! 8-)
Er schmeckt sowohl am ersten Tag (bloß einen Moment abkühlen lassen, damit sich die Füllung setzen kann), aber tendenziell eine Ecke besser, wenn er ein, zwei Tage durchgezogen ist (schwer zu widerstehen, aber mit einem unverschämt hohem Maß an Selbstdisziplin und einem Schloss vorm Kühlschrank sollte es gehen…oder Ihr backt einen „Ablenkungskuchen“...oder Ihr verlasst das Haus und kommt erst am nächsten Tag wieder :D)
Aber deshalb ist das ein prima Geburtstagskuchen, da man ihn problemlos ein oder zwei Tage im Voraus backen kann um sich am eigentlichen Tag um die wirklich wichtigen Dinge zu kümmern (nämlich: Kuchen essen ;D)
Ich werde das gute Stück hier noch öfters backen, als Nächstes mit Kirschen! Kirschen pur essen geht bei mir nicht so gut (genau wie Pfirsiche und so allerlei anderes frisches Obst), aber im Kuchen ist das alles kein Problem :D
(Und da man ja auf eine ausreichende Obstzufuhr achten sollte, muss man da schon mal mit Obstkuchen nachhelfen :`D #läuftbeimir #beieuchauch? )

Und wisst Ihr was noch so toll an diesem Kuchen hier ist? Durch die verschiedenen Komponenten (Rührteig, Streusel, Creme) habt Ihr nachher ganz viele Schüsseln zum Auslecken ;D
Ihr seht: Ich komme gar nicht mehr aus dem Schwärmen heraus bei diesem Kuchen. Ein Kuchen mit Lieblingskuchenpotential! :)

Zutaten (für ein großes Blech voll saftiges und fruchtiges Streuselkuchenglück)      
Rührteig:
300 g Mehl
3 TL Backpulver
1 Prise Salz
125 g Zucker
150 Butter
3 Eier
1 Schuss Mineralwasser
1 Pck. Vanillezucker
2 EL Zitronensaft

1 Dose Pfirsiche (alternativ: 1 Glas Kirschen) im Sommer vorzugsweise Frischware, aber Winter ausnahmsweise mal Konservenware erlaubt ; )

Vanilleschmand:
1 Liter Vollmilch
3 Pck. Vanillepuddingpulver
50 g Zucker
3 Becher Schmand (hört sich viel an, aber ist ja für ein großes Blech! ;)

Streusel:
170 g weiche Butter
150 g Zucker
200 g Mehl
1 Prise Zimt und Vanille

Zubereitung:
Zuerst den Pudding herstellen, da dieser etwas herunterkühlen muss:
Dafür das Pulver mit dem Zucker und etwas kalter Milch glattrühren. Restliche Milch erhitzen und sobald diese hochkocht, die glattgerührte Stärke einrühren, bis die typische Puddingkonsistenz erreicht ist. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Für den Rührteig Zucker und Butter cremigrühren, Eier einzeln untermixen.
Nun die restlichen Zutaten unterrühren. Teig auf eine Backblech (vorher einfetten oder mit Backpapier auslegen, bitteschön!) geben und gleichmäßig verteilen.
Pfirsiche in kleine Würfel schneiden und auf dem Teig verteilen.

Den Schmand nun unter den nur noch warmen Pudding unterrühren und die Masse anschließend auf den Rührteig mit den Äpfeln geben und glattstreichen.

Für die Streusel alle Zutaten miteinander verkneten und auf die Pudding-Schman-Masse verteilen.
Im Ofen bei 175°C ca. 50-60 Minuten backen.
Super Moist Crumbcake with Peaches and Vanilla Cream
Ingredients
Dough:
300 g flour
3 tsp baking powder
pinch of salt
125 g sugar
150 butter
3 eggs
dash of mineral water
15 g vanilla sugar
2 tbsp lemon juice

some Peaches or Cherries

Vanilla Cream:
1 liter whole fat milk
3 packages vanilla pudding powder (instead: 110 g cornstarch with a pulp of a vanilla pod or vanilla extract)
50 gsugar
3 cups of sour cream

Crumbles:
170 g soft butter
150 g sugar
200 g flour
pinch of cinnamon and vanilla
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Mittwoch, 3. Februar 2016

Dinkel-Haferbrötchen {Zum Sonntagsfrühstück oder als Burger deluxe!}

Seit diesem schnellen Haferkleie-Brot (da ohne Gehzeit) bin ich ja ein großer Kleie-Fan! Und nachdem ich umgeswitcht bin auf Haferkleie, gebe ich davon auch immer etwas mit zu meinem allmorgendlichen Haferflocken-Gedöns (oder um es auf neudeutsch zu sagen: Breakfast Bowl :P). 
Weizen-oder Dinkelkleie mag ich im Müsli nicht sooo gern, aber Hafer schmeckt prima, find' ich!

Als ich dann vor einiger Zeit im Brotbackbuch meiner Mutter diese Haferbrötchen gesehen habe, musste ich die unbedingt ausprobieren! Ich hatte sie mittags gebacken und wollte sie eigentlich für die kommenden Tage einfrieren, damit man sie sich nach Bedarf rausholen und auftauen kann. Aber dann hatten wir mittags Hirsebratlinge und Rohkost und dann haben wir uns kurzerhand einfach Veggie-Burger mit diesen Brötchen gebastelt!
Hundertmal besser als diese pappigen Brötchen, die man sonst von Burgern kennt.
(Vom Burger an sich hab ich keine Bilder gemacht, weil ich keine Lust habe, Fotos zu machen, wenn meine Familie am Essen ist. Stört irgendwie nur, finde ich. Und außerdem muss ja nicht alles fotografisch festhalten, was man isst oder? :P)

Also: Wenn Ihr mal wieder Lust auf eine neue Brötchensorte zum Sonntagsfrühstück habt oder auf selbstgebastelte Burger: Here comes the recipe! 
Zutaten für 6 Dinkel-Haferbrötchen:
100 g Dinkelmehl Type 630
100 g Mehl Type 1050 (Dinkel oder Weizen)
75 g Haferkleie (alternativ: Dinkel-oder Weizenkleie)
25 g Haferflocken
½ TL Salz
3 EL Öl (z.B. Rapsöl)
ca. 175-200 ml Wasser
1 Päckchen Trockenhefe

Zubereitung:
Alle trockenen Zutaten mischen. Öl und Wasser hinzufügen und alles solange mit einander verkneten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Diesen an einem warmen Ort für 1 Stunde gehen lassen. Erneut durchkneten und in 6 Portionen teilen. Darauf jeweils ein Brötchen formen und nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen. Mit einem Messer einritzen und evtl. mit Wasser und Haferflocken besprenkeln.
Im vorgeheizten Ofen bei 220°C ca. 20 Minuten backen.
noch im ungebackenen Zustand
Oat Rolls
Ingredients:
100 g light spelt flour
100 g wheatflour (or spelt flour) Typ 1050
1 packet of dry yeast
75 g oat bran
25 g whole grain oat flakes
½ tbsp salt
3 tbsp vegetable oil
ca. 175-200 ml water

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Backt Ihr auch manchmal Eure Brötchen selbst? Wenn ja: Was ist Euer Lieblingsrezept?

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