Mittwoch, 22. Juni 2016

Hafer-Streuselkuchen 2 ways: Blueberry Cheesecake & Kirsche [Made with ♥. Und Joghurt-Hefeteig!]

Über Streuselkuchen könnte ich mich hier ja in epischer Breite auslassen, weil: Lieblingskuchen! :)
 Und deswegen gibt es auch ein klitzekleines No-Go beim Streuselkuchen, nämlich:
Streuselkuchen mit nur ganz wenig Streuseln backen :o
  Wo möglich so wenig Streusel, dass man gar den Hefeteigboden sieht (*ihr müsst Euch jetzt hier eine ganze Reihe entsetzter Smileys (ne, dann wären es eher Shockies) vorstellen)
Für Streuseloholics wie mich, eine ganz ganz miese Sache ;D
Bei Streuselkuchen gilt nämlich: Je mehr Streusel, desto besser. 

Na ja, jetzt wo das Wichtigste geklärt ist, kommen wir zum zweiwichtigsten Part, der Füllung ;) 
Habt Ihr eigentlich eine Lieblingsvariante?  
Ich passe den Belag meist der Jahreszeit an, d.h. im Herbst Äpfel & Birnen, im Sommer Kirschen & Blaubeeren, im Winter und Frühjahr auch mal ohne Obst (dafür mit Vanillecreme) oder mit eingefrorenen Obst wie dieses Mal. Für Kirschen und Blaubeeren ist es noch zu früh, aber Blaubeeren habe ich noch vom letzten Jahr eingefroren gehabt. Und weil einige nicht so gerne Blaubeeren essen, habe ich noch ein Kirschkompott gemacht und 50:50 auf das Blech verteilt.
Yummy!
Den Hefeteig habe ich dieses Mal mit Joghurt statt Butter gemacht.
  Klappt und schmeckt super, das werde ich jetzt öfters machen! :)
Bei den Streuseln habe ich dieses Mal auch was Neues probiert. Weil ich nicht mehr so viel Dinkelmehl hatte, habe ich einfach Haferflocken fein gemahlen und so Hafermark erhalten. Und da ich vom 150g Joghurtbecher noch 50 g übrig hatte, habe ich auch etwas von der Buttermenge damit ersetzt.
Als ich das gute Stück in den Ofen bugsiert hatte, hatte ich ein bisschen Bedenken, ob das Freestyle-Backen auch geklappt hat. Ich habe die einzelnen Komponenten nämlich sehr spontan und frei Schnauze zusammen gehauen :D
Aber meiner Familie hat es gut geschmeckt! Mein Vater mochte sogar die Blaubeer-Variante, obwohl er Blaubeerkuchen überhaupt nicht gerne isst!
So ein Lob freut mich immer ganz besonders und deshalb backe ich wahrscheinlich auch so gerne, denn: Mit gutem Essen kann man (fast) Jeden glücklich machen :)

Auf den Bildern sieht das Ganze ja nicht sooo formschön aus, aber es schmeckt! Der Boden ist schön luftig, die Füllung macht alles saftig und obendrauf viele knusprige Streusel 8-)
Hefeteig (für ein ganzgroßes Blech voll Streuselkuchenglück):
500 g Mehl (bei mir 300 g Dinkelmehl Typ 1050 und 200 g Typ 630)
1 Pck. Trockenhefe
50 g Zucker
100 g Joghurt
250 ml Milch
1 Ei

Für die Kirsch-Variante (reicht für ein halbes Blech):
1 Glas Kirschen (inkl. Saft!)
+2 EL Speisestärke
1 EL Zucker
etwas Vanille

Für die Blaubeer-Cheesecake-Variante (reicht für ein halbes Blech):
250 g Quark
75 g Frischkäse
3 EL Zucker
Saft einer halben Zitronen (oder mehr je nach Geschmack)
1 leicht gehäufter EL Speisestärke
300 g Blaubeeren

Streusel:
100 g Haferflocken, gemahlen
50 g zarte Haferflocken
250 g Dinkelmehl Typ 630
100-150 g Zucker (je nachdem wie süßt Ihr es mögt)
100 g Butter
50 g Joghurt
etwas Zimt und Vanille

*Alternativ könnt Ihr auch einfach 400 g normales Mehl verwenden!

Zubereitung:
Für den Hefeteig alle Zutaten miteinander zu einem glatten Teig verkneten und diesen abgedeckt für ca. 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
Währenddessen kann das Kirschkompott hergestellt werden. Dafür die Stärke mit etwas Kirschsaft, Vanille und Zucker glattrühren. Den aufgefangenen Kirschsaft in einem Kochtopf zum Kochen bringen. Das Stärkegemisch einrühren. Sobald die Stärke andickt, den Topf vom Herd nehmen und die Kirschen hinzufügen.
Für die Blueberry-Cheesecake-Variante Quark, Frischkäse, Zitronensaft, Stärke und Zucker glattrühren.

Den Hefeteig nun auf einer bemehlten Fläche nochmals kurz durchkneten und auf ein gefettetes Blech setzen und die Fläche damit auskleiden.
Auf eine Hälfte das Kirschkompott verteilen, auf die andere Hälfte die Quarkcreme. Auf die Quarkcreme die Blaubeeren verteilen.
Zuletzt aus den o.a. Zutaten die Streusel herstellen (falls der Teig zu trocken sein sollt, etwas Milch zufügen) und über die Früchte verteilen.
Im Ofen bei 180°C für 25 Minuten backen.
Frisch genießen, die Blaubeerhälfte bleibt durch die Quarkcreme etwas länger frisch :)
Blueberry Cheesecake & Cherry Crumb Bars
Ingredients (for one baking tray - serves: ca. 20-25 pieces)

Yeast Dough:
500 g spelt flour
1 package dry yeast
50 g sugar
100 g yoghurt
250 ml milk
1egg

Cherry Compote
 (sufficient amount for 1/2 pan)
1 jar of cherries (ca. 350 g)
2 tbsp cornstarch
1 tbsp sugar
some vanilla extract

Blueberry Cheesecake
(sufficient amount for 1/2 pan)
250 g curd
75 g cream cheese
3 tbsp sugar
some lemon juice
1 tbsp cornstarch
300 g blueberries (fresh picked or frozen - it doesn't matter)

Crumbs:
100 g grounded oats
50 g fine oats flakes
250 g spelt flour
150 g sugar
100 g butter
50 g yoghurt
some grounded cinnamon and vanilla

Please write a comment under this blogpost if you would like the complete recipe and direction in English.

Samstag, 18. Juni 2016

15 Kuchen, die nach Sommer schmecken! #veryberry #verycherry #verylecker

Der Sommer ist da!
Okay, ich bin ein bisschen spät mit dieser Erkenntnis. Aber besser spät als nie!
(Und wenn ich so die letzten Tage aus dem Fenster geschaut habe, kam es mir eher wie Anfang April vor :P)

Aber egal, lassen wir uns vom Wetter nicht die Stimmung vermiesen. 
 Wisst Ihr schon, was Ihr diesen Sommer Schönes backen wollt, mit den Beeren aus heimischen Gefilden?
Wenn nicht, seid Ihr zur rechten Zeit am rechten Ort, würde ich sagen ;)
Als Anregung habe ich nämlich meine liebsten 15 Sommer-Kuchen augelistet (ich hätte keine Probleme gehabt mehr aufzulisten, aber man muss sich ja auch mal Restriktion auferlegen ;)

1. Mein liebster Cheesecake: Brownie Cheesecake mit Erdbeer-Nockerln
Unten ein saftiger Brownie, gefolgt von einer dekadent cremigen Schicht Cheesecake und um das ganze noch zu Topppen wölkchenleichte Erdbeer-Nockerl. Wer da wiederstehen kann...den kann ich nicht verstehen ;)

 
2. Erdbeer-Buttermilch-Cupcakes
Saftiger Rührteig mit Buttermilch, in der Mitte ein Klecks Erdbeerkonfitüre und ein cremiges Topping mit Erdbeersirup!

 

 3. Amarena-Kirsch-Blätterteig-Törtchen mit Ricotta-Creme
Köstlich-knuspriger Blätterteig, gefüllt mit einer Ricotta-Stracciatella-Creme und leicht beschwipsten Amarena-Kirschen. Danach scheint alles gar nicht mehr so schlimm (also wenn man genug Amarena-Kirschen intus hat ;D)



4. Flower Power Himbeer Pie Pops
Zwischen zwei buttrigen Mürbeteigschichten verstecken sich Schokolade und Himbeeren. Knaller-Kombi! Die gibt es jedes Jahr während der Himbeersaison bei uns bis zumn Abwinken. Oder bis die Himbeersträuche nichts mehr hergeben :P



5. Französischer Dessert-Klassiker: Kirsch-Clafoutis
Fluffiger Pfannkuchen-Teig, der im Ofen gebacken wird. Vorher lassen sich noch ein paar Kirschen auf dem Teig nieder.


6. Wenn es ganz schnell gehen muss: Prasselkuchen mit Konfitüre
Einfach einen Blätterteig schnappen, Lieblingskonfitüre obendruff und das Ganz noch mit Streuseln toppen. Denn mit Streuseln ist alles noch ein bisschen besser!


7. Leichtes Biskuittörtchen mit Quarkcreme & schokolierten Erdbeeren & Minze 
Luftiger Biskuit, eine leichte Quarkcreme und Schoko-Erdbeeren geben das perfekte Sommer-Törtchen ab...oder was meint Ihr?


8. Super erfrischender Zitronen-Käsekuchen ohne Boden
Liebster Lieblingskäsekuchen, der auch ohne Beeren nach Sommer schmeckt, dank Zitrone!
Falls der Käsekuchen reißt: Einfach mit Aprikosenkonfitüre auffüllen und es sieht aus wie Kunst! ;)


9. Samtiges Erdbeer-Baiser-Törtchen mit Kokos & Schokolade
Knackig-süßer Baiser, der mit Kokosraspeln und Schokostreuseln verfeinert wird. Obendrauf kommt eine Sahnecreme und viele, viele frische Erdbeeren!

  Falls die Beeren - regenbedingt - gerade ein kleines Päuschen einlegen und man trotzdem Lust auf was Sommerliches hat - backt diese erfrischende Zitronen-Tarte. Der Schoko-Mürbeteig harmoniert perfekt dazu!

11. Rote Grütze Käsekuchen mit butter-und zuckerfreiem Mürbeteigboden
Meine Devise "Lieber zwei Wochen am Strand schämen, als zur Beeren-Hochsaison eine Kuchenpause einzulegen" :D Aber mit einem butter-und zuckerfreien Mürbeteig mit einer fettarmen Käsekuchenschicht UND selbstgemachter zuckerfreier Rote Grütze, ist man ja auch nicht so fern von der Bikini-Figur ;D #einbildungistaucheinebildung


12. Erdbeer-Eierschecke
Dekadent-cremige Vanillepuddingschicht auf Käsekuchen. Das allein ist kein optisches Highlight, aber Erdbeeren sind nicht nur lecker, sondern auch äußerst fotogen ;)



13. Luftig-leichte Biskuit-Omelettes mit Himbeeren & Vanillesahne
Übertrieben fluffiger Biskuit (ich habe noch nie in eine Wolke gebissen, aber genau SO stelle ich mir die Konsistenz vor ;) gefüllt mit Vanillesahne und frische Himbeeren 

14. Spaghetti-Eis ohne Eis! Als Cupcake oder als Dessert
Spaghetti-Eis, was nicht sofort schmilzt, sobald man es anschaut. Zum so löffeln oder als Cupcake-Topping.
 
 

15. Eiswaffel Cakepops 
Saftig-aromatische Orangen-Rührteig, der nach dem Backen zerbröselt und mit Frischkäse vermengt wird. Daraus formst du ganz einfach Kugeln, tunkst sie in Schoki und setzt sie in Eiswaffelbecher. So genial! Kommen immer gut an, auch wenn der Cakepops-Hype schon längt vorbei ist.

 Und was ist Euer Favorit? :)

P.S. Ihr seid genial! :D Seit Wochen ist das Zimtschnecken-Müsli eines der meist geklicktesten Rezepte auf dem Blog. Mit dem Titel "Mit süßen Grüßen zum Nikolaus". Seid Ihr schon wieder in Weihnachtsstimmung? ;)

Mittwoch, 8. Juni 2016

Rohköstlich, vegan und blitzschnell gemacht: Schoko Rawnola & Chia-Erdbeer-Konfitüre

Die Chia-Marmelade habe ich bereits letztes Jahr öfters gemacht und war ganz entzückt, dass man zuckerfreie Marmelade ohne Einkochen (und somit Vitaminverlust) zaubern kann.
Aber das  R a w n o l a  (ein Mix aus raw  - also roh - und Granola) habe ich erst vor einigen Tagen das erste Mal ausprobiert und bin seitdem hin und weg!
Als ich das Rezept bei Rebekka von kichererb.se entdeckt habe, stand ich noch am selben Abend in der Küche und habe das ausprobiert. Auch hier kommt kein Haushaltszucker hinein. Die Süße kommt durch die getrockneten Datteln. Zuerst dachte ich, dass man vielleicht mit Ahornsirup nachsüßen sollte, aber das war nicht nötig! :)
Durch den Kakao ist es herrlich schokoladig, durch die Kokosflocken dezent exotisch.
Ich könnte mich da zurzeit echt REINSETZEN, so gut finde ich das!
Und beide Rezepte habt Ihr in weniger als 5 Minuten (aktive Arbeitszeit ;) zubereitet!

Falls Ihr keine Kokosnuss vertragt, kann man auch prima Sonnenblumenkerne verwenden. (Dann habt Ihr auch mehr ungesättigte Fettsäuren, da die Kokosnuss nur über gesättigte Fettsäuren verfügt <-- nicht so gut). Mir schmeckt die Sonnenblumenenkern-Variante auch etwas besser. Vielleicht probiere ich beim nächsten Mal mit Kürbiskernen, einfach mal der Abwechslung wegen :)
Auch bei den Gewürzen könnt Ihr Euch KREATIV austoben: Zimt, Vanille, Zitronen-oder Orangenabrieb - alles ist möglich!
Statt Haferflocken funktionieren Hirseflocken ebenso!
Ihr seht: Durch und durch wandelbar das Rezept! 

Verratet mir doch Eure Variante, falls Ihr das Rezept ausprobiert! :)
 
Zutaten für das Chocolate Rawnola:
45 g Datteln
15 g Kokosraspel (alternativ Sonnenblumenkerne)
15 g Hirseflocken (alternativ Haferflocken)
1 TL Kakao
Vanille oder Zimt (optional)

Zubereitung:
Die Datteln für eine Weile einweichen. Anschließend das Wasser abgießen und im Mixer klein machen. Hirseflocken bzw. Haferflocken und Kokosraspel bzw. Sonnenblumenkerne sowie gewünschte Gewürze zufügen. Alles kurz zu einer bröseligen (aber dennoch nicht zu trockenen!) Masse mixen. Falls sie zu trocken ist: etwas Wasser oder auch Ahornsirup zufügen Die Brösel könnt Ihr direkt auf Eure Smoothie-Bowl geben oder so naschen ;)
Wenn Ihr die Masse im Kühlschrank parkt, wird sie fester und Ihr könnt daraus Rohkost-Pralinen zaubern!
Und jetzt zum Rezept für die Chia-Konfitüre, die ich dieses Mal aus frisch gepflückten Erdbeeren vom Nachbardorf und ein bisschen Vanille (leider nicht aus dem Nachbardorf ;) zubereitet habe:

Zutaten für die Chia-Konfitüre (ergibt ein kleines Gläschen):
200 g frische Erdbeeren oder Beerenobst Eurer Wahl
1 EL Chiasamen
1 TL Ahornsirup
ein paar Dreher aus der Vanillemühle

Zubereitung:
Die Erdbeeren waschen und den Strunk entfernen. Mit einem Pürierstab zu einer flüssigen Masse verarbeiten. Vanille und Ahornsirup zufügen sowie die Chiasamen.
Alles in ein kleines Glas gießen und über Nacht andicken lassen.
Am Morgen habt Ihr dann die typische Marmeladen-Konsistenz! :)
Diese Konfitürelt sich durch den Verzicht von Zucker und das fehlende Einkochen natürlich nicht so lange wie herkömmliche Konfitüre. Ich bereite sie immer frisch für 2 Tage vor. 

Und was sagt Ihr dazu? Habt Ihr das ein oder andere Rezept schon probiert? Wie findet Ihr das Rawnola?
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