Samstag, 27. August 2016

Kleiner Kokoskuchen mit Joghurt-Chia-Topping [Ohne Haushaltszucker, Butter und Ei]

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Dieses Küchlein ist genau nach meinem Geschmack!
Als ich das famose Stück nämlich bei Emilies Treats gesehen habe, wusste ich sofort: Nachbacken!
Nicht nur die Kokosnote reizte mich, sondern auch, dass das Rezept ganz ohne Haushaltszucker, Eier und Butter auskommt. 
Dafür hat sich Emilie nämlich Alternativen ausgedacht: Statt Butter und Öl schwört sie auf die Kokosmilch, statt Haushaltszucker nimmt sie Rosenwasser oder Lavendelhonig. Okay, hier habe ich etwas geschummelt und den normalen Rapshonig vom Imker aus dem Nachbarort verwendet ;) #buylocal
Und die Eier? Die lassen wir einfach heraus! Die Konsistenz des Kuchen ist dementsprechend aus anders, aber definitiv anders LECKER :)
Erinnert mich an meine Donutmuffins, die auch - ja, sagen wir mal - samtig schmecken. Nicht luftig oder porig, nicht klitschig-saftig, sondern samtig.
Am besten schmeckt das Küchlein frisch aus dem Ofen. Am nächsten Tag ist die Konsistenz schon eine Ecke fester, aber noch keinesfalls trocken! 
Was nach dem 2. Tag passiert, kann ich leider nicht sagen...;)
Es ist also eher ein Eintagskuchen ;)
Beim Topping bin ich dann auch wieder etwas vom Originalrezept abgeschweift. Ich habe den festen Teil der Kokosmilch (Kokoscreme) nämlich abgeschöpft und mit etwas Joghurt verrührt...tja und dann gemerkt: "Ups, ein bisschen flüssig das Ganze". Da ich keine Gelatine oder ähnliches zur Hand hatte, habe ich mich eines natürlichen Bindemittels bedient, nämlich den Chiasamen. Damit geht das Binden noch schneller, man spart unnötige Zusatzstoffe und nimmt nebenbei noch ein paar nette Omega-3-Fettsäuren auf. Yeah, in Chia we trust ;)

Zum Schluss habe ich dem Kuchen noch ein paar frische Erdbeeren aus der Region gegönnt sowie ein paar Vanillekeks-Herzen für den allerletzen Schliff.
Falls Ihr keine Erdbeeren (mehr) mögt: Heidelbeeren oder Himbeeren passen mindestens genauso gut zur Kokosnuss! :)
Um den Kuchen vegan gebacken zu bekommen, habe ich Euch die Alternativen in Klammern geschrieben. Obwohl ich mir sicher bin, dass die meisten wissen, wie man die tierischen Zutaten ersetzt ;)

Zutaten (für eine Springform á 18-20 cm)
250 g Dinkelmehl Typ 630
90 g Kokosraspel
2 TL Weinsteinbackpulver
1 Prise Salz
40 g Honig (alternativ: Ahornsirup oder andere Süßungsmittel)
150 ml Kokosmilch
Mark einer Vanilleschote
125 ml Mineralwasser
1 EL Kokosblütenzucker (Rohrzucker funktioniert auch!)

Für das Topping:
4 EL Kokoscreme (der feste Bestandteil der Kokosmilch, der sich nach einiger Kühlzeit oben absetzt. Diesen einfach mit einem Esslöffel abschöpfen)
1-2 EL Naturjoghurt (alternativ: Sojajoghurt oder etwas mehr Kokoscreme)
15 g Chiasamen
1 TL Kokosblütenzucker

Frische Erdbeeren oder anderes Saisonobst nach Wahl
Vanille-Keks-Herzen (optional)

Zubereitung:
Alle trockenen Zutaten abwiegen und miteinander vermischen. Die flüssigen Zutaten wie Honig, Wasser und Kokosmilch zufügen und alles kurz mit dem Handrührgerät miteinander verrühren. Der Teig ist eher zäh, als flüssig, aber das ist so gewollt.
Eine Springform gut einfetten und mit dem Teig befüllen. Zuletzt mit einem TL Kokosblütenzucker (alternativ Rohrzucker) bestreuen bei 170°C für 40-45 Minuten backen.
Wenn der Kuchen gar ist, aus dem Ofen holen und abkühlen lassen.
Für das Topping Joghurt und Kokoscreme verrühren, evtl. süßen und die Chiasamen unterrühren. Das Topping auf den abgekühlten Kuchen streichen.
Nach Wunsch mit Obst und anderen Dekoschnack belegen und am besten frisch genießen! 

Coconut Cake with Chia Cream Topping (with a vegan option)
Ingredients:
250 g light spelt flour
90 g grated coconut
2 tsp cream of tartar
pinch of salt
40 g honey (for the vegan version: maple syrup)
150 ml coconut milk
pulp of a vanilla pod
125 ml sparkling water
1 tbsp coconut flower sugar

Topping:
4 tbsp coconut cream
1-2 EL yoghurt (soy or dairy)
15 g chia seeds
1 TL coconut flower sugar

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Samstag, 20. August 2016

Beeriges Kokos-Kakao-Tiramisu [Ohne Ei & ohne Alkohol]

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Darf sich dieses Schichtdessert eigentlich noch Tiramius schimpfen, wenn doch so elementare Bestandteile wie Ei, Alkohol und Kaffee auf der Zutatenliste fehlen?
Ich denke schon! 
Schließlich gibt es ja so etwas wie künsterlische Freiheit, auf die ich mich hin und wieder gern berufe ;)
Außerdem sind Löffelbiskuit und Mascarpone enthalten und das sind doch die wichtigsten Zutaten eines Tiramisus oder? ;)
Da Mascarpone allein zu mächtig wäre, habe ich die Masse mit Sahne und Vollmilchjoghurt gestreckt.
Weil ja noch Sommer ist (please don't leave me! :o) und die Beerenvielfalt ausgenutzt werden will, habe ich noch ein paar Himbeeren dazwischen gemogelt und etwas Pfirsichkonfitüre in der Creme geschmuggelt.
Und dann...dann stand ich vor der schwierigen Entscheidung, ob ich als Topping das obligatorische Kakaopulver nehme oder Kokosraspel.
Beides passt hervorragend zu Himbeeren als auch zu Pfirsichen...
 also kam beides drauf ;) 
Herauskam letztendlich ein kinder-und schwangerentaugliches Sommer-Tiramisu, welches hoffentlich nich allzu viele Wünsche offenlässt. 
Kalorienfreiheit wäre natürlich noch schön, aber sorry: Das passt nunmal nicht zum Tiramisu! :P 
Dafür ist es immerhin super schnell zusammengerüht und der Ofen braucht auch nicht angeworfen zu werden! 

Zutaten (für ca. 8 Stücke)
250 g Mascarpone
150 g Vollmilchjoghurt (3,8 % Fett)*
200 g Sahne
1 EL Zitronensaft
1 EL Vanillezucker
1 EL Pfirsichkonfitüre
ein paar Dreher aus der Vanillemühle (optional)

ca. 150 g Himbeeren**
1 EL Kakao
1 EL Kokosraspel

100 g Löffelbiskuit (die Hälfte einer Packung)

*Wer es besonders cremig mag, kann auch griechischen Joghurt verwenden, der enthält 10 
 % Fett
** Bei frischen Himbeeren benötigt man nicht unbedingt weiteren Zucker. Bei Verwendung von der Tiefkühlvariante würde ich noch 1 EL Puderzucker mehr verwenden, sonst könnte es etwas sauer werden ;-)
Ansonsten eignen sich auch alle anderen Beeren wie z.B. Erdbeeren oder Heidelbeeren! 

Zubereitung:
Eine Auflaufform mit den Löffelbiskuit auslegen.
In einem hohen Gefäß die Sahne mit Vanillezucker steifschlagen.
In einer weiteren Schüssel Mascarpone, Joghurt und Pfirsichkonfitüre verrühren.
Die Sahne mit einem Teigschaber unter die Mascarpone-Joghurt-Creme heben. 
Die Löffelbiskuit mit einer dünnen Schicht Creme bestreichen.
Als Nächstes die Himbeeren auf der Creme verteilen.
Die restliche Creme nun auf den Beeren verstreichen.
Zu guter Letzt den Kakao darüber sieben und schließlich mit Kokosraspeln bestreuen.
Das Dessert sollte vor dem Servieren ca. 3-4 Stunden durchziehen, über Nacht sollte auch funktionieren. Je nachdem, wie weich Ihr die Löffelbiskuits mögt :-)
1. Schicht: Löffelbiskuit, 2. Schicht: wenig Creme, 3. Schicht: Himbeeren, 4. Schicht: Restliche Creme, 5. Schicht Kakao, 6. Schicht: Kokosraspel
Chocolate and Coconut Raspberry Tiramisu (egg-free, alcohol-free)
Zutaten (serves: 8 pieces)
250 g mascarpone
150 g full-fat yoghurt (Greek Yoghurt is also OK)
200 g whipped cream
1 tbsp lemon juice
1 tbsp vanilla sugar
1 tbsp peach jam
some vanilla extract (if desired)

ca. 150 g raspberries
1 tbsp cacao
1 tbsp coconut flakes

100 g lady fingers

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Samstag, 13. August 2016

Fruchtig-schokoladiger Haferflockenkuchen - durch und durch wandelbar - Und eine Ode an die Haferflocken!

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Das Haferflocken auf meinem Teller gern gesehene Gäste sind, kann man sich bei den Haferrezepten hier auf dem Blog vielleicht schon denken ;)

Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich neulich eine Mail von Lukas von Alleskörner erhielt, in der mir eine Kooperation angeboten wurde: Ich bekomme verschiedene Haferprodukte zugeschickt und darf mir damit Rezepte überlegen oder auch die Rezepte von der alleskörner-Rezeptesammlung ausprobieren.

Ihr Anliegen ist es, diese Getreideart mehr in das Bewusstsein der Menschen zu rücken. Ich glaube, im Vergleich zu früher, ist dies schon gelungen. Heutzutage sind Porridge wieder in (na ja, klingt auch besser als Haferschleim) und in eine Smoothiebowl gehört schließlich auch immer eine Handvoll Haferflocken. Mindestens!

Im Gegensatz zu herkömmlichen Getreide wie Weizen, Roggen, Gerste und Co. enthält Hafer mehr Fett (7 g/100 g). Da es sich aber hierbei um die einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren handelt, ist es dies nicht weiter von (negativen) Belang. Dafür punktet es mit weniger Kohlenhydraten (56 g/100 g).
Hafer besitzt einen Proteingehalt von ca. 12 %. Hierbei handelt es sich zwar um pflanzliches Protein, welches per se leider weniger gut verdaulich ist als tierisches, aber dennoch ist bei diesem Getreide die biologische Wertigkeit als gut einzustufen. Die Biologische Wertigkeit gibt an, wie gut das Protein aus dem LM in körpereigenes Protein (also Muskeln) umgewandelt werden kann. Darüber hinaus enthält Hafer acht der neun essentiellen Aminosäuren, also diejenigen, die unser Körper nicht alleine herstellen kann und somit über die Nahrung zugeführt werden muss.
Vom Ballaststoffgehalt ist es gleichauf mit Gerste und Mais mit knapp 10 g auf 100 g.
Auch in den Gehalt an Mineralstoffen wie z.B Magnesium und Kalium, welches wichtig für unsere Knochen oder der Regulation unseres Elektrolyhaushaltes ist, ist es den anderen Getreiden wie Mais, Reis, Hirse und Weizen überlegen.
Außerdem ist Hafer randvoll mit wichtigen Vitaminen, v.a. die B-Vitamine wie Riboflavin (B2), Thiamin (B1) und Folsäure (B9) sowie Vitamin K.

Je nachdem wo der Hafer angebaut und verarbeitet wird, darf er als glutenfrei bezeichnet werden und ist ein gutes und vor allem heimisches Getreide, auf das Menschen mit Zöliakie zurückgreifen können. 
 So, jetzt aber genug der wissenschaftlichen Fakten, wirdmen wir uns dem kreativen Teil, dem Haferrezept.  
Falls Ihr jetzt ein super gesundes Rezept erwartet...ähm, habt Ihr das wirklich erwartet? 
Na ja, also...
Ich hoffe, Ihr freut Euch auf ein neues Kuchenrezept! :-)
Brote mit Hafer gibt es hier nämlich auf dem Blog genug, aber die Kuchenkategorie ist noch ausbaufähig ;)

Beim Obst lasse ich Euch freie Hand! Ihr seht auf den Bildern frische Erdbeeren und Blaubeeren und im Kuchen selbst auch Kirschen. Aber erlaubt ist was Euch gefällt!
Der Herbst naht und Eure Apfelbäume hängen schon voll mit heimischem Ernteglück? Dann backt aus den ersten Äpfeln des Jahres doch einen Apfel-Haferflockenkuchen! Oder mit Birnen! Dann gönnt dem Ganzen aber noch ein wenig mehr Zimt, ja? :)
Falls Ihr noch in Sommerlaune seid und daran etwas festhalten wollt: Schnappt Euch die letzten Beerchen vom Nachbarsstrauch (ups, dass sollte kein krimineller Aufruf sein :o), lieber vom Obst-Dealer Eures Vertrauens oder bevor die Großmutter alles zu Kompott einkocht, um über den Winter zu kommen.
Und wenn Ihr so gar keine Lust auf Obst habt: Lasst das Obst Obst sein und vertraut der allein der Schokolade. Kakao wächst schließlich auch an Bäumen und ist in gewisser Weise auch irgendwie Obst ;D
  
So, jetzt aber wirklich genug geschnattert. Vorhang auf für den Haferflockenkuchen mit Schokoladenraspel und Obst Deiner Wahl!
Zutaten für eine normalgroße Kastenform:
2 Eier
120 g Rapsöl
125 g Zucker
1 TL Vanilleextrakt
190 g Dinkelmehl Typ 630
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
1 Msp Zimt
100 g kernige Haferflocken + 350 ml kochendes Wasser 

200 g Obst nach Wahl (bei mir dieses Mal mit Kirschen, es funktionieren auch klein geschnittene Äpfel oder Bananen, allerlei Beerenobst oder Pfirsiche und Co.)
50 g Schokoraspel


Streusel:
30 g Dinkelmehl
25 g zarte Haferflocken
25 g Rohrohrzucker
25 g Butter

Guss:
Puderzucker
1 EL Kirschsaft 

Zubereitung:
Zuerst die Haferflocken in eine Schüssel geben und mit kochenden Wasser übergießen. Alles 20 Minuten quellen lassen.
Als Nächstes Rapsöl und Zucker verrühren, die Eier einzeln untermixen. Mehl mit Backpulver, Salz, Zimt und Vanille mischen und kurz unter die Eiermasse rühren.
Die gequollenen Haferflocken nun unterrühren, ebenso das Obst und die Schokoraspel.
Den Teig in eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Kastenform füllen und glattstreichen.
Für die Streusel noch fix Mehl, Haferflocken, Zucker und Butter mit den Händen zu einem bröseligen Teig verkneten und auf den Teig in der Kastenform streuen.
Bei 180° C im vorgeheizten Ofen für 70-75 Minuten backen, ggf. mit Alufolie abdecken, falls der Kuchen oben zu braun werden sollte.
Porridge Cake with fruits and chocolate
Ingredients; 
2 eggs
120 g vegetable oil
125 g sugar
1 tsp vanilla extract
185 g spelt flour
1 tsp baking powder
pinch of salt
pinch of cinnamon
100 g oats + 350 ml boiling water

200 g fruits of your choice like cherries, berries, apples or apricots and peaches
50 g chocolate flakes

Crumbles:
30 gs spelt flour
25 g oats
25 g raw cane sugar
25 g butter
Glaze:
 powdered sugar
1 tbsp cherry glaze (if you use cherries like me. For other fruits you can choose lemon juice)

 Please write a comment under this blogpost if you would like the complete recipe and direction in English.

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*Die Produkte wurden mir von Alleskörner zur Verfügung gestellt. Meine überaus positive Meinung über Haferflocken, die schon seit Längerem besteht, wurde davon nicht berührt. 
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Falls Ihr auch Lust auf herzhafte Hafer-Rezepte habt, schaut doch mal in der Rezeptsammlung von Alleskörner vorbei oder auf meinem Kochblog hier!
 
  
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